Nach vier Niederlagen am Stück und zwei von acht möglichen Punkten hang der Haussegen bei den Toronto Maple Leafs vor ihrer Heimpartie gegen die Tampa Bay Lightning schief, doch die Mannen von Trainer Sheldon Keefe waren am Montag in der Lage die Missstimmung zu beruhigen. Nach einer furiosen Aufholjagd bezwangen sie ihre Gäste aus Florida mit 6:5 nach Verlängerung und schlossen nach Punkten (6-4-2; 14 Pkt.) im Klassement der Atlantic Division mit den drittplatzierten Lightning (5-3-4) gleich.
Dabei hatte es zunächst gar nicht gut für das kanadische Traditionsteam ausgesehen. Zwar konnte sie Matthew Knies in der vierten Minute mit 1:0 in Front schießen, doch was folgte waren vier Treffer der Lightning in Folge durch Victor Hedman, Doppelpacker Nikita Kucherov und Brayden Point, so dass die Maple Leafs mit einem 1:4-Rückstand und hängenden Köpfen in die erste Pause gehen mussten.
"Nach dem ersten Drittel, dem Ärger und den Buhrufen, die uns entgegenschlugen, war es wichtig eine Reaktion zu zeigen. Ich wollte nicht, dass die Zuschauer schon schlafen gehen", schilderte Auston Matthews die Stimmung nach den ersten 20 Minuten.
Keefes Pausenpredigt verfehlte ihre Wirkung nicht und mit Auston Matthews hatten die Maple Leafs einen Mann in ihren Reihen, der das Gesagte auf dem Eis postwendend umzusetzen wusste.
"Ich glaube nicht, dass jemand in der Pause geschmollt hat. Jeder war einfach nur erpicht darauf, wieder da rauszugehen und den Leuten zu beweisen, dass sie falsch lagen, und einfach gut zu spielen, es einfach zu halten und unsere Stärken auszuspielen. Jeder hat sich heute eingebracht und jeder hat einen tollen Job gemacht", so Knies.
142 Sekunden waren im Mittelabschnitt absolviert als der Matthews erstmals zuschlug. Die Maple Leafs setzten sich im Drittel ihrer Gäste fest, die Scheibe landete über Mitchell Marner und TJ Brodie bei dem 26-jährigen Center im oberen Slot und er traf mit einem Distanzschuss durch Freund und Feind hindurch zum 2:4. Knapp 3 1/2 Minuten später nahm Matthews seinen zweiten Pfeil aus dem Köcher. Diesmal wurde er bei einem schnell vorgetragenen Angriff von Knies mustergültig bedient und hatte wenig Mühe aus kurzer Distanz Gästetorwart Jonas Johansson zu bezwingen.



















