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Nach einer spannenden und ereignisreichen NHL-Saison 2025/26 gilt es, Bilanz zu ziehen. NHL.com/de wirft über die kommenden Tage einen Blick auf die aktuellen Spitzenspieler auf jeder Position. Grundlage dafür ist die offizielle Positionsangabe in den Statistiken von NHL.com, selbst wenn ein Spieler in der abgelaufenen Saison anders eingesetzt wurde.

In der heutigen Ausgabe: Die zehn besten Sturmreihen

Artturi Lehkonen – Nathan MacKinnon – Martin Necas (Colorado Avalanche)

Die Colorado Avalanche ohne Nathan MacKinnon – das kann man sich im Moment nur sehr schwierig vorstellen. Der Superstar ist Dreh- und Angelpunkt des Teams und somit auch Anführer der ersten Sturmreihe. MacKinnon ist der Typ Spieler, der seine Nebenleute besser macht. Dank seiner Schnelligkeit bringt er entweder sie oder sich in sehr gute Schusspositionen. Er bindet Verteidiger und schafft so Freiräume für seine Mitspieler. Der Kanadier kann sowohl in die Rolle des Torjägers als auch in die des Vorbereiters schlüpfen. In der vergangenen Saison knackte er zum zweiten Mal in seiner Karriere die Marke von 50 Toren in einer Saison (53-74-127).

So ein Spieler braucht perfekte Abnehmer. Martin Necas ist einer davon. Dank ihm trauert in Denver niemand mehr Mikko Rantanen nach. Wer am Anfang Zweifel hatte, ob der Tscheche den Finnen würde gleichwertig ersetzen können, war alsbald beruhigt. Das Zusammenspiel, vor allem mit MacKinnon, klappt nahezu reibungslos. In der vergangenen Saison erreichte Necas zum ersten Mal in seiner Karriere die Marke von 100 Scorerpunkten (38-62-100). Die perfekte Ergänzung zu den beiden ist Artturi Lehkonen. Der Finne ist ein sehr guter Zwei-Wege-Stürmer und bringt das physische Element in die Top-Reihe der Avalanche. In der vergangenen Spielzeit traf er 21-mal und bereitete 27 Tore vor. Sein Karrierehöhepunkt bisher: Er schoss das Cup Winning Goal im Finale 2022 gegen die Tampa Bay Lightning.

MIN@COL, Sp 2: Necas bringt Avalanche früh in Front

Nikolaj Ehlers – Sebastian Aho – Andrei Svechnikov (Carolina Hurricanes)

In dieser Liste darf eine Reihe des Stanley Cup Siegers selbstverständlich nicht fehlen. Angeführt wird diese Formation von Sebastian Aho. Den Zwei-Wege-Center zeichnet eine hohe Spielintelligenz aus. Fünf Tore und sieben Vorlagen steuerte er in den Playoffs auf dem Weg zum Titel bei. In der regulären Saison kam er auf 27-53-80. Aho ist erst der fünfte Spieler in der NHL-Geschichte mit acht Spielzeiten in Folge, in denen er jeweils mindestens zehn Scorerpunkte in den Playoffs hatte. Damit zog er mit Brad Marchand und Bernie Geoffrion gleich. Vor dem Trio liegen nur Wayne Gretzky (elf) und Mark Messier (zehn). Er ist außerdem erst der vierte Finne mit zehn Spielzeiten in der NHL, in denen ihm wenigstens jeweils 20 Tore gelangen. Teemu Selanne (17), Jari Kurri (13) und Aleksander Barkov (10) kommen auf ähnliche Werte.

Ahos Nebenleute kommen ebenfalls aus Europa. Links hat er mit dem Dänen Nikolaj Ehlers einen Spieler, der schnell ist, gut umschalten kann und eine gute Übersicht hat. In den Playoffs brachte er es auf acht Tore und zehn Vorlagen. Andrei Svechnikov sorgt auf dem rechten Flügel für Gefahr und zeichnet gerne für die spektakulären Momente verantwortlich. Der Russe ist sehr aggressiv auf dem Eis und schirmt die Scheibe gut ab. In der regulären Saison stellte er 2025/26 mit 31-39-70 eine persönliche Bestleistung auf, was Tore und Scorerpunkte angeht. Bei den Vorlagen egalisierte er seine Bestmarke. In den Playoffs kamen noch mal sechs Tore und fünf Vorlagen dazu. Das Trio war einer der Garanten dafür, dass es für Carolina so exzellent lief.

