TonyB807

Für die Edmonton Oilers und Leon Dtraisaitl ist das Unterfangen Stanley Cup beendet. Sie unterlagen in Spiel 4 der Stanley Cup Qualifikation den Chicago Blackhawks mit 2:3. Den Minnesota Wild reichte es trotz des ersten Postseason-Tores von Nico Sturm nicht zum Weiterkommen gegen die Vancouver Canucks. Die New York Islanders hatten zuvor als zweite Mannschaft den Einzug in die erste Runde der Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference geschafft. Es folgten die Arizona Coyotes, die die Nashville Predators mit 4:3 nach Verlängerung besiegten. Ebenfalls weiter sind die Montreal Canadiens, die mit 2:0 gegen die Pittsburgh Penguins den dritten Sieg perfekt machten. Ihre Chance auf die erste Runde der Stanley Cup Playoffs erhielten sich die Toronto Maple Leafs mit einem 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen die Columbus Blue Jackets.

Die Spiele vom Freitag im Detail:

Islanders geben den Panthers endgültig das Nachsehen

Die New York Islanders haben den Einzug in die erste Runde der Stanley Cup Playoffs geschafft und die Saison der Florida Panthers beendet. Anthony Beauvillier legte mit zwei Toren im ersten Drittel den Grundstein zu einem 5:1-Sieg seiner Islanders in Spiel 4 der Best-of-5-Serie in der Stanley Cup Qualifikation. Damit steht es in der Serie uneinholbar 3:1 für New York. Florida konnte durch einen 3:2-Sieg in Spiel 3 am Mittwoch den Auftritt in der Qualifikation nur kurzfristig verlängern.

NYI@FLA, Sp4: Barzal, Beauvillier kombinieren perfekt

Die Panthers als zurückliegendes Team blieben von Beginn an vieles schuldig und die Islanders hatte mehr Spielanteile. Hoffnung keimte auf, als Mike Hoffmann mit seinem dritten Treffer der Playoffs in der 19. Minute bei numerischer Überlegenheit auf 1:2 verkürzen konnte. Doch es dauerte im zweiten Abschnitt nicht lange, ehe Brock Nelson in der 29. Minute den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herstellte. Vernünftige Torchancen der Panthers blieben weiter Mangelware. Angesichts des drohenden Aus wurden die Panthers im 3. Drittel etwas aktiver, doch Islanders-Torhüter Semyon Varlamov war nicht mehr zu überwinden. Der Russe schloss mit 24 Saves (96 % Fangquote). Mathew Barzal machte mit einem Alleingang in der 51. Minute zum 4:1 alles klar.

Islanders gewinnen Serie mit 5:1-Sieg

Bereits vier Minuten vor dem Ende nahm Trainer Joel Quenneville seinen Torhüter Sergei Bobrovsky (33 Saves, 89,2 %) vom Eis und Jean-Gabriel Pageau nutzte diese Tatsache in der 58. Minute zum 5:1-Endstand. Kleiner Trost für Florida, dass sie die Chance haben in der NHL Draft Lotterie am Montag mit einer Wahrscheinlichkeit von 12,5 Prozent den Nummer-1-Draft zu erhalten.

Richardson und Kuemper bringen Coyotes weiter

Die Nashville Predators sind in der Qualifikation überraschend an den Arizona Coyotes gescheitert. Sie unterlagen in Spiel 4 der Best-of-Five-Serie im Rogers Place von Edmonton mit 3:4 nach Verlängerung und verloren damit den Vergleich mit den Coyotes mit 1:3. Brad Richardson erzielte nach 5:27 Minuten in der Zusatzschicht den siegbringenden Treffer in der Partie und in der Serie. Arizona zieht als zweites Team der Western Conference nach den Calgary Flames (3:1 gegen Winnipeg Jets) in die erste Runde der Stanley Cup Playoffs ein.

