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Nach einer spannenden und ereignisreichen NHL-Saison 2025/26 gilt es Bilanz zu ziehen. NHL.com/de wirft über die kommenden Tage einen Blick auf die aktuellen Spitzenspieler auf jeder Position. Grundlage dafür ist die offizielle Positionsangabe in den Statistiken von NHL.com, selbst wenn ein Spieler in der abgelaufenen Saison anders eingesetzt wurde.

In der heutigen Ausgabe: Die zehn besten Abwehrpaare.

Cale Makar & Devon Toews (Colorado Avalanche)

Die Colorado Avalanche haben das vermutlich beste Abwehrpaar der NHL. Cale Makar wird weithin als der beste Verteidiger angesehen und er hat in Devon Toews einen Partner, der seine eigene Qualität hat. Toews übernimmt mehr Verantwortung in der Defensive und gibt Makar dadurch den nötigen Freiraum, um sein Potenzial in der Offensive voll auszuspielen.

Toews erzielte nur 24 Punkte (drei Tore, 21 Assists), kam aber auf eine Plus-Minus-Bilanz von +37, der sechstbeste Wert unter allen Verteidigern der NHL. Makar war mit 79 Punkten (20 Tore, 59 Assists) der drittbeste Abwehrspieler.

MIN@COL, Sp 1: Makar markiert seinen zweiten Treffer im Spiel

Quinn Hughes & Brock Faber (Minnesota Wild)

In der Statistik stehen Quinn Hughes und Brock Faber nicht ganz so gut da, wie man vermuten würde. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass Hughes erst am 12. Dezember von den Vancouver Canucks zu den Minnesota Wild wechselte. Mit den beiden elitären Verteidigern haben die Wild ein Paar, das das Spiel komplett dominieren kann und sowohl in der Abwehr, als auch im Angriff ein Alptraum für den Gegner ist.

Hughes ist einer der besten Offensivverteidiger der Welt, während der 23-jährige Faber sich über seine ersten drei Jahre in der NHL zu einem erstklassigen Zwei-Wege-Verteidiger entwickelte. Er kam auf 51 Punkte (15 Tore, 36 Assists), obwohl er neben Hughes oft die defensivere Rolle übernehmen muss. Der Neuzugang aus Vancouver war mit 76 Punkten (sieben Tore, 69 Assists) auf Platz fünf der Scorerliste.

J.J. Moser & Darren Raddysh (Tampa Bay Lightning)

Ein Traumpaar mit Schweizer Beteiligung hatten die Tampa Bay Lightning. Darren Raddysh war als Offensivverteidiger der Shootingstar der Saison. An seiner Seite sorgte der Bieler J.J. Moser für Stabilität und Sicherheit.

Raddysh lag mit 70 Punkten (22 Tore, 48 Assists) auf Rang sieben unter den Verteidigern der NHL und war der drittbeste Torjäger. Moser hatte 29 Punkte (sieben Tore, 22 Assists) und eine Plus-Minus-Bilanz von +41 (Platz fünf).

MTL@TBL, GM 2: Mosers erstes Playoff-Tor ist ein Laser für den OT-Winner

Miro Heiskanen & Esa Lindell (Dallas Stars)

Eines der unangenehmsten Abwehrpaare für den Gegner stand bei den Dallas Stars auf dem Eis. Sie brachten mit Miro Heiskanen und Esa Lindell gleich zwei Finnen aufs Eis, gegen die kein Stürmer gerne antritt.

Heiskanen war mit 63 Punkten (neun Tore, 54 Assists) der neuntbeste Verteidiger, Lindell kam auf 32 Zähler (sechs Tore, 26 Assists). Gemeinsam blockten sie ganze 311 Schüsse und verzeichneten 69 Puckeroberungen.

Moritz Seider & Simon Edvinsson (Detroit Red Wings)

Besonders unbeliebt waren unter den Stürmern der Liga auch Moritz Seider und Simon Edvinsson. Mit 1,88 Metern und 95 Kilogramm ist Seider noch der „kleine Bruder“ in diesem Abwehrpaar, denn Edvinsson bringt es auf 1,98 Meter und 100 Kilogramm. Beide scheuen sich nicht davor, ihr Gewicht auch mit körperbetontem Abwehrverhalten einzusetzen, während sie in der Offensive ebenfalls nicht ungefährlich sind.

Seider landete bei der Wahl zur Norris Trophy für den besten Verteidiger der Saison auf Rang fünf, nachdem er mit 60 Punkten, zehn Toren und 50 Assists persönliche Rekorde in allen Bereichen aufgestellt hatte. Edvinsson kam auf 25 Punkte (neun Tore, 16 Assists). Sie überboten Heiskanen und Lindell sogar noch mit 322 geblockten Schüssen.

