Carl Hagelin sieht das ganz genauso. "Jetzt gehen wir nach Hause und gewinnen das Spiel in Pittsburgh", meinte der Schwede in den Katakomben der Washingtoner Arena. Er erinnerte dabei an das vergangene Jahr, als die Penguins die Capitals ebenfalls in Spiel 6 eliminierten. Entscheidend war seinerzeit ein Husarenstreich von Bonino im Powerplay zum 4:3 in der Verlängerung.
Hinzu kommt eine weitere Statistik, nach der ein Sieg der Penguins am Montag sehr wahrscheinlich ist. Seitdem dort Coach Sullivan die Verantwortung trägt, zeigten sie nach Niederlagen in den Playoffs meist eine positive Reaktion. In neun von zehn Fällen gewannen sie die darauffolgende Begegnung. Aber auch jenseits aller Zahlenspielerei gibt es mehrere Gründe für Optimismus bei den Penguins, was den weiteren Verlauf der Serie anbelangt.
Kapitän Sidney Crosby und Conor Sheary sind in dieser wichtigen Phase wieder mit an Bord. Beide spielten in Washington jeweils nach überstandener Gehirnerschütterung und verkrafteten die Belastung unter Wettbewerbsbedingungen ohne Probleme. Crosby agierte wie gewohnt als Center in der Top-Reihe mit Jake Guentzel und Patric Hornqvist an seiner Seite. Sheary lief als Linksaußen neben Center Bonino und Rechtsaußen Bryan Rust auf.
Crosby sagte nach dem Match, dass er sich gut gefühlt habe. "Wir besaßen Chancen, unsere Führung auszubauen. Das haben wir leider versäumt. Mit dem Ausgleich kamen die Capitals zurück ins Spiel und hatten das Momentum für eine gewisse Zeitspanne auf ihrer Seite. In der haben wir leider zwei weitere Gegentreffer zugelassen", fügte er hinzu.
Aus diesen Situationen müssen die Penguins nach Ansicht ihres Kapitäns die richtigen Schlüsse für das Duell am Montag ziehen. Es sei wichtig, den Puck länger in der Zone der Capitals zu halten. Dadurch generiere man automatisch mehr Chancen. "Im Angriff müssen wir sicher etwas zulegen", lautete Crosbys Einschätzung.