Marco Sturm ist am Dienstag eine der größten Ehrungen in der Bundesrepublik Deutschland zuteilgeworden. Im Bayerischen Innenministerium in München erhielt dem aktuellen Trainer der Boston Bruins das Bundesverdienstkreuz am Bande.
„Es ist eine unglaubliche Auszeichnung“, strahlte Sturm nach der feierlichen Zeremonie im exklusiven Interview mit NHL.com/de. „Es ist mal was ganz anderes, weg von der Kabine, weg vom Eis, weil eben doch mehr dazu gehört. Das macht mich natürlich mächtig stolz, und ich bin sehr dankbar für diesen Orden.“
Erfolg als Sportler und soziales Engagement
Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande vollzog Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der Sturm in seiner Rede einen „außergewöhnlichen und erfolgreichen Botschafter für den deutschen Sport“ nannte und diesen direkt ansprach: „Durch Ihre sportlichen Triumphe als Eishockeyspieler und -trainer, Ihre wegweisende Arbeit als Bundestrainer, maßgeblich aber durch Ihr unermüdliches humanitäres Engagement haben sie sich außerordentlich für die Bundesrepublik Deutschland verdient gemacht. Dieses Engagement verdient Dank, Respekt und höchste Anerkennung.“
Seit 2004 engagiert sich der 47-jährige Dingolfinger mit der nach ihm benannten Marco-Sturm-Stiftung für krebskranke Kinder und deren Familien ein. Nicht ohne einen tragischen Hintergrund in der eigenen Familie, denn seine Mutter erlag einem Krebsleiden. „Es bedeutet mir sehr viel“, betont Sturm. „Mein Wunsch war immer: Wenn ich die Möglichkeit habe, dann würde ich das gerne machen.“
„Bereits seit vielen Jahren setzen Sie sich selbstlos und unermüdlich für Ihre Mitmenschen ein. Die Würdigung Ihres Engagements ist mir ein großes Anliegen, denn es trägt neben Ihren großen sportlichen Leistungen auch entscheidend in sozialer Hinsicht zum Funktionieren unseres Gemeinwesens bei“, so Herrmann in seiner Laudatio.
„Ein Privileg für das deutsches Eishockey“
Unter den geladenen Gästen war Sturms komplette Familie. „Ich habe heute gefühlt eine ganze Eishockeymannschaft dabei“, scherzte Sturm in seiner Rede und sorgte für viele Lacher: „Meine ganze Familie ist da. Als Trainer und Mannschaftssportler habe ich gelernt: Es geht nur mit Teamgeist. Jeder, der in unsere Kabine kommt, sieht das sofort an der Wand. Vielen Dank an die Personen, die mich unterstützen und mir immer helfen.“





