VGK@CAR: Aho erzielt sein erstes Tor im Stanley Cup Finale

Kyle Connor – Mark Scheifele – Gabriel Vilardi (Winnipeg Jets)

Wenn es um die Winnipeg Jets geht, kommt man schnell auf Ausnahmetorwart Connor Hellebuyck. Ein anderer Grund, warum es in den letzten Jahren oft Spaß gemacht hat, die Spiele der Jets zu schauen, war die Reihe mit Kyle Connor, Mark Scheifele und Gabriel Vilardi. Connor hat in den beiden vergangenen Saisons jeweils die Marke von 90 Scorerpunkten geknackt. 2025/26 kam er auf 39-53-92. Seine Geschwindigkeit und sein starker Schuss machen ihn so gefährlich.

Auf dem rechten Flügel hat Gabriel Vilardi mit 26 Jahren seine beste Zeit aller Voraussicht nach noch vor sich. Mit 30-39-69 stellte er in allen drei Kategorien jeweils eine persönliche Bestmarke auf eine Saison gesehen auf. Das deutet schon an, was in der Zukunft noch alles von ihm zu erwarten ist.

In der Mitte haben die beiden Flügelstürmer mit Mark Scheifele einen Center, der eine Partie sehr gut lesen kann und einen sehr präzisen Schuss hat. In der Spielzeit 2025/26 knackte er mit 36-67-103 zum ersten Mal in seiner Karriere in einer Saison die 100 Punkte. Scheifele ist immer für 30 bis 40 Tore gut und mit 907 Punkten bereits der beste Scorer in der Geschichte der Franchise Atlanta Thrashers/Winnipeg Jets.

WPG@FLA: Scheifele bringt die Jets spät in Führung

Jake Guentzel – Brayden Point – Nikita Kucherov (Tampa Bay Lightning)

Keine Bestenliste in diesen Tagen ohne Nikita Kucherov. Der Russe hat sich in den vergangenen Jahren als einer der besten Scorer in der Liga etabliert. Sechsmal hat er schon mindestens 100 Scorerpunkte in einer Saison gesammelt, in der vergangenen Spielzeit waren es 130 (44-86-130). Zweimal hat er bereits den Stanley Cup mit den Lightning gewonnen, dreimal wurde er mit der Art Ross Trophy ausgezeichnet, zweimal mit der Hart Memorial Trophy und zweimal mit dem Ted Lindsay Award.

TBL@BUF: Kucherov verwertet Guentzels Vorlage zum Ausgleich im Powerplay

Ganz so viel Gefahr wie Kucherov auf dem rechten Flügel verbreitet Jake Guentzel auf Linksaußen nicht. Doch auch Guentzel ist schon Meister gewesen – 2017 mit den Pittsburgh Penguins. Auch er sammelt fleißig Scorerpunkte. In der vergangenen Spielzeit stellte er persönliche Bestleistungen in Sachen Vorbereitungen und Scorerpunkte auf (38-50-88). Als Center dieser Linie fungiert in der Regel Brayden Point. Verletzungsbedingt kam der gute Schlittschuhläufer vergangenen Saison nur auf 63 Spiele (18-32-50). Sein wahres Potenzial liegt aber eher bei der Leistung aus der Spielzeit 2022/23 mit 95 Scorerpunkten. 

