Das Rennen um die verbleibenden Playoff-Plätze in der Eastern Conference wird zum Ende der Saison immer mehr zum Herzschlagfinale. Die Pittsburgh Penguins konnten mit einem 5:4-Erfolg gegen die Tampa Bay Lightning den Druck auf die Konkurrenz erhöhen und sich in eine herausragende Ausgangsposition bringen. Mit ihrer laufenden Siegesserie von nun vier Partien sind sie der heißeste der vier vermeintlichen Anwärter auf den Wildcard-Platz.
Zurück am Sonnenplatz
Seit Beginn der zweiten Saisonwoche gelang es den Penguins nur an einem Tag, dem 14. November, sich auf einen Playoff-Platz zu spielen. An allen anderen Tagen bis zum 6. April stand das Team um Superstar Sidney Crosby nicht in der Endrunde und schien zum zweiten Mal hintereinander die Stanley Cup Playoffs zu verpassen.
Mit dem Erfolg gegen die Lightning katapultierte Pittsburgh sich auf den verbleibenden Wildcard-Platz. Sie holten damit einen Rückstand von zehn Punkten, den sie nach den Partien vom 4. März aufwiesen, auf und drehten ihre Bilanz von 27-24-8 auf 36-30-11. Selbst am 27. März lagen zwischen Pittsburgh und der Playoff-Teilnahme noch neun Zähler bei noch elf verbleibenden Partien.
Lightning als perfekter Gegner
Für die Penguins war das Duell mit den Lightning ein willkommenes Match. Die Gäste hatten am Vortag ihren Playoff-Platz sichern können. Besonders zu Beginn der Begegnung war deutlich erkennbar, dass der Druck etwas abfiel und sich dadurch kleine Fehler einschlichen, die Pittsburgh zu nutzen wusste.
„Das sind schwierige Spiele“, befand auch Jon Cooper nach dem Spiel. „Ich kann hier im Nachhinein sitzen und darüber lamentieren, wie wir die ersten beiden Drittel gespielt haben, aber diese Jungs haben so lange hart gearbeitet. Wir spielen gegen ein Team, das sich selbst ins Spiel gebracht hat. Die Liga ist zu eng, um nicht auf der gleichen emotionalen Wellenlänge zu sein. Und das waren wir nicht.“
Cooper unterstrich damit, dass sich die Penguins voll im Rennen um die Playoffs befinden und entsprechend motiviert auftraten. Crosby eröffnete im ersten Abschnitt mit seinem 40. Saisontor. Im Mitteldrittel sorgte Evgeni Malkin mit zwei Treffern für den Anfangs- und Schlussakkord. Dazwischen verkürzte Steven Stamkos kurzzeitig, ehe Kris Letang auf 3:1 stellen konnte.
Immer wieder Crosby
Mit 36 Jahren scheint Crosby in einen Jungbrunnen gefallen zu sein. Der Angreifer steht nach 77 absolvierten Spielen bei 40 Toren und 45 Assists. Mit seinem Treffer am Samstag reihte er sich in eine Liste von nun nur sieben Spielern ein, die im Alter von 36 Jahren oder älter 40 oder mehr Tore erzielen konnten. Er steht nun in einer Reihe mit Alex Ovechkin (50 - 2021/22 & 42 - 2022/23), Teemu Selanne (48 - 2006/07), Gordie Howe (44 - 1968/69), Phil Esposito (42 - 1978/79), Brendan Shanahan (40 - 2005/06) und Johnny Bucyk (40 - 1972/73).




















