Trotz eines ungewöhnlichen Anreisewegs haben die Boston Bruins am Dienstagabend im TD Garden einen 3:2-Heimsieg n.V. gegen die Nashville Predators eingefahren. Der neunte Sieg im elften Spiel (9-1-1) gelang dank eines wunderbaren Overtime-Gamewinners von Superstar David Pastrnak.
Schneesturm durchkreuzt die Reisepläne
Nachdem ein Schneesturm seine eiskalten Klauen in den Nordosten der USA gebohrt hatte, musste auch Boston neue Wege gehen. Nach der 3:4-Niederlage am Montagabend bei den New York Rangers im Madison Square Garden konnten die Bruins nicht nach Hause fliegen, sondern musste in New York bleiben. Die Rückreise erfolgte dann am Dienstag per Bus. Erst um 13:30 Uhr kam die Mannschaft des deutschen Trainers Marco Sturm in Boston an. Durchaus kurzfristig, aber noch gerade rechtzeitig vor dem Puck-Drop um 19 Uhr gegen die Predators.
„Keiner hat sich beschwert. Wir haben das Beste daraus gemacht“, sagte Sturm. „Es lag nicht in unserer Kontrolle, also mussten wir uns da einfach durchkämpfen. Die Jungs haben einen richtig guten Job gemacht, und der Stab und jeder hier hat mitgeholfen, dass wir etwas zu Essen hatten und dass der Schnee von den Autos runtergekommen ist, um es unseren Spielern leichter zu machen, nach Hause zu kommen. Es war ein kompletter Team-Erfolg von jedem heute.“
Als Ausrede für einen sportlichen Misserfolg hätte der Bruins-Headcoach die außergewöhnliche Anreise ohnehin nicht zählen lassen: „Es ist egal, ob wir das Spiel gewonnen oder verloren hätten - das wäre keine Entschuldigung gewesen“, stellte Sturm klar. „Die Jungs waren für heute bereit. Es war nicht perfekt, aber unser drittes Drittel war heute besser als gestern. Wir konnten es nicht über die Zeit bringen, aber die Jungs sind noch einmal zurückgekommen und haben Charakter bewiesen. Am Ende des Tages nehmen wir jeden Punkt mit, den wir kriegen können. Danach fragt am Ende der Saison niemand mehr. Ich bin sehr glücklich darüber, wie die letzten Wochen für uns gelaufen sind.“



