Erneut hatte Nashville einen furiosen Start und erarbeitete sich in den ersten zehn Minuten ein dominantes Torschussverhältnis von 10:1, doch als die Coyotes besser ins Spiel kamen, nutzte Michael Grabner diesen Umstand zur Führung von Arizona. Der Österreicher traf mit einem platzierten Schuss unter die Latte in der 18. Minute zum 1:0. Ein weiterer Schock für die Predators, dass Phil Kessel nur 1:37 Minuten nach Wiederbeginn auf 2:0 erhöhte. Erneut Pech für Nashville, dass Matt Duchene in der 24. Minute nur die Latte traf. Schon im 1. Drittel hatte das Gestänge zwei Mal für die Coyotes gerettet. In der 25. Minute belohnten sich die Predators für ihren Aufwand, als Duchene auf Schuss von Roman Josi in einer Überzahl verkürzte. Das machte Appetit auf mehr. Viktor Arvidsson schaffte in der 29. Minute den Ausgleich. Die Predators blieben bestimmend, doch Arizona verstand es ebenso immer wieder gefährlich vorzustoßen. Mit 31 zu 19 Torschüsse für Nashville ging es in der zweite Pause.

NSH@ARI, Sp4: Grabner trifft platziert als erstes

Während sich Nashville weiter redlich mühte, Darcy Kuemper im Tor der Coyotes zu überwinden und es vorerst nicht schaffte, sorgte Jordan Oesterle in der 45. Minute für die wiederholte Führung zugunsten von Arizona. Die Predators machten es spannend und glichen erst 32 Sekunden vor der Sirene mit gezogenem Torhüter aus. Filip Forsberg hämmerte den Puck nach Zuspiel von Ryan Ellis ins Netz. Am Ende der regulären Spielzeit lautete das Torschussverhältnis 48:31 für Nashville.

NSH@ARI, Sp4: Forsberg gleicht Spiel in letzter Minut

Kuemper machte mit 49 Saves wiederholt in dieser Serie den Unterschied, sein Gegenüber Juuse Saros kam auf 30 Rettungstaten. Die Predators haben in der NHL Draft Lotterie am Montag mit einer Wahrscheinlichkeit von 12,5 Prozent die Chance den Nummer-1-Draft zu erhalten. Die Coyotes treffen in der ersten Runde der Playoffs in der Western Conference auf den Zweitplatzierten der Platzierungsrunde, die Colorado Avalanche oder die Vegas Golden Knights.

Coyotes gewinnen erste Playoff-Serie seit 2012

Canadiens gewinnen Serie gegen die Penguins

Die Montreal Canadiens haben es geschafft: Nach einem 2:0 in Spiel 4 gegen die Pittsburgh Penguins stehen sie in der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference. 3:1 lautet der Endstand in der Best-of-5-Serie für die Canadiens.

PIT@MTL, SP4: Lehkonen trifft zur späten Führung

Bei den Penguins stand Tristan Jarry für Matt Murray zwischen den Pfosten. Der Schlussmann bekam jedoch zunächst kaum etwas zu tun. In den ersten zehn Minuten erspielten sich die Canadiens keine einzige zwingende Torchance. Ein wenig mehr Arbeit musste auf der Gegenseite Carey Price verrichten. Seine spektakulärste Rettungstag vollbrachte Montreals Torhüter gegen Sidney Crosby, als er dessen Schlenzer von der rechten Seite per Kopf abwehrte. Glück hatte Price bei einem Pfostenschuss von Patric Hornqvist. Gegen Ende des Anfangsdrittels kamen die Canadiens besser ins Spiel, ohne dass sie jedoch die Defensive der Penguins in Verlegenheit bringen konnten.

Im zweiten Durchgang besaß Montreal wesentlich mehr Spielanteile als im ersten Durchgang. Doch die Stürmer hatten weiterhin Mühe, sich in aussichtsreiche Abschlusspositionen zu bringen. Die beste Gelegenheit hatte Nick Suzuki bei einem Alleingang. Doch am Ende fehlte ihm die Kraft. Sein Rückhandschuss war kein Problem für Jarry. Auf der anderen Seite klärte Price in höchster Not gegen Crosby, der nach Pass von Jake Guentzel frei vor dem Tor der Canadiens auftauchte. Nach 40 Minuten hieß es weiterhin 0:0.

