Die Stars gewannen das Spiel dank ihrer Rückkehr zu alter Stärke, der konsequenten und disziplinierten Abwehrarbeit. Ihren Weg ins Conference Finale hatten sie eher durch eine dominante Offensive gefunden. In den ersten beiden Playoff-Runden erzielten sie im Schnitt 3,77 Tore pro Spiel. Mehr gelangen nur den Colorado Avalanche, die in der zweiten Runde in sieben Spielen gegen die Stars ausschieden.
Gleichzeitig kassierte in der Postseason aber auch kein Team mehr Tore als die Stars. In 16 Spielen landete der Puck 56 Mal in ihrem Tor. Das ist absolut untypisch für die Mannschaft aus Dallas. Mit einem Schnitt von 2,48 Gegentoren führte sie in den vergangenen beiden Jahren die gesamte NHL an. Allerdings schossen auch nur drei Teams weniger als die 2,56 Tore der Stars pro Spiel. Mit dem 1:0 am Sonntag fanden sie mit ihrem gewohnten System umgehend wieder zum Erfolg.
"Das lag einfach daran, wie Vegas spielt", erklärte Benn. "Sie sind ein großartiges Team. Sie haben viel Tiefe, eine tolle Abwehr und einen starken Torwart. Da mussten wir heute bereit sein und aufpassen. Wir haben einen Weg gefunden, ein schnelles Tor zu schießen. Dann hat Khudobin viele gute Saves gehabt, vor allem im dritten Drittel und wir haben einen Weg gefunden, den Sieg nach Hause zu bringen."
Besonders im zweiten Drittel hatte Khudobin jedoch nicht viel zu tun, was an der disziplinierten Spielweise und dem Einsatz seiner Teamkollegen lag. In den ersten 40 Minuten kamen die Golden Knights nur auf zwölf Torschüsse. Dallas riegelte die eigene Zone konsequent ab. Wenn die Golden Knights doch einmal durchkamen, drängten die Stars-Verteidiger sie gekonnt nach außen ab, blockten die Schüsse, verwickelten sie in Zweikämpfe an der Bande und eroberten schnell wieder den Puck.