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Das Tagebuch von Marco Rossi zum NHL Draft 2020

Der Stürmer der Ottawa 67´s schreibt über seinen Heimataufenthalt in Österreich und wie er sich dabei fit hält

von Marco Rossi @NHLde / Exklusiv für NHL.com

Mit einem monatlichen Tagebucheintrag wird Marco Rossi (1,76 m, 79 kg) von den Ottawa 67´s aus der Ontario Hockey League (OHL) exklusiv für NHL.com seinen Weg bis zum NHL Draft 2020 in Montreal schildern. Der 18 Jahre alte Center ist im November-Ranking des NHL Central Scouting bei den Skatern mit der Bestnote A bewertet worden. Nach 24 Spielen führt er die teaminterne Scorerwertung mit 56 Punkten (18 Tore, 38 Vorlagen) an.

In seinem dritten Eintrag schreibt Rossi über seinen Aufenthalt in Österreich und seine Erfolge im bisherigen Saisonverlauf.

Hallo Eishockey-Fans,

nach einer langen Reise bin ich am Dienstag (17. Dezember) um 6 Uhr in der Früh zu Hause angekommen. Der Flug von Ottawa nach Österreich dauert zwar nur etwa acht Stunden, aber wenn mal alles zusammenrechnet, war ich gut 24 Stunden unterwegs - das ist dann schon ein langer Tag.

 

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Es ist schön, wieder daheim zu sein. Aber ich werde auch hier weiter Krafttraining machen und skaten, um gleich nach der Pause über Weihnachten und Neujahr wieder voll durchstarten zu können. Ich arbeite mit einem persönlichen Coach zusammen. Wir haben erstmal ein paar Tage frei und beginnen danach mit dem Training auf und abseits des Eises. Die Workouts sind meist bei meinem Heimatklub Feldkirch. Deren Profiteam spielt in der zweiten österreichischen Liga. Es macht viel Spaß, mit den Leuten dort zusammen zu sein.

Was mich von anderen Stürmern aus der Gruppe vom NHL Draft 2020 unterscheidet, ist mein Spiel unterhalb der Hashmarks. Daran arbeite ich ganz besonders. Die Leute sprechen oft darüber, dass ich eher klein bin. Ich kann jedoch guten Gewissens von mir behaupten, dass ich vor dem Tor und in den Ecken zu den Besten gehöre und trotz meiner Größe immer beherzt in die Zweikämpfe gehe. Klar muss ich dafür vielleicht etwas mehr investieren als andere. Aber ich denke, dass ich hart dagegenhalten kann. Man braucht dafür einen starken Willen und einen kräftigen Körper. Ich stehe fest auf den Beinen. Das ist der Schlüssel, um sich in den Zweikämpfen zu behaupten.

Für unser Team von den 67´s läuft es derzeit sehr gut. Wir haben eine Punkteserie von zwölf Spielen hingelegt. Bei mir persönlich hat sich nicht viel verändert. Ich versuche mein Spiel zu spielen und jeden Tag besser zu werden. In letzter Zeit habe ich gemerkt, dass die Gegner mich härter angehen und alles daransetzen, mich aus dem Spiel zu nehmen. Aber das spornt mich nur noch mehr an.

Ich arbeite mit den Coaches so viel ich kann, um mich in allen Bereichen zu steigern. Mein Cheftrainer Andre Tourigny zeigt mir anhand von Videos, was ich besser machen kann. Die Assistenztrainer helfen mir auf speziellen Gebieten weiter. Mario Duhamel bringt mir eine Menge übers Penalty Killing bei und Norm Milley übers Powerplay.

Natürlich werde ich nicht die gesamte Zeit in Österreich mit Training verbringen, sondern auch ein wenig ausspannen. Besonders freue ich mich aufs heimische Essen. Das ist wirklich toll. Was Süßes betrifft, mag ich besonders Lebkuchen und Kaiserschmarrn.
Wir genießen die Advents- und Weihnachtszeit. Das schönste Geschenk dieses Jahr ist für mich, dass ich daheim bei meiner Familie sein kann. Meinen Vater hatte ich zuletzt vor anderthalb Monaten, meine Mutter vor drei Monaten gesehen.

Auf jeden Fall werde ich mir auch die Junioren-Weltmeisterschaft anschauen, soweit dies möglich ist. Österreich hat ja dieses Jahr die Division IA gewonnen und den Aufstieg geschafft und wird daher nächstes Jahr in der Top-Gruppe vertreten sein. Wenn ich die Chance bekäme, bei diesem Turnier für Österreich aufzulaufen, wäre das unglaublich toll. Ich würde alles für unser Nationalteam geben.

Das soll´s für diesmal gewesen sein. Danke fürs Interesse. Ich wünsche allen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr.

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