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Deutschland, Österreich, Schweiz in der NHL

NHL.com/de beleuchtet die Situation der großen Spieler aus den drei Ländern, vor und nach der Pause zu Weihnachten

von Alexander Gammel @nhlde / NHL.com/de Autor

Am 23. Dezember fanden in der NHL die letzten Begegnungen statt, ehe es für die Spieler in die wohlverdiente Pause über die Weihnachtstage ging. Im Osten stehen die Favoriten Washington Capitals und Tampa Bay Lightning an der Spitze ihrer Divisionen, in der Central Division sorgen die Winnipeg Jets mit dem ersten Platz vor den Nashville Predators für eine kleine Überraschung und in der Pacific Division die Calgary Flames für eine etwas größere. 

Allerdings ist noch nicht einmal die Hälfte der Saison gespielt. Spätestens ab Januar geht es ans Eingemachte. Das Bridgestone NHL Winter Classic 2019 zwischen den Chicago Blackhawks und den Boston Bruins steht zu Neujahr vor der Tür und am 25. und 26. Januar folgt das All-Star-Wochenende. 

NHL.com/de nutzt diese Pause über die Feiertage, um einen Blick auf die Situation der Spieler aus Deutschland, der Schweiz und Österreich zu werfen.

Aus deutscher Sicht ist die größte Geschichte sicherlich wieder einmal Leon Draisaitl. Der Stürmer der Edmonton Oilers spielt bisher die beste Saison seiner Karriere und brachte es auf 43 Punkte (17 Tore, 26 Assists). Damit ist er auf bestem Wege seinen eigenen Rekord als deutscher Spieler mit den meisten Punkten deutlich zu überbieten (2016/17: 29 Tore, 48 Assists). 

Video: EDM@COL: Draisaitl kommt im dritten Versuch durch

Er kletterte mit den Oilers, nach dem Trainerwechsel zu Ken Hitchcock, auf den zweiten Wildcard-Platz in der Western Conference. Als kongeniales Offensiv-Duo mit Connor McDavid hat er das Zeug die Oilers in die Stanley Cup Playoffs zu schießen.

Draisaitls Teamkollege Tobias Rieder musste aufgrund einer Verletzung einen Monat lang pausieren und verpasste 13 Spiele. Er hofft nach der Pause auf sein erstes Saisontor, bisher bereitete er sieben Treffer vor.

Tom Kühnhackl kämpft hingegen darum bei den New York Islanders wieder einen Stammplatz zu ergattern. Er bestritt sein letztes Spiel am 6. Dezember. Thomas Greiss startete im Tor der Islanders in 20 von 35 Spielen und kam dabei auf eine Fangquote von 92,0 Prozent und einen Gegentrefferschnitt von 2,53 - keinesfalls schlechte Werte. Trotzdem fielen die Islanders aus den Playoff-Rängen und hoffen nun auf eine Rückkehr.

Der zweite deutsche Torwart, Philipp Grubauer, ist mit seinen Colorado Avalanche als drittplatziertes Team der Central Division (19-12-6, 44 Punkte) auf Playoff-Kurs, kämpft aber darum, sich gegen Semyon Varlamov noch mehr Einsätze zu erspielen. Der Russe hat mit 23 Spielen (11-8-3) aktuell die Nase vor dem Rosenheimer (8-3-3).

 

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Nicht zu vergessen ist Dominik Kahun. Dem 23-jährigen Stürmer gelangen bei den Chicago Blackhawks bisher vier Tore und zehn Assists in 39 Spielen. Das ist keine Ausbeute, die ihm einen Star-Status einbringt, aber auch nicht schlecht für einen ungedrafteten Spieler in seiner ersten Saison. Das gilt besonders, wenn man bedenkt, dass sein Team nur einen Punkt vor dem letzten Tabellenplatz liegt und mit 111 Toren in der Offensivstatistik auf dem 15. Rang steht. Kahun will natürlich mit den Blackhawks den Tabellenkeller verlassen und von einem Wildcard-Rang trennen sie nur sieben Zähler. Für ihn persönlich geht es darum Konstanz zu zeigen wie in den ersten zehn Spielen, in denen er sieben seiner 14 Scorerpunkte erzielte.

Die Schweiz stellt mit 13 Spielern, die in dieser Saison eingesetzt wurden, den größten Talent-Pool aus dem deutschsprachigen Raum. Die Schweizer Hochburg der Liga sind die Nashville Predators mit Kapitän Roman Josi, seinem Abwehrkollegen Yannick Weber und Offensivtalent Kevin Fiala. Das Trio will nach dem Gewinn der Presidents' Trophy im Vorjahr endlich den Stanley Cup in die Höhe stemmen, auch wenn die Predators nach einem Formtief zuletzt den ersten Platz im Westen an die Winnipeg Jets verloren. Das erste Ziel wird sein, sich die Pole-Position wieder zurückzuerobern.

Das Maß aller Dinge im Angriff ist bei den Schweizer Spielern Timo Meier, der mit 18 Toren und 34 Punkten der zweitbeste Torjäger und drittbeste Scorer der San Jose Sharks ist. Mit dem Tempo, das er hinlegt, ist er auf Kurs zu 40 Saisontoren und er hat mit den Sharks auf Platz zwei in der Pacific Division eine ausgezeichnete Ausgangsposition, sich für die Playoffs zu qualifizieren.

Video: DAL@SJS: Meier bringt die Sharks in Führung

Das meistbeachtete Offensivtalent ist jedoch Nico Hischier. Mit neun Toren und 23 Punkten in 31 Spielen legt er eine ähnliche gute Leistung hin, wie in seiner Rookie-Saison. Obwohl seine Reihe mit Taylor Hall und Kyle Palmieri Punkte in Serie sammelt, liegen die New Jersey Devils aber auf dem letzten Platz der Eastern Conference. Das Rennen um die Playoffs sieht für sie alles andere als rosig aus.

Die Vancouver Canucks hoffen auf eine große Verstärkung, denn Sven Bärtschi ist wieder voll im Training und steht vor einer Rückkehr. Bärtschi fehlte seit dem 24. Oktober verletzungsbedingt, startete zuvor mit sechs Punkten (drei Tore, drei Assists) aber stark in die Saison. Er wäre ein wichtiger Baustein, damit die Canucks einen Playoff-Kurs einschlagen.

Mit drei Feldspielern stellt Österreich die wenigsten Athleten aus dem deutschsprachigen Raum. Darunter ist allerdings der beste Spieler, den es im österreichischen Eishockey jemals gab. Thomas Vanek verpasste in den ersten drei Wochen aufgrund einer Verletzung acht Spiele für die Detroit Red Wings, erzielte in 18 Partien aber zehn Punkte und zählt in Michigan zu den absoluten Führungsspielern. Er wird weiterhin seine Qualitäten beweisen müssen, damit die Red Wings die Lücke von sieben Punkten auf einen Playoff-Platz schließen.

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