Schau dir Moritz Seiders schönste Tore der regulären Saison an

Lane Hutson & Jayden Struble (Montreal Canadiens)

Lane Hutson könnte in der Rangliste wohl weiter oben stehen, wenn er denn, wie andere Spitzenverteidiger, einen festen Partner gehabt hätte, der auch mit ihm mithalten kann. Seine Mitspieler an der blauen Linie wechselten aber mehrmals. Die meiste Zeit verbrachte Jayden Struble mit ihm, allerdings kamen auch Noah Dobson und Alexandre Carrier auf einige Eiszeit mit ihm.

Mit Struble und Hutson brachten die Canadiens die klassische Paarung eines Defensivspezialisten mit einem Offensivverteidiger aufs Eis. Struble gelangen in 59 Spielen nur zwölf Punkte (zwei Tore, zehn Assists). Der Angriff war allerdings auch nicht seine Aufgabe, er sicherte hinten ab, während Hutson sich vorne austoben konnte. Dieser brachte es auf ganze 78 Punkte (zwölf Tore, 66 Assists).

Evan Bouchard & Mattias Ekholm (Edmonton Oilers)

Offensivspezialist Evan Bouchard und Veteran Mattias Ekholm trugen von der blauen Linie gewaltig dazu bei, dass die Edmonton Oilers die Stanley Cup Playoffs erreichten. Ihre defensive Bilanz ist keine Glanzleistung, doch sie sorgten für mehr Chancen, als beinahe jedes andere Abwehrpaar.

Bouchard war in der abgelaufenen Saison der Topscorer unter den Verteidigern der Liga und sammelte beeindruckende 95 Punkte (21 Tore, 74 Assists), während Ekholm als der verantwortungsbewusstere und defensivere Partner immerhin noch auf 41 Zähler (sechs Tore, 35 Assists) kam.

EDM@VGK: Bouchard sichert den Sieg in der Overtime

Rasmus Dahlin & Mattias Samuelsson (Buffalo Sabres)

Dass Rasmus Dahlin einer der besten Verteidiger der NHL ist, ist längst bekannt. Sein Kollege Mattias Samuelsson hatte aber eine unerwartet starke Saison, die weithin unterschätzt wird.

Während Samuelsson zuvor nie mehr als 14 Punkte erzielt hatte, explodierten seine Leistungen in der abgelaufenen Spielzeit mit 41 Zählern (13 Tore, 28 Assists). Mit einer Plus-Minus-Bilanz von +41 stand er außerdem auf Rang vier der Liga. Ein solcher Partner an der Seite von Dahlin, der mit 74 Punkten (19 Tore, 55 Assists) der sechstbeste Abwehrspieler war, sorgte dafür, dass die Sabres eins der besten Verteidigerpaare der Liga hatten.

Erik Karlsson & Parker Wotherspoon, (Pittsburgh Penguins)

Etwas unvorhergesehen schaffen es Erik Karlsson und Parker Wotherspoon ins Ranking. Unter Trainer Dan Muse schien der 36-jährige Karlsson plötzlich wieder um einige Jahre jünger zu werden und fuhr seine Produktion in der Offensive gegenüber den vergangenen beiden Jahren wieder deutlich nach oben. Da Karlsson nicht gerade für seine Sicherheit in der Abwehr bekannt ist, hatte er mit dem unauffälligen, aber zuverlässigen Wotherspoon den richtigen Partner.

Karlsson erzielte 66 Punkte (15 Tore, 51 Assists), der viertbeste Wert seiner langen Karriere. Wotherspoon kam immerhin noch auf 30 Punkte (drei Tore, 27 Assists), mit Abstand ein persönlicher Rekord.

Karlsson Crosby Wotherspoon

Zach Werenski & Damon Severson (Columbus Blue Jackets)

Natürlich darf der Gewinner der Norris Trophy nicht fehlen. Zach Werenski wurde am Ende der Saison zum besten Verteidiger der NHL gewählt. Ähnlich wie Hutson könnte er früher in der Liste auftauchen, hatte aber keinen bleibenden Partner, der ein ausreichendes Niveau liefern konnte. Am häufigsten spielte er aber mit Damon Severson.

Die wechselnden Partner waren vermutlich auch ein Grund dafür, dass Werenski die Norris Trophy gewann, denn so wurde deutlicher, wie gut er ohne die Unterstützung eines Brock Faber, J.J. Moser oder Devon Toews ist. Mit 81 Punkten (22 Tore, 59 Assists) war er hinter Bouchard der zweitbeste Scorer. Severson sammelte 32 Zähler (acht Tore, 24 Assists).

Im weiteren Kreis: Josh Morrissey & Dylan DeMelo (Winnipeg Jets), Matthew Schaefer & Ryan Pulock (New York Islanders), Shea Theodore & Brayden McNabb (Vegas Golden Knights), Jake Sanderson & Artem Zub (Ottawa Senators), Charlie McAvoy & Nikita Zadorov (Boston Bruins)

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