NSH@CHI: Josi bricht Punkterekord der Predators

Nun ist er der effektivste Predators-Spieler aller Zeiten. Roman Josi von den Nashville Predators erzielte am Mittwoch gegen die Chicago Blackhawks den Siegtreffer zum zwischenzeitlichen 3:2 (Endstand 4:2) und verbuchte dadurch seinen 567. Scorerpunkt. Nie zuvor hat ein Spieler der Predators so oft gepunktet. "Es ist definitiv eine große Ehre, so lange hier zu sein", sagte Josi, der vor gut elf Jahren, genauer gesagt am 26. November 2011, für die Predators debütierte. Er befindet sich nun bereits in seiner 12. Saison für dieses Franchise. "Das ist etwas, wovon ich natürlich nie zu träumen gewagt habe, als ich in der NHL begann. Es gab einfach so viele Leute, die mir viel Vertrauen entgegengebracht haben. Es gab so viele Menschen, für die ich dankbar bin, und auch viele Teamkollegen und Mitarbeiter, die schon so lange hier sind."

Als Josi vor dem Spiel gegen die Blackhawks das Eis betrat, befand er sich in der Predators-Historie einen Scorerpunkt hinter dem Rekordhalter David Legwand mit 566 Scorer-Punkten. Diesen Rekord stellte Josi ein, als er in der 42. Minute elegant aus kurzer Distanz traf. Fünf Minuten später bereitete er im Powerplay das 4:2 für Thomas Novak vor, sodass er nun alleiniger Rekordhalter ist. Überhaupt ist der Schweizer erst der zweite Verteidiger in der NHL, der einen Franchise-Rekord für die meisten erzielten Punkte aufstellt. Dies gelang ansonsten lediglich Ray Bourque, der mit 1506 Punkten der Rekordhalter der Boston Bruins ist.
"Was für eine großartige Leistung von Roman", lobt Trainer John Hynes. "Dieses Franchise hatte so viele wirklich gute, erfolgreiche Spieler. Ich denke, das spricht Bände, nicht nur über sein Talent, sondern auch über seine Langlebigkeit und was er für die Organisation bedeutet." Der Übungsleiter sei glücklich, "die Möglichkeit zu haben, ihn zu coachen und jeden Tag mit ihm zu arbeiten. Ich würde sagen, der Rekord ist nicht überraschend. Er ist so ein talentierter Typ, der motiviert und engagiert ist. Die Konstanz, mit der er spielt, ist sicherlich außergewöhnlich. Du wirst nicht so viel erreichen und so viel Anerkennung bekommen, wenn du kein hochtalentierter Spieler bist, der wirklich motiviert ist. Und genau das ist er." Auch sein Mitspieler Novak lobte Josi in den höchsten Tönen: "Was für eine Leistung von ihm. Er ist einfach ein herausragender Spieler."

Der Sieg gegen die Blackhawks, zu dem auch der Schweizer Nino Niederreiter und Matt Duchene jeweils ein Tor beitrugen, war nicht nur wegen des Rekords von Josi wichtig. Es war möglicherweise auch ein Fingerzeig dafür, dass die Predators ihre schwierige Phase hinter sich gelassen haben. Zwischen dem 8. und dem 17. Dezember, hatte Nashville sechs Spiele in Folge verloren und nur in zwei davon gepunktet. Das war für dieses Team die längste Misere der laufenden Saison. Nachdem sie am Montag mit dem 4:3-Overtime-Sieg gegen die Edmonton Oilers den Negativlauf durchbrochen hatten, gewannen sie nun gegen Chicago das zweite Spiel in Folge.
"Ich denke, wenn du eine etwas härtere Phase durchmachst, ist es das Wichtigste, dass du arbeitest, um besser zu werden und zu einer Identität zurückzukehren, die dir eine Chance gibt, zu gewinnen", erklärt der Trainer. "Ich denke, das haben wir geschafft. Ich denke, wir spielen ein schnelleres Spiel und sind dadurch konkurrenzfähiger. Ich würde auch sagen, wir generieren mehr Offensive, womit wir ein wenig zu kämpfen hatten. Wir bewegen uns in die richtige Richtung. Dass wir Wege finden, um Spiele zu gewinnen, ist ein großer Teil davon."
Dass die Predators sowohl gegen die Blackhawks, als auch zuvor gegen die Oilers im Powerplay trafen, macht aus Sicht von Nashville ebenfalls Mut. Das Überzahlspiel ist nämlich eigentlich die große Schwäche dieser Mannschaft. Mit einer Erfolgsquote von nur 15,7 Prozent, sind sie in diesem Aspekt das viertschlechteste Team der Liga. Die Predators haben nun 32 Punkte nach 31 Spielen auf dem Konto und rangieren auf dem 6. Platz der Central Division. Die Wildcard-Plätze befinden sich bei einem Rückstand von sechs Punkten in erreichbarer Distanz.
Das nächste Spiel von Nashville findet am Freitag gegen den amtierenden Stanley-Cup-Champion Colorado Avalanche (8 p.m. ET, NHL.tv, Samstag 2:00 Uhr) statt.