Ryan Nugent-Hopkins – Connor McDavid – Zach Hyman (Edmonton Oilers)

Jede Reihe mit Connor McDavid verdient es wohl, in einer Bestenliste aufgeführt zu werden. Für den Ausnahmekönner der Edmonton Oilers sind 120 bis 130 Scorerpunkte pro Saison Normalität. Er ist schnell, ein guter Stickhandler, hat das Gespür für sich entwickelnde Situationen und hat dabei immer den Blick für den Nebenmann, er ist dazu selbst auch exzellenter Scorer. Vergangene Saison kam er auf 48-90-138. Sechsmal gewann er schon die Art Ross Trophy, einmal die Conn Smythe Trophy, dreimal die Hart Trophy, einmal die Maurice „Rocket“ Richard Trophy und fünfmal den Ted Lindsay Award. Mit 1220 Scorerpunkten dauert es wohl nicht mehr lange, bis er Wayne Gretzky (1669) als erfolgreichsten Punktesammler in der Historie der Oilers ablöst.

NSH@EDM: McDavid erzielt drei schöne Tore für seinen 14. NHL-Hattrick

Flankiert wurde er in der vergangenen Saison in der Regel von Ryan Nugent-Hopkins und Zach Hyman. Nugent-Hopkins kann sowohl Center als auch auf dem Flügel spielen. Über 1000 Spiele hat er mittlerweile auf dem Buckel. Und auch wenn seine Glanzzeiten vielleicht vorbei sind, so ist er immer noch für 20 Tore und 60 Punkte gut. Hyman ist ein unermüdlicher Arbeiter mit Torriecher. 54-mal knipste er 2023/24. In der vergangenen Saison kam er in nur 58 Spielen auf 31-21-52.

Carter Verhaeghe – Aleksander Barkov – Sam Reinhart (Florida Panthers)

Auch dank der beiden Gewinne des Stanley Cups haben sich die Florida Panthers in der Eastern Conference als Schwergewicht etabliert. Angeführt wird die Paradereihe von Aleksander Barkov. Als einer der defensivstärksten Stürmer der NHL hat der Finne bereits dreimal die Selke Trophy gewonnen. Dazu kamen noch eine King Clancy Trophy und eine Lady Byng Trophy. Barkov war bei den beiden Titelgewinnen jeweils der Kapitän der Panthers. Auch wenn er starke Qualitäten in der Rückwärtsbewegung hat, so weiß er doch auch, wo das gegnerische Tor steht. Barkov ist mit 782 Punkten bester Scorer der Franchisegeschichte.

TOR@FLA, Gm3: Barkov gleitet zum beeindruckenden Tor

Auf Linksaußen hat Barkov mit Carter Verhaeghe einen dreifachen Cup-Sieger (einmal mit den Lightning, zweimal mit den Panthers). Verhaeghe brilliert vor allem in Situationen mit viel Druck. Auf Rechtsaußen kommt mit Sam Reinhart ein vielseitig einsetzbarer Spieler und guter Scorer hinzu.

Jason Robertson – Roope Hintz – Mikko Rantanen (Dallas Stars)

In den vergangenen Jahren haben die Dallas Stars immer wieder die Hand gehoben, wenn man nach einem der Favoriten gefragt hat, der die Western Conference im Stanley Cup Finale vertreten könnte. Zum großen Wurf, dem zweiten Titelgewinn in der Franchisegeschichte, hat es aber noch nicht gereicht.

Dass die Stars in der vergangenen Saison ein harter Gegner waren, lag auch an der Formation um Roope Hintz. Der Finne kombiniert in seinem großen Körper eine Mischung aus Geschwindigkeit und gutem Scoring. Vergangene Saison kam er verletzungsbedingt in nur 53 Spielen auf 15-29-44. Ist er gesund, ist er ein beständiger Kandidat für 30 Tore und 70 Punkte. Der Archetyp eines Power Forwards ist Hintz‘ Landsmann Mikko Rantanen. Der Stanley Cup Sieger 2022 mit Colorado brachte es vergangene Saison ebenfalls wegen Verletzungen nur auf 22 Tore und 55 Vorlagen. Komplettiert wird das Trio von Jason Robertson. Er verbuchte zuletzt 45 Treffer und 51 Assists (96 Punkte).

