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Im Sturm werden Oliver Wahlstrom und Kieffer Bellows gute Chancen eingeräumt, zu ihrem NHL-Debüt zu kommen. Damit sind sie ernsthafte Konkurrenten von Kühnhackl um einen Platz im Kader.
Wahlstrom wurde beim NHL Draft 2018 an elfter Stelle ausgewählt und wechselte zum Ende der Saison 2018/19 vom Boston College zu Bridgeport in die AHL. Nach zwei Toren und einem Assist in fünf Spielen der regulären Saison, ließ der 19-jährige US-Amerikaner in fünf Spielen der Playoffs weitere zwei Tore und zwei Assists folgen und gab so schon einmal eine tolle Visitenkarte ab.
Der beim NHL Draft 2016 an 19. Stelle ausgewählte Bellows absolvierte die komplette Spielzeit in Bridgeport und verbuchte in 73 Spielen zwölf Tore und sieben Assists. Zwar wurde von dem 21-jährigen US-Amerikaner mehr erwartet, doch in den Playoffs konnte er in fünf Spielen mit zwei Treffern und einer Vorlage überzeugen.
Mit der Empfehlung von der zweiten Memorial Cup Meisterschaft in Serie kommt Verteidiger Noah Dobson in das Trainingscamp. Der zwölfte Zug beim NHL Draft 2018 spielte vergangene Saison in der QMJHL für Acadie-Bathurst sowie Rouyn-Noranda und verbuchte in 56 Spielen 15 Tore und 37 Assists zu 52 Punkten. Der 19-jährige Kanadier will um seinen Platz im Kader kämpfen.
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Stärken
Eindeutig das System! Viele ehemalige und aktive NHL-Spieler bestätigten in Interviews schon häufiger, dass gegen eine von Trotz trainierte Mannschaft unheimlich schwer zu spielen sei, weil er ein sehr kompaktes System spielen lasse. Nicht umsonst verwandelte er die Schießbude der Liga zur besten Abwehr.
Dementsprechend könnte es lauten "der Star ist der Trainer" und fast stimmt es auch! Trotz gewann 2019 den Jack Adams Award als bester Trainer der Saison und einen richtigen Star haben sie bei den Islanders unter den Spielern seit dem Abgang von Tavares nicht mehr. Vielleicht war es für die Mannschaft sogar gut, dass Lamoriello in seinem Werben um Panarin scheiterte, denn das Kollektiv funktionierte zuletzt bestens und daran dürfte sich kaum etwas geändert haben.
Außerdem dürfte im Oktober ein bereits eingespieltes Team, bestens vertraut mit der Taktik des Trainers, an den Start gehen, was sich als Vorteil gegenüber der Konkurrenz erweisen könnte.
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Entwicklungspotenzial
Die Offensive hat bei der Torausbeute sicher Nachholbedarf. Nur der 22. Platz in der NHL mit 223 Toren war schließlich nur hinnehmbar, weil die Islanders die wenigsten Gegentore kassierten. Der Abgang von Valtteri Filppula, der immerhin 17 Tore erzielte, zu den Detroit Red Wings, bedeutet, dass auch diese Lücke zusätzlich geschlossen werden muss. Er spielte in allen Situationen und war mit seiner Erfahrung eine Bereicherung.
Mit nur 14,5 Prozent Erfolgsquote im Powerplay waren die Islanders zusätzlich das drittschlechteste Team der NHL. Auch hier ist eine deutliche Steigerung vonnöten, doch aufgrund der Untätigkeit auf dem Spielermarkt muss sich zeigen, wer vom bestehenden Personal hier für eine Besserung sorgen kann.