CAR@CHI: Niederreiter findet die Lücke

In der vergangenen Saison musste Nino Niederreiter von den Carolina Hurricanes lange auf seinen ersten Treffer warten. Der Angreifer benötigte elf Partien, bis er erstmals einnetzen konnte. Zuvor gelangen ihm drei Vorlagen. Auch in der Folge kam der Schweizer nicht so in Fahrt, wie er sich das selbst gewünscht hätte. Während Niederreiter in den ersten 30 Partien der Saison auf elf Punkte (3 Tore, 8 Vorlagen) kam, verbuchte er vom 31. bis zum 67. Spiel weitere 18 Zähler (8 Tore, 10 Vorlagen). Besonders zur Saisonmitte wusste der Churer mit zehn Punkten in zehn Spielen zu überzeugen (7. Dezember bis 28. Dezember; 2 Tore, 8 Vorlagen).

Am Ende der Saison stand für Niederreiter eine der schwächsten Saisons seiner NHL-Karriere zu Buche. Elf Tore und 18 Vorlagen waren auf Punkte pro Partie heruntergerechnet seine schlechteste Bilanz seit 2011/12, als er in Diensten der New York Islanders in 55 Begegnungen nur einen Treffer erzielte.
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Kein Wunder, dass Niederreiter daran gelegen war, den langsamen Saisonstart aus dem Vorjahr vergessen zu machen. Mit fünf Punkten aus den ersten acht Matches der aktuellen Spielzeit ist ihm das gelungen. Bereits im Auftaktspiel gegen die Detroit Red Wings traf Niederreiter und damit zehn Partien früher als in der Saison 2019/20. In den zurückliegenden drei Begegnungen konnte Niederreiter immer punkten. Somit gelang ihm in fünf von acht Einsätzen ein Zähler.
Nicht nur Niederreiter, sondern auch die Hurricanes haben einen guten Saisonstart hingelegt. Die Bilanz steht bei 6-2-0 und vor der 4:6-Niederlage gegen die Chicago Blackhawks am Donnerstag hatte Carolina eine Siegesserie von fünf Partien zu verzeichnen. Niederreiter brachte mit dem Treffer zum 2:3 seine Mannschaft bei den Blackhawks nochmal zurück in die Partie, die sie nach zweifachem Ausgleich dann doch verloren.
"Wir haben vor zwei Tagen gegen sie gespielt. Wir sollten wissen, wie man gegen sie agieren muss", gab Verteidiger Dougie Hamilton nach der Partie zu Protokoll. "Wir haben uns nicht an ihr Spiel angepasst und nicht zu unserem Rhythmus gefunden." Die Niederlage komme einem Weckruf gleich, so Hamilton. Es habe an vielem gefehlt und die Spielweise sei schlampig gewesen, erklärte der Verteidiger weiter. Besonders die vielen zugelassenen Konter und die schwachen Special Teams waren ihm ein Dorn im Auge.

DAL@CAR: Niederreiter oben rein zum Ausgleich

Trainer Rod Brind'Amour stimmte seinem Defensivspezialisten zu. Der Coach war darüber hinaus von der mentalen Herangehensweise, die sein Team zeigte, überhaupt nicht angetan. Vor allem an der Konstanz habe es gemangelt. Ein Problem, das Brind'Amour schon öfter in der Saison, trotz der guten Bilanz, angesprochen hatte. Der Chefstratege machte deutlich, dass die Mannschaft wieder zu dem zurückkehren müssen, was sie erfolgreich gemacht hat.
Der Erfolg der Hurricanes liegt in einer soliden Defensive und einer tief besetzen Offensive begründet. Ein Gegentorschnitt von 2,38 ist der fünftbeste Wert der NHL und wird lediglich von den Tampa Bay Lightning (2,13), den Colorado Avalanche (2,18), den Vegas Golden Knights (2,29) und den Boston Bruins (2,30) unterboten. Im Angriff können sich die Hurricanes auf drei gute Formationen verlassen. Sieben Spieler, darunter Niederreiter, konnten bereits fünf oder mehr Punkte beisteuern.
Nach der Niederlage gegen Chicago haben die Hurricanes bis Sonntag (3 p.m. ET; NHL.TV; 21 Uhr MEZ) Zeit, sich wieder auf ihre Stärken zu besinnen. Dann treffen sie in der Nationwide Arena auf die Columbus Blue Jackets, die in der Discover Central auf dem zweiten Platz rangieren, wobei sie aber schon vier Partien mehr absolviert haben als Carolina.