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Sharks eine Macht im Haifischbecken

San Jose glänzt mit Heimstärke und viel Tiefe im Kader

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de

Die San Jose Sharks haben ihre Stärke am Sonntagabend (Ortszeit) mit einem 5:2-Sieg gegen die Chicago Blackhawks eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Nord-Kalifornier sind vor allem im heimischen SAP Center kaum zu schlagen und profitierten einmal mehr von ihrer unglaublichen Tiefe im Kader. Genau diese zwei Faktoren könnten in den Stanley Cup Playoffs eine entscheidende Rolle spielen.

Heimsieg dank "Playoff-Einstellung"

Die Vorzeichen vor dem Heimspiel gegen die Blackhawks waren eher schlecht: Mit Power Forward Evander Kane (unbekannte Verletzung) und Offensivverteidiger Erik Karlsson (Leistenverletzung, zwölf der letzten 17 Spiele verpasst) meldeten sich zwei Schlüsselspieler ab. Norris-Trophy-Kandidat Brent Burns spielte angeschlagen mit einer Erkältung.

Trotzdem schafften es die Sharks, den zweitbesten NHL-Scorer Patrick Kane kaltzustellen und sicherten sich dank eines starken dritten Drittels die volle Punkteausbeute. Auf die Tore von Tomas Hertl (13.) und Timo Meier (22.) hatten die Blackhawks noch durch Dylan Strome (20.) und Erik Gustafsson (27.) antworten können. Danach war San Jose nicht mehr zu halten: Marcus Sorensen (45.) und ein Doppelpack von Melker Karlsson (49., 58.) tüteten den Heimsieg ein.

Video: CHI@SJS: Sorensen bringt die Sharks im 3. in Führung

Viel Tiefe und Secondary Scoring

"Je länger das Spiel gedauert hat, desto besser sind wir geworden. Im dritten Drittel waren wir dann am besten. Die Jungs sind aus der Kabine gekommen und haben richtig gut gespielt", lobte Kapitän Joe Pavelski. "Wir wollen mit dieser Playoff-Einstellung spielen. Das entscheidet Spiele im dritten Drittel, wir haben nichts zugelassen", pflichtete der Schweizer Meier bei. "Das war ein wichtiger Sieg für uns", bilanzierte auch Trainer Peter DeBoer, der sich vor allem für seine vierte Sturmreihe freute, die mit Karlsson (zwei Tore), Michael Haley (zwei Assists) und Barclay Goodrow (ein Assist) auf fünf Scorerpunkte kam. "Hoffentlich können sie darauf aufbauen und es in jedem Spiel wiederholen", so DeBoer.

Diese enorme Tiefe ist es auch, die San Jose über die zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle in dieser Saison hinweghalfen: Die Sharks haben zwölf Spieler (!) mit mehr als zehn Saison-Toren und elf Akteure (!) mit über 30 Scorerpunkten. Eine derartige Breite sucht man bei den anderen 30 NHL-Teams vergebens. Genau dieses Secondary Scoring könnte ein wichtiger Faktor für die Playoffs sein.

 

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Heimstark im Haifischbecken

Die Sharks aber stellten nicht nur ihre Tiefe unter Beweis, sondern auch einmal mehr ihre Heimstärke: Mit einer Bilanz von 21-5-5 auf heimischem Eis zählt San Jose zu den vier besten Heim-Teams der NHL. Nur die Tampa Bay Lightning (27-5-2), Boston Bruins (24-7-3) und Winnipeg Jets (22-8-4) landeten mehr Siege vor eigenem Publikum. 

Vor jedem Spiel werden in San Jose bei der Einlaufzeremonie schwimmende Haie auf das Eis der Arena projiziert. Das Haifischbecken, wie die Fans die Spielstätte auch deswegen liebevoll nennen, ist eine echte Festung. "Wir waren das ganze Jahr zu Hause gut. Unser Anspruch ist, alle Heimspiele zu gewinnen", betonte DeBoer sehr selbstbewusst.

Video: VAN@SJS: Meier haut Karlssons Pass im Powerplay rein

Jagd auf Calgary für den Heimvorteil in den Playoffs

Auch im Hinblick auf die Playoffs könnte die Heimstärke eine entscheidende Rolle spielen, denn die nach der Hauptrunde besser platzierte Mannschaft hat in der Endrunde ein Heimspiel mehr. Durch das 5:2 gegen Chicago sind die Sharks wieder näher an die Tabellenspitze der Pacific Division und der Western Conference herangerückt. Als Zweiter (39-19-8) beträgt der Rückstand nur noch drei Punkte auf die Calgary Flames (41-17-7).

Sicher zu Gute kommen dürfte den Nord-Kaliforniern im Endspurt, dass zehn der 16 verbleibenden Spiele der regulären Saison im SAP Center ausgetragen werden. Als nächstes sind die Montreal Canadiens (8. März, 4.30 Uhr MEZ) und danach die St. Louis Blues (9. März, 22 Uhr MEZ) im Haifischbecken zu Gast. Dann soll der Abstand auf den ersten Platz weiter verringert oder sogar geschlossen werden.

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