DAL@CAR: Rantanen zieht zum Tor und vollendet mit einem Rückhandschuss

Pavel Dorofeyev – Jack Eichel – Mitch Marner (Vegas Golden Knights) 

Wer es bis ins Finale um den Stanley Cup schafft, braucht wenigstens eine sehr gute Sturmreihe. Bei den Vegas Golden Knights war das die Formation mit Center Jack Eichel, Linksaußen Pavel Dorofeyev und Rechtsaußen Mitch Marner. Dorofeyev hat in der abgelaufenen Spielzeit damit begonnen, sein Potenzial richtig auszuschöpfen und sich einen Ruf als erstklassiger Torjäger zu erwerben. 37 Tore und 27 Vorlagen gelangen ihm.

Marner ist nach seinem Wechsel von den Toronto Maple Leafs nach Nevada mit 80 Punkten (24-56-80) rund 20 Zähler hinter seiner Leistung aus 2024/25 bei den Maple Leafs geblieben. Doch auch sein Potenzial ist unbestritten. Mit 90 Scorerpunkten (27-63-90) hat Center Jack Eichel 25/26 seine persönliche Bestleistung lediglich um vier Zähler verfehlt. Der exzellente Antreiber bringt viel Geschwindigkeit mit, hat aber leider immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. In der nächsten Saison wird es die Formation so nicht mehr geben. Dorofeyev versucht sein Glück jetzt bei den New York Rangers.

PIT@VGK: Marner gelingt ein spektakulärer Treffer

Rickard Rakell – Sidney Crosby – Bryan Rust (Pittsburgh Penguins)

Alter schützt vor guter Leistung nicht – das hat diese Reihe in der vergangenen Saison bewiesen. Die Verdienste von Sidney Crosby sind unbestritten. Schon jetzt ist der 38-Jährige der beste Scorer der Franchisegeschichte mit 1761 Punkten. Mit 74 Punkten (29-45-74) in 68 Spielen hat er jüngst bewiesen, dass er es immer noch draufhat und die Lust auf seinen Sport ungebrochen ist. Dreimal gewann er schon den Stanley Cup, jeweils zweimal die Art Ross Trophy, die Conn Smythe Trophy, die Hart Trophy und die Maurice „Rocket“ Richard Trophy, einmal gab’s den Mark Messier Leadership Award und dreimal den Ted Lindsay Award.

Von Crosbys zweitem Frühling haben auch die Nebenleute profitiert. Linksaußen Rickard Rakell (33) kam in 60 Spielen auf 24 Tore und ebenso viele Vorlagen. Auf Rechtsaußen hat Bryan Rust (34) mit 29 Toren und 36 Vorlagen einmal mehr die gute Chemie mit Crosby unter Beweis gestellt.

FLA@PIT: Crosby schießt ein wunderschönes Tor

Matthew Knies – Auston Matthews – William Nylander (Toronto Maple Leafs)

Die Erwartungen sind in Toronto seit jeher höher als an anderen Standorten. Erst recht, seit die Maple Leafs mit Auston Matthews einen absoluten Superstar in ihren Reihen haben. Calder Trophy, Hart Trophy, Ted Lindsay Award und dreimal die Maurice „Rocket“ Richard Trophy sagen schon alles über sein Potenzial. Matthews ist jetzt schon auf Platz vier der Liste der erfolgreichsten Scorer der Maple Leafs. Er ist nach wie vor der erste Spieler in der modernen Ära der NHL, dem in seinem ersten Spiel vier Tore gelangen. Zweimal hat er schon 60 Tore oder mehr in einer Saison geschossen.

Matthew Knies bringt auf Linksaußen das körperliche Element in die Sturmreihe. Er ist sehr gut in den Zweikämpfen an der Bande und schwer vor dem Tor unter Kontrolle zu bringen. Bisher hat er in jeder vollen NHL-Saison seine Produktion gesteigert. In der vergangenen Spielzeit waren es 23 Tore und 43 Vorlagen. Auf Rechtsaußen hat Matthews mit William Nylander einen exzellenten Schlittschuhläufer, der durch seine dynamische Spielweise besticht. Wenn er gesund ist, ist er für 40 bis 45 Tore pro Saison gut.

FLA@TOR: Matthews trifft nach starker Vorarbeit von Knies

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