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Trades lassen Rückschlüsse zu

Am 26. Februar endet die Wechselfrist. Im Grunde genommen gibt es drei verschiedene Arten von Deals

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Die ersten Deals sind gemacht und es werden noch weitere folgen. Eine knappe Woche verbleibt also den General Managern und sportlichen Leitern, um ihr Team passend zu verstärken und die Weichen für eine glorreiche kurzfristige oder langfristige Zukunft zu stellen.

Im Endeffekt gibt es drei Arten von Spielerwechsel, die ausgehandelt werden. Jede von ihnen verdeutlicht, welche Absichten das Franchise verfolgt.

Steigern für die anstehenden Playoffs

Wenn sich ein Klub für die kommenden Stanley Cup-Playoffs möglichst 'günstig' verstärken möchte, kann er auf etablierte Spieler zurückgreifen, deren Vertrag im Sommer ausläuft und die anschließend zu Unrestricted Free Agents werden. Ob sie anschließend für die kommende Saison weiterverpflichtet werden können, spielt hierbei eine untergeordnete Rolle.

Für einen Aktiven, dessen Kontrakt nur noch von kurzer Dauer ist, fällt zum einen häufig eine geringere Kompensationsleistung an als für einen ähnlich stark eingeschätzten Restricted Free Agent, zum anderen minimiert sich das Risiko, dessen Gehalt über Jahre hinweg weiter bezahlen zu müssen, obwohl der Neuzugang nicht die von ihm erwartete Leistung abrufen konnte. In diesem Fall würde auch der Aufwand entfallen, nach Saisonabschluss erneut einen Tauschpartner finden zu müssen.

Für ein solches Geschäft auf 'Mietbasis' kommen hauptsächlich Mannschaften in Frage, die sich ziemlich sicher sind die Playoffs zu erreichen und sich selbst als Titelaspirant betrachten oder noch im laufenden Jahr einer werden möchte. Manchmal versuchen auch Franchises, die noch knapp außerhalb der Playoff-Ränge platziert sind, sich einen der begehrten Plätze 'zu erkaufen'.


Unabhängig von der Platzierung

Auf längere Sicht kostengünstiger und sportlich vielversprechender ist der Trade von sich vermeintlich ebenbürtiger Spieler, ob Eins-gegen-Eins oder in der Summe. Die Tauschpartner einigen sich auf ein solches Geschäft, da sie sich einerseits umgehend eine Verstärkung wünschen, andererseits aber auch darauf hoffen, dass die Neuzugänge eine tragende Rolle in den kommenden Saisons einnehmen werden. 

Ist das nicht ein Widerspruch in sich - ebenbürtige Spieler und Verstärkung? Mitnichten.

Wer kennt nicht den Spruch, dass 'die Chemie stimmen muss' - in der Kabine ebenso wie auf dem Eis. Die Trainer verfolgen ein bestimmtes Spielkonzept, und um dieses möglichst perfekt umzusetzen, benötigen sie hierfür die passenden Athleten. Auch ein vermeintlicher Quertreiber kann sich bei einem anderen Team, in einer anderen Stadt pudelwohl fühlen und zu neuen Höchstleistungen fähig sein, die von ihm niemand mehr erwartet hatte.


Einen Neubeginn starten oder fortsetzen

Es ist nicht möglich von einem auf den anderen Tag, Monat oder Jahr einen komplett neuen Kader zusammenzustellen, der möglichst auch noch erfolgreich ist. Der Umbau eines Teams dauert Jahre, da er hauptsächlich über aufstrebende, junge Talente vollzogen wird. Ergänzt wird er durch Spieler, die mit ihrer Erfahrung die Mannschaft leiten und die Jungprofis an die NHL heranführen.

Doch wie sichert sich ein Franchise den vielversprechenden Nachwuchs? Hierzu werden möglichst viele Züge, am besten aus frühen Runden, bei den Drafts der kommenden Jahre benötigt. Sich aus einem großen Portfolio vielversprechender Spieler, die dann schon innerhalb der Organisation tätig sind, bedienen zu können, fördert das sportliche Weiterkommen. Um jedoch an mehr Picks zu kommen als einem in jedem Jahr zustehen, gilt es wertvolle Spieler abzugeben.

Die Entscheidung einen Neuanfang zu beginnen, treffen vor allem Mannschaften für die die Playoffs schon außer Reichweite sind oder die der Ansicht sind, dass ihr bestehender Kader seinen Leistungszenit bereits überschritten hat.

Sechs Tage sind es noch bis die NHL-Wechselfrist am Montag, den 26. Februar endet (Trading Deadline) und bis dahin sind noch einige Überraschungen zu erwarten, davon ist mit 

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