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Michael Raffl will schlechtes Jahr vergessen machen

Serie 31 in 31 von NHL.com/de: Österreicher hat seine Verletzungen auskuriert und will bei Flyers erneut durchstarten

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Der Startschuss zur NHL-Saison 2017-18 steht zwar noch nicht unmittelbar vor der Türe, doch die Nachwuchs-Camps sind geschafft und die Trainingscamps in Sichtweite. Wir denken, dass es das Beste ist, die Sommerhitze im August mit Analysen Eurer Lieblingsteams zu bekämpfen.

Jeden Tag wird Euch NHL.com/de im Rahmen der 31 in 31 Serie mit fundierten Einschätzungen der Mannschaften versorgen.

Wo wird die Reise für den Liganeuling Vegas Golden Knights hingehen? Können die Pittsburgh Penguins ihre dritte Meisterschaft in Folge feiern? Welche Teams könnten uns alle überraschen?

Alle diese Fragen werden in den täglichen Artikeln beantwortet.

Heute analysieren wir die Philadelphia Flyers:

Michael Raffl hat sich neben Thomas Vanek (derzeit vertragslos) und Michael Grabner (New York Rangers) als einer von drei Österreichern in der NHL bei den Philadelphia Flyers etabliert. Die vergangene Saison verlief jedoch keineswegs nach den Wünschen des 28-jährigen Kärntners. Verletzungen, wie ein gebrochener Finger oder ein lädiertes Knie säumten seinen Weg und standen einer weiteren erfolgreichen Saison entscheidend im Weg.

Mit elf Punkten (8 Tore, 3 Assists) in 52 Spielen war die Saison 2016/17 sein bisher schlechtestes Jahr in der NHL, nachdem er im Oktober 2013 sein Debüt feierte und sich seitdem von 22 auf 28 und schließlich 31 Punkten in den Jahren zuvor steigerte.

Video: TBL@PHI: Raffl haut einen Schlagschuss in die Lücke

"Ich war nie richtig fit und von daher lief das ganze Jahr irgendwie eigenartig", zog Raffl Bilanz. "In solcher Verfassung kannst du nicht deine beste Leistung abrufen."

Dabei begann es gut, denn Flyers-Trainer Dave Hakstol setzte Raffl in seiner Top-Reihe ein, doch es lief nicht wie gewünscht und der Villacher mutierte zum Mann, der in allen Reihen ausprobiert wurde, bei den Special Teams, also in Über- und Unterzahl hingegen weitgehend außen vor war. Etwas mehr Vertrauen in seine Person würde Raffl zukünftig guttun.

"Es war eine sehr lehrreiche Zeit für mich", sah Raffl nicht alles negativ. "Es war für mich Anlass im Sommer noch härter zu trainieren." Der Stürmer, der sowohl auf den rechten, als auch auf dem linken Flügel eingesetzt werden kann, hat noch zwei Jahre Vertrag und hofft von daher in der kommenden Spielzeit befreit aufspielen und an alter Stärke anknüpfen zu können.

Video: CGY@PHI: Raffl versenkt Voraceks Vorlage

Eine gute Form wird Raffl benötigen, denn gerade in diesem Jahr drängen eine Vielzahl von jungen Talenten in den Kader der Flyers, angeführt vom diesjährigen Nummer 2 Draft Nolan Patrick. Es bleibt zu hoffen, dass er vom Trainer eine entsprechende Chance bekommt, zu zeigen, dass seine guten Jahre der Maßstab sind und nicht die vergangene Saison. Von Verletzungen verschont zu bleiben, ist natürlich ein wichtiger Faktor.

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