Die Nashville Predators sind aktuell das heißeste Team in der NHL. Das richtungsweisende Duell gegen die San Jose Sharks konnte am Dienstagabend in der heimischen Bridgestone Arena mit 6:3 gewonnen und damit ein Verfolger abgeschüttelt werden. Während Nashville nach fünf Siegen in Serie von den Stanley Cup Playoffs träumen darf, kassierte San Jose die fünfte Niederlage in Folge und wird seine Playoff-Hoffnungen allmählich begraben müssen.

Ein bedeutungsvoller Sieg

Die Predators (34-28-9) zählen zu den großen Gewinnern an diesem Spieltag. Im Playoff-Rennen in der Western Conference nämlich verloren der Utah Mammoth (37-29-6; 2:5 gegen die Edmonton Oilers), die Los Angeles Kings (28-25-18; 2:3 n.P. bei den Calgary Flames) und der Seattle Kraken (31-20-10; 4:5 n.P. bei den Florida Panthers), während man selbst gegen die Sharks (32-31-6) gewann. Das Ergebnis: Nashville verteidigte den zweiten Wildcard-Platz im Westen erfolgreich und baute den Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Platz auf drei Punkte aus.

„Wir wussten, wie wichtig dieses Spiel für uns ist und konnten sie in der Tabelle fernhalten. Wir müssen weitermachen“, sagte Stürmer Filip Forsberg. „Ich glaube, dass jeder Einzelne in unserer Kabