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Die Anaheim Ducks haben die Dallas Stars am Mittwochabend im Honda Center mit 2:0 besiegt. Dabei feierte Anaheims Torwart John Gibson den ersten Shutout seit über einem Jahr. Der in der Schweiz geborene Kanadier Mason McTavish war an beiden Ducks-Treffern beteiligt und zahlte so das in ihn gesetzte Vertrauen zurück.

McTavish centert die erste Reihe und punktet doppelt
Für McTavish begann das Spiel mit einer Premiere: Erstmals in seiner NHL-Karriere centerte er Anaheims Top-Reihe und lief neben Linksaußen Adam Henrique und Rechtsaußen Troy Terry als Mittelstürmer auf (16:20 Minuten Eiszeit, davon 1:25 im Powerplay, vier Torschüsse, drei Blocks, +1). Dieses Vertrauen zahlte das 19-jährige Talent mit einem Multi-Punkte-Spiel (1-1-2) zurück und war mit einem primären Assist beim 1:0 sowie einem Tor beim 2:0 an beiden Ducks-Treffern beteiligt.

DAL@ANA: Henrique gibt Ducks 1:0-Führung im 1.

Beim 1:0 behauptete McTavish den Puck auch unter Druck stark und verteilte diesen auf den linken Flügel, von wo Henrique mit einem noch leicht abgefälschten Schuss traf (4.). Beim 2:0 knipste McTavish selbst im Powerplay die Torlampe an. Schon in den Sekunden vor dem Tor hatte der Linksschütze zwei Großchancen nach Direktabnahmen von seiner Position auf der rechten Flanke. Dann aber servierte Trevor Zegras einen Saucer Pass (angechippter Pass) quer durch die Zone auf das Tape von McTavish, der mit einem direkt abgefassten Flachschuss per Tunnel seinen siebten Saisontreffer markierte (12.).
"Wir haben es einfach gehalten und unsere Füße gleich zu Beginn gut ins Laufen gebracht. Unser Gameplan war, viele Schüsse aufs Tor abzugeben und hinterherzugehen. Das war der Schlüssel", sagte McTavish im Pauseninterview bei Bally Sports und hob auch die gute Chemie mit Top-Talent Zegras im Powerplay hervor: "Es war ein toller Pass von ihm. Wir hatten ein paar gute Chancen im Powerplay und haben uns lange in der Offensivzone festgesetzt. Er hat eine tolle Übersicht und ist ein großartiger Passgeber. Es macht Spaß, mit ihm zu spielen."
McTavish steht nun bei 22 Scorerpunkten (sieben Tore, 15 Assists) nach 39 Spielen, was ihn zum zweitbesten Rookie-Scorer in der laufenden Saison macht (hinter Matty Beniers von den Seattle Kraken mit 12-15-27 und gleichauf mit Matias Maccelli von den Arizona Coyotes mit 3-19-22).
"Er hat extrem gut gespielt", lobte Ducks-Trainer Dallas Eakins den in Zürich geborenen Stürmer, der im NHL Draft 2021 in der 1. Runde an 3. Stelle von den Ducks ausgewählt worden war. "Dass wir unsere Reihen ein wenig umgestellt haben, hat uns mehr Offensivkraft in mehreren Reihen gegeben. McTavish ist einer dieser Jungs, ein regelrechter Musterprofi. Er ist in jeder Minute auf der Eisfläche und investiert eine Menge Arbeit. Und weil er das tut, belohnt er sich nicht nur selbst, sondern auch das Team."

DAL@ANA: Zegras bedient McTavish im Powerplay

Erster Saison-Shutout: Gibson sperrt die Türe zu
Der zweite Matchwinner war Anaheims Torwart John Gibson, der alle 35 Schüsse der Stars abwehrte und damit seinen ersten Shutout seit dem 2. November 2021 einfahren konnte.
"Das war großartig für Gibby", sagte Eakins. "Er hat in dieser Saison schon viele Pucks stoppen müssen. Es ist auch toll für unser Team, dass wir bis zum Ende kein Gegentor kassiert haben. Gibby war ausgezeichnet."
Für Gibson war es der 24. Shutout in seiner NHL-Karriere. An diesem Abend brachte er Dallas' Top-Stürmer zur Verzweiflung und wehrte auch alle Versuche von Tyler Seguin (sechs Torschüsse), Miro Heiskanen, Wyatt Johnston (beide je vier) oder Roope Hintz (drei) ab.

ANA 2, DAL 0

"Jeder hat dazu beigetragen, dieses Spiel heute zu gewinnen", gab Goalie Gibson das Lob an seine Vorderleute weiter. "Wir haben viele Schüsse geblockt, die Scheibe hinten rausbekommen und tief gespielt und uns an unseren Gameplan gehalten. Es war ein Teamerfolg."
Die Ducks blockten insgesamt 27 Schüsse und überstanden alle vier Unterzahl-Situationen unbeschadet (4/4).
"Unser Penalty Killing war gut. Ich weiß gar nicht, wie viele Schüsse wir geblockt haben. Insbesondere im dritten Drittel haben wir uns in einfach alles reingeworfen. Es war also ein Erfolg des ganzen Teams", betonte auch Coach Eakins.
"Es war ein gutes Spiel", befand auch Zegras. "Wir haben hart gekämpft, sie früh erwischt und davon profitiert. Auch John Gibson war heute überragend."
Viel Zeit zu Hause: Zehn Heimspiele in Serie
Der Sieg gegen Dallas war Anaheims erster Sieg nach regulärer Spielzeit in den letzten sechs Heimspielen in Folge (2-3-1-Ausbeute in diesem Zeitraum).
Trotzdem bleiben die Ducks (11-24-4) das Schlusslicht in der Pacific Division. Zu den nächsten Teams San Jose Sharks (12-20-7) und Vancouver Canucks (16-18-3) klafft bereits eine Lücke von fünf bzw. neun Punkten.
Auch die nächsten vier Partien trägt die Mannschaft aus Orange County in ihrem Honda Center aus und komplettiert damit eine Heimspielserie von zehn Begegnungen.