Die Winnipeg Jets haben ihren Vier-Spiele-Roadtrip erfolgreich gestartet und am Dienstagabend im Prudential Center einen wichtigen 4:3-Auswärtssieg bei den New Jersey Devils eingefahren. In einem der größten Schweizer Treffen vor den Olympischen Spielen Milano Cortina 2026 traten New Jersey Kapitän Nico Hischier (1-0-1) und Winnipegs Power Forward Nino Niederreiter (1-0-1) als Torschützen in Erscheinung. Letzterer steht nun unmittelbar vor einem bedeutenden Meilenstein.

Niederreiter kurz vor 500 NHL-Punkten

Niederreiter besorgte Ende des zweiten Drittels den Siegtreffer zum zwischenzeitlichen 4:1. In einem 2-auf-1-Konter war er zusammen mit Vladislav Namestnikov aufs Devils-Tor zugelaufen und hatte ein Zuspiel seines Reihenkollegen per Direktabnahme in den Maschen versenkt (37.).

Dies war der 248. NHL-Tor und der 499 NHL-Punkt für den 33-jährigen Stürmer aus Chur. Niederreiter ist also nur noch einen Zähler von seinem 500. Scorerpunkt entfernt.

„Ja, ich hatte mir Gedanken darüber gemacht und weiß, dass ich heute ein paar Chancen hatte, um es zu schaffen“, grinste Niederreiter. „Hoffentlich klappt es im nächsten Spiel.“

Er wäre erst der dritte Schweizer, der die Schallmauer von 500 Punkten durchbrechen würde. Vor ihm schafften das nur Roman Josi (Nashville Predators, 199-556-755) und Kevin Fiala (Los Angeles Kings, 229-296-525).

WPG@NJD: Niederreiter schließet einen 2-auf-1-Konter zum 4:1 ab

Tore aus fast allen Reihen

Aktuell geht es Niederreiter aber vor allem um Punkte für Winnipeg. Die Jets (21-24-7) hinken nicht nur den Erwartungen, sondern auch den Playoff-Plätzen hinterher. Nach vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen (1-2-2) brauchten die Jets in Newark dringen ein Erfolgserlebnis.

Da traf es sich gut, dass die wiedervereinte erste Sturmreihe mit Kyle Connor (0-2-2), Mark Scheifele (1-1-2) und Gabe Vilardi (1-1-2) für die ersten beiden Jets-Tore verantwortlich zeichnete. Nach feinen Passstafetten des Trios traf erst Scheifele zum 1:0 (2.), dann Vilardi zum 2:1 (24.).

„Sie sind fantastische Eishockey-Spieler, die sehr gut zusammenpassen. Sie haben so viel Talent und eine gute Chemie. Das Tor, das Gabe heute erzielt hat, war großartig“, lobte Niederreiter.

In einem starken zweiten Drittel (14:5 Torschüsse) zog Winnipeg dank der Tore von Cole Koepke (28.) und Niederreiter (37.) ein wenig davon. Somit trugen sich auch die Reihen drei und vier auf dem Scoreboard ein.

„Viele Jungs aus den hinteren Reihen haben heute wichtige Beiträge geleistet“, goutierte Jets-Trainer Scott Arniel. „Unsere vierte Reihe hat heute ein wichtiges Tor geschossen. Vladi und Nino haben bei ihrem Tor auch gut zusammengearbeitet. Wir reden schon das ganze Jahr über dieses Secondary Scoring und hatten Phasen, in denen wir genau das nicht hatten. Jeder muss etwas beitragen, genau das hat heute gut geklappt.“

Wichtige Punkte für Winnipeg

Als New Jersey im dritten Durchgang noch einmal aufdrehte (15:4 Torschüsse) - Hischier hatte die Devils per Tip-in im Slot noch einmal auf 3:4 herangebracht (59.) - brauchte es auch einen glänzend aufgelegten Torwart: Winnipegs Connor Hellebuyck zeigte 26 Saves, kam auf eine Fangquote von 89,7 Prozent und hielt den Sieg fest.

„Diese zwei Punkte haben wir unbedingt gebraucht“, atmete Arniel tief durch und fasste die 60 Minuten so zusammen: „Im ersten Drittel haben wir viele Pucks verloren, waren nicht gerade sehr schnell unterwegs und Jersey hat hart gegen uns gespielt. Im zweiten Drittel war es das genaue Gegenteil: Wir haben schnell gespielt, sind mit ein, zwei schnellen Pässen nach vorne gekommen, hatten viele Alleingänge und haben Jersey gezwungen, zurück zu ihrer Torlinie zu kommen. Dort hat unser Forecheck gut funktioniert.“

„Wir haben heute gut und schnell gespielt“, attestierte auch Angreifer Connor. „Wir mussten ihnen Zeit und Raum rauben, haben unsere Chancen genutzt und ‚Helle‘ hat ein paar gute Paraden gezeigt. Es war eine gute Antwort und zwei wichtige Punkte, die wir dringend gebraucht haben.“

Jets fliegen Richtung Süden

Satte acht Punkte beträgt der Rückstand der Jets auf einen Wildcard-Platz in der Western Conference. Will Winnipeg den Anschluss nicht verlieren, braucht es noch vor der Olympia-Pause einen Kraftakt. Nacheinander geht es nun zum Tampa Bay Lightning (Donnerstag, 7 p.m. ET; Freitag, 1 Uhr MEZ), den Florida Panthers und Dallas Stars - alles andere als leichte Aufgaben.

„Wir müssen es von Tag zu Tag angehen und dürfen nicht zu weit nach vorne schauen“, fordert Niederreiter. „Es war heute ein gutes Spiel von uns, wir haben die Roadtrip auf dem richtigen Fuß gestartet. Jetzt fliegen wir nach Tampa und wollen dort dasselbe machen.“

Den Devils (27-24-2) fehlen in der Eastern Conference gar neun Punkte auf einen Wildcard-Rang und suchen nach zwei Niederlagen in Folge weiter nach ihrer Form. Entsprechend erwartet New Jersey mehr vom nächsten Schweizer Klassentreffen, wenn es am Donnerstag (7 p.m. ET; Freitag, 1 Uhr MEZ) mit Hischier, Timo Meier und Jonas Siegenthaler gegen Roman Josi und seine Nashville Predators geht.

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