Die Entscheidung in dem umkämpften Match fiel im letzten Drittel. Paul Byron spielte den Puck hinter dem Tor mit der Rückhand auf Artturi Lehkonen, der den Puck aus kurzer Distanz zum 1:0 für die Canadiens über die Linie chippte (56). In der Schlussminute machte Shea Weber mit einem Empty-Net-Goal zum 2:0 den Deckel drauf.

Blackhawks schicken Oilers in die Sommerpause

Die Chicago Blackhawks besiegten die Edmonton Oilers im Rogers Place von Edmonton mit 3:2. Damit entschieden sie die Best-of-5-Serie mit 3:1 für sich und stehen in der nächsten Runde, die im Best-of-7-Modus ausgetragen wird.

Beide Teams legten wie schon in den ersten drei Aufeinandertreffen mit viel Geschwindigkeit und Offensivdrang los. So stand es dann auch nach 45 Sekunden bereits 1:0 für die Oilers, Connor McDavid bediente Josh Archibald perfekt mit einem Querpass in den Slot, der direkt verwandelte. Die Antwort der Blackhawks ließ aber nicht lange auf sich warten, Brandon Saad glich in der sechsten Minute per Rückhand aus. In der achten Minute fälschte Matthew Highmore einen Schuss von Duncan Keith zum 2:1 für die Blackhawks ab.

Toews spätes Tor bringt Hawks 2:1-SCQ-Serienführung

Beide Teams drängten auf das nächste Tor und im zweiten Drittel gelang Ryan Nugent-Hopkins nach 2:02 Minuten per Nachschuss das 2:2. 30 Sekunden später schenkte Blackhawks-Stürmer Alex DeBrincat den Oilers eine gute Chance zur erneuten Führung, indem er sich mit einem unnötigen Foul gegen Ethan Bear eine fünfminütige Strafe abholte. Das Powerplay blieb aber ungenutzt, auch weil Darnell Nurse diskutable zwei Minuten wegen Behinderung kassierte.

Im dritten Drittel schienen die Oilers zwar das bessere Team zu sein, die Führung gelang aber Chicago. Kapitän Jonathan Toews zeigte sich in einer entscheidenden Szene wieder zuverlässig und legte das 3:2 von Dominik Kubalik von hinter dem Tor auf.

Durch das Aus haben die Oilers in der NHL Draft Lottery am Montag mit einer Wahrscheinlichkeit von 12,5 Prozent die Chance den Nummer-1-Draft zu erhalten. Die Blackhawks stehen in der nächsten Runde, wo sie auf das erstplatzierte Team der Western Conference treffen werden, das am Samstag im direkten Duell zwischen den Vegas Golden Knights und den Colorado Avalanche ermittelt wird.

Maple Leafs gleichen Serie in der Verlängerung aus

Die Toronto Maple Leafs glichen die Best-of-5-Serie gegen die Columbus Blue Jackets in der Scotiabank Arena von Toronto mit einem 4:3 nach Verlängerung auf spektakuläre Art und Weise aus.

Im ersten Drittel brachte Cam Atkinson die Blue Jackets in Führung, als er in der vierten Minute von Pierre-Luc Dubois bei einem Konter mustergültig per Querpass vor das Tor bedient wurde. Der zweite Assist ging dabei auf das Konto von Torhüter Elvis Merzlikins.

Im zweiten Drittel baute Vladislav Gavrikov die Führung nach 4:40 Minuten aus. Er fälschte einen Handgelenkschuss von David Savard zum 2:0 ab.

Im Schlussabschnitt sah es bereits so aus, als würde Toronto erneut zu Null verlieren. Nach einem üblen Fehler im Spielaufbau der Maple Leafs nahm Nick Foligno Morgan Rielly an der blauen Linie der Maple Leafs den Puck ab und bediente den heraneilenden Boone Jenner zum 3:0 in der 55. Minute.

