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Senators gewinnen Spiel 3 nach Blitzstart

Mit vier Toren innerhalb von 13 Minuten legte Ottawa den Grundstein zum 5-1 Heimsieg

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Eine rotgekleidete jubelnde Menschenmenge auf den Rängen des Canadian Tire Centre von Ottawa verabschiedete stehend seine Helden in die Kabine. Die Ottawa Senators bezwangen in Spiel 3 des Eastern Conference Finales die Pittsburgh Penguins mit 5-1 Toren und liegen nun in der Serie mit 2-1 Siegen vorne.

So war es auch wenig verwunderlich, dass sich Ottawas Coach Guy Boucher mit der Vorstellung seines Teams zufrieden zeigte: "Wir haben sehr gut gespielt. Nach drei Spielen und neun Dritteln sind wir zufrieden mit unserer Leistung in acht Spielabschnitten. Nur das dritte Drittel in Pittsburgh hat uns nicht gefallen."

Die Hausherren erwischten einen Traumstart, gingen bereits nach 48 Sekunden durch einen Treffer von Mike Hoffman mit 1-0 in Führung und legten zur Mitte des Durchgangs noch drei Tore drauf. Verteidiger Marc Methot, Derick Brassard und Zack Smith bauten zwischen der elften und 13. Spielminute den Vorsprung der Senators auf 4-0 aus. Bobby Ryan war an zwei Toren der Senators mit der Vorarbeit beteiligt.

Ein Sonderlob von seinem Trainer erhielt der 29-jährige Smith, dem zur 2-0 Führung sein erstes Playofftor in diesem Jahr gelungen ist: "Er war heute Abend wirklich überragend, und wir brauchen ihn. Er spielt häufig bei uns in der vierten Reihe als Center, doch er ist definitiv eine Spieler, der zu unseren Top-3 Centern gehört."

Verteidiger Erik Karlsson bereitete Smiths erstes Playofftor in diesem Jahr mit vor. Ottawas Teamkapitän führt mit 14 Punkten (2 Tore, 12 Assists) die Scorerwertung unter den Verteidigern in den diesjährigen Stanley Cup Playoffs an. Mit seinen zwölf Playoff-Assists fehlen ihm nur noch drei Zähler zum Franchiserekord der Senators, den Dany Heatley und Jason Spezza im Jahr 2007 aufgestellt hatten.

Für Pittsburghs Schlussmann Marc-Andre Fleury, der nur fünf von vier Torschüssen, die auf seinen Kasten kamen, abwehren konnte, war die Partie nach 12:52 Minuten vorzeitig beendet. Matt Murray übernahm für die noch verbleibende Zeit den Posten im Tor der Gäste und kam damit zu seinem ersten Einsatz in den diesjährigen Stanley Cup Playoffs. Der 22-jährige Schlussmann der Penguins musste sich nur noch einmal, nach 18:18 Minuten im Mitteldrittel, durch Kyle Turris bezwingen lassen. Die Partie war mit dem Treffer zum 5-0 endgültig zugunsten der Senators gelaufen.

Den Ehrentreffer der Penguins erzielte Sidney Crosby aus einem Powerplay heraus, während Hoffman nach einer völlig unnötigen Aktion gegen Evgeni Malkin in der neutralen Zone, abseits des Spielgeschehens, wegen Beinstellens auf der Strafbank saß.

Pittsburghs Cheftrainer Mike Sullivan ließ angesichts der mangelnden Torausbeute keine Kritik an seine Stürmer aufkommen: "Es ist ja nicht so, dass wir keine Torchancen gehabt hätten. Der Endstand spiegelt nicht immer das Spielgeschehen wieder. Wir müssen nun damit leben. Das Gute an einer best-of-7 Serie ist ja, dass man antworten kann. Ich hege keine Zweifel, dass unseren Spielern das gelingen wird."  

Der Schweizer Verteidiger Mark Streit verdiente sich beim Ehrentreffer der Gäste einen Assist. Bei seinem ersten Playoffeinsatz in diesem jahr bekam Streit 15:30 Minuten Eiszeit.

Eine klasse Vorstellung lieferte Senators Schlussmann Craig Anderson ab. Er konnte 25 von Pittsburghs 26 Torschüssen abwehren.

Das vierte Aufeinandertreffen zwischen den Ottawa Senators und den Pittsburgh Penguins findet am kommenden Freitag im Canadian Tyre Center der kanadischen Hauptstadt statt (8:00 p.m. ET).

Video: Sens bezwingen nach starkem 1. in Spiel 3 Pens 5-1

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