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Für Scheifele ist einfach kein Ende in Sicht

Der Center der Winnipeg Jets verbessert sich seit Jahren von Saison zu Saison und scheint damit nicht aufzuhören

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Mit ihrem 2:1 Sieg gegen die Minnesota Wild eroberten die Winnipeg Jets den zweiten Platz in der Central Division. Dabei verlässt sich das zweitjüngste Team der NHL vor allem auf den jungen Kern ihrer Offensive um Patrik Laine, Nikolaj Ehlers und Mark Scheifele. Gerade Scheifele ist dabei seit Jahren ein konstanter Faktor, der Winnipeg seit Jahren immer weiter vorantreibt. Der Kanadier verbessert sich dabei seit der Saison 2013/14 von Jahr zu Jahr.

In seiner ersten Saison, in der er zu einer nennenswerten Zahl an Einsätzen kam, erzielte er 13 Tore und 34 Punkte in 63 Spielen. Diese Leistung bestätigte er in der Folgesaison mit 15 Toren und 49 Punkten in 82 Partien. 2015/16 etablierte er sich endgültig als einer der großen Offensivspieler der Liga, als er 29 Tore und 61 Punkte machte. Vergangene Saison profitierte er auch von den jungen Nachwuchstalenten im Angriff der Jets, Laine und Ehlers, was ihm einen persönlichen Rekord von 32 Toren und 82 Punkten einbrachte.

Selbst in dieser Saison zeigt er keinerlei Anzeichen von Ermüdungserscheinungen. Die 14 Punkte aus elf Spielen der Jets haben sie mit Scheifele zu verdanken. Mit vier Treffern und acht Assists ist der 24-Jährige derzeit der zweitbeste Torschütze, beste Vorbereiter und der beste Scorer seiner Mannschaft. Sollte er seinen derzeitigen Durchschnitt von etwas mehr als einem Punkt pro Spiel halten, würde er seine bisherige Bestleistung aus der vergangenen Spielzeit erneut überbieten und damit seine konstante Entwicklung der letzten Jahre bestätigen.

Der Center hofft dabei sicherlich auch, dass seine Leistungen seinem Team erneut zu mehr Erfolg verhelfen. Seit die Jets 2011 erstmals wieder in der NHL auftraten, erreichten sie nur einmal die Playoffs. 2015 kamen sie zwar unter die besten acht Teams der Western Conference, unterlagen den Anaheim Ducks aber in der ersten Runde mit 4:0. Damals stand auch Scheifele in allen vier Partien auf dem Eis und legte dabei lediglich ein Tor auf.

Das soll diese Saison besser werden, vor allem durch die starke und junge Offensivabteilung der Jets. Neben Scheifele und Kapitän Blake Wheeler, der ebenfalls vier Tore und zwölf Punkte machte, spielt sich bisher besonders Ehlers in den Vordergrund, der schon sieben Mal traf. Laine bleibt mit vier Toren und sechs Punkten derzeit noch hinter den Erwartungen zurück.

Scheifeles größte Stärke scheint in der aktuellen Spielzeit das Powerplay zu sein. In der Überzahl erzielte er bereits zwei Tore und fünf Punkte, beinahe die Hälfte seiner gesamten Punktzahl. Seine Ausbeute wird noch beeindruckender, wenn man sie mit seiner defensiven Leistung kombiniert. Er teilte die drittmeisten Checks aus und blockte die drittmeisten Schüsse aller Stürmer seines Teams. Außerdem nahm kein Spieler der Jets so oft dem Gegner den Puck ab. Nach Ehlers hat er auch die beste Chancenverwertung, immerhin landeten 21,1 % seiner Schüsse im Tor.

Besonders in den nächsten Spielen brauchen die Jets weiterhin Scheifeles starkes Zwei-Wege-Spiel. Immerhin geht es in den nächsten vier Partien zwei Mal gegen die Dallas Stars, die in der Central Division direkt hinter den Jets liegen und außerdem gegen die bisher überraschend starken Vegas Golden Knights. Keine leichten Aufgaben also.

Doch wenn Scheifele für eine Qualität steht, dann für konstante Weiterentwicklung und Verbesserung. Vergangene Saison lag er bereits auf Rang sieben der ligaweiten Scorerliste. Bleibt er seiner steten Steigerung treu, könnte er diese Saison sogar die absolute Spitze der Liga angreifen.

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