Die Maple Leafs gaben in den letzten Minuten aber nochmal alles und schafften die große Überraschung. Die Uhr zeigte 16:03 Minuten im letzten Drittel, als William Nylander mit einem Nachschuss Toronto erstmals jubeln ließ. Nur 51 Sekunden später schaffte John Tavares aus dem Slot den Anschluss und 23 Sekunden vor der Schlusssirene überwand Zach Hyman Merzlikins zum dritten Mal und glich aus.

Die Maple Leafs hatten nach dieser packenden Aufholjagd klar die Oberhand und belagerten Merzlikins in der Verlängerung regelrecht. Der Lette hielt lange tapfer stand und stoppte 13 Schüsse in 13 Minuten, in der 14. Minute war jedoch selbst er machtlos. Auston Matthews schlich sich im Rücken der Abwehr auf der rechten Seite Richtung Tor, wurde quer durch den Slot von John Tavares bedient und verwandelte direkt.

Am Sonntag treffen sich die beiden Teams zum alles entscheidenden Spiel 5. Der Sieger zieht in die erste Runde der Stanley Cup Playoffs ein.

Canucks eliminieren Wild

Die Vancouver Canucks setzten sich im Rogers Place von Edmonton mit 5:4 nach Verlängerung gegen die Minnesota Wild durch und gewannen die Best-of-5-Serie mit 3:1.

Für die Wild hieß es in Spiel 4 der Serie beim Stand von 2:1 Alles oder Nichts. Sie starteten stark: In der dritten Minute spielte Mats Zuccarello im Powerplay Luke Kunin am linken Pfosten an, der den Puck am kurzen Eck über die Linie drückte. Die Canucks wurden stärker und erarbeiteten sich ein spielerisches Übergewicht. So kam es in der 13. Minute zum Ausgleich durch einen Handgelenkschuss von Tanner Pearson vom linken Bullypunkt. Doch kaum war der Jubel der Canucks verklungen, waren die Wild wieder in Front. Eric Staal mogelte den Puck 40 Sekunden nach dem Ausgleich aus spitzem Winkel unter Torwart Jacob Markstroms Arm hindurch.

In der 26. Minute kam Joel Erikson Ek nach einem Schuss von Jonas Brodin dank guter Arbeit von Zach Parise vor dem Tor an die freie Scheibe und erhöhte auf 3:1. Die Canucks übernahmen daraufhin das Ruder. In der 28. Minute prallte ein Schuss von Quinn Hughes in hohem Bogen über Wild-Torhüter Alex Stalock, Brandon Sutter schaltete am schnellsten und besorgte den Anschluss. Nur 84 Sekunden später traf Hughes im Powerplay von der blauen Linie zum Ausgleich. In der letzten Minute des zweiten Drittels kam dann der große Moment des Augsburgers Nico Sturm. Er brachte den Puck an der linken Bande entlang ins Drittel der Canucks und schloss, ähnlich wie Staal zuvor, aus spitzem Winkel zur erneuten Führung für Minnesota ab.

Die Wild freuten sich aber zu früh, in der 55. Minute legte Pearson von hinter dem Tor in den Slot ab, wo Bo Horvat auf der Lauer lag und die Overtime erzwang.

Wer sich auf ein vorsichtiges Abtasten und Taktieren in der Verlängerung eingestellt hatte, lag jedoch falsch. Die Canucks brauchten nur elf Sekunden, um die Serie zu entscheiden. Chris Tanev zog von der blauen Linie ab, während Stalock die Sicht versperrt war und traf zum 5:4.

Die Canucks treffen in der nächsten Runde auf das drittplatzierte Team, das am Sonntag zwischen den St. Louis Blues und den Dallas Stars ermittelt wird. Die Wild haben in der NHL Draft Lottery am Montag mit einer Wahrscheinlichkeit von 12,5 Prozent die Chance den Nummer-1-Draft zu erhalten.