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Die Senators sind mit ihrem Sieg am richtigen Weg

Durch ihren Sieg gegen die Canadiens im Scotiabank NHL100 Classic zeigt Ottawa dass sie erfolgreich spielen können

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Durch einen 3:0-Sieg über die Montreal Canadiens im Scotiabank NHL100 Classic 2017 in Lansdowne Park am Samstag verdeutlichten die Ottawa Senators, dass sie auf dem Weg der Besserung sein und die Wende in dieser Saison schaffen könnten.

Es war ihr zweiter Erfolg hintereinander und erst der dritte seit der NHL Global Series 2017 in Stockholm (3-10-2), wo sie beide Spiele gegen die Colorado Avalanche gewinnen konnten. Am Mittwoch hatten sie nach der Rückkehr von einer 15-tägigen Auswärtstour (0-6-1) gegen die New York Rangers zu Hause im Canadien Tire Centre mit 3:2 die Oberhand behalten können.

 

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"Ich finde, dass wir anders aufgetreten sind als zuvor", betonte der Torschütze zum 1:0 in der 35. Minute Stürmer Jean-Gabriel Pageau. "Wir haben einfacher gespielt und haben uns damit den Konditionen angepasst. Durch die Kälte hat sich der Puck teilweise ungewöhnlich bewegt. Wir konnten aber darauf aufbauen, wo wir gegen die Rangers aufgehört haben. Wir spielen defensiv wesentlich solider."

Minus 11 Grad Celsius zu Spielbeginn forderte alles von den Aktiven und den 33.959 Zuschauern im ausverkauften Stadion. Es war nach den Heritage Classics 2003 in Edmonton (- 18 Grad) das zweitkälteste NHL-Spiel im Freien. Trotzdem waren die Senators von der ersten Minute an heiß.

"Es wurde im Vorfeld viel darüber geredet, wie wir bisher waren und ob der Sieg gegen die Rangers einen Wende war, doch mir gefiel es, wie sich alle auf dieses Spiel fokussierten, egal, was vorher war", verdeutliche Ottawas Trainer Guy Boucher. "Wir gingen raus und haben von Beginn an unser Spiel aufgezogen, wie schon im Spiel vorher, aber heute war viel Enthusiasmus dabei."

Eine Einstellung, die seine Mannschaft, immerhin in der abgelaufenen Saison Teilnehmer im Eastern Conference Finale, lange Zeit in der bisherigen Saison vermissen ließ, weswegen sie mit nur 29 Punkten (11-13-7) nach 31 Spielen den drittletzten Platz in der Eastern Conference einnehmen. Immerhin konnten sie durch den Sieg am Samstag die Florida Panthers überholen und den Rückstand zu Montreal bei zwei weniger absolvierten Partien auf drei Zähler verkürzen.

"Wir hatten schon mehr Spiele wie heute, wo wir gut bei der Sache waren, aber wir haben sie 2:1 verloren", wiegelte Boucher Kritik zu den bisherigen Saisonleistungen ab. "Wir konnten häufig den Sieg nicht erzwingen, weil ein gegnerischer Torhüter ein paar Saves zu viel machte oder wir gute Torchancen ausgelassen haben. Wir hatten viele solche Spiele, in denen wir nicht das glücklichere Ende hatten. Es ist schwer diesen Bock umzustoßen, aber die letzten zwei Spiele waren ein guter Ansatz dazu."

Die Senators sehen sich nach einem schlechten Saisonstart in der Lage die Saison zu einem guten Ende zu führen. Doch erst die weiteren Spiele werden zeigen, ob diese Entwicklung nachhaltig ist, denn zu den Playoff-Rängen fehlen bereits zehn Punkte, wenngleich Ottawa ein, zwei oder sogar drei Partien weniger als die Konkurrenz auf dem Konto hat.

"Was mir gefällt ist die Tatsache, dass wir eine bessere Chemie in unserer Kabine verspüren", merkte Boucher an. "Wir haben Matt Duchene, der dazu kam, Bobby Ryan und andere kamen nach ihrer Verletzung zurück. Der Eindruck ist, dass die Sturmreihen und defensiven Paare jetzt besser harmonieren und wir hoffen darauf aufbauen zu können."

Bereits die nächsten drei Spiele bis Weihnachten, zunächst daheim gegen die Minnesota Wild am Dienstag und dann auswärts in Florida gegen die Tampa Bay Lightning als punktbestes Team der NHL am Donnerstag und gegen die Florida Panthers am Samstag, werden zeigen, ob es nur eine kleine Flamme oder ein Lauffeuer ist, was die Senators entfacht haben.

"Wir müssen die kommenden Aufgaben genauso angehen", lässt Stürmer Ryan keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Unterfangens aufkommen. "Wir stehen keine Frage unter Zugzwang und müssen anfangen unsere Punkte zu sammeln. Gehen wir es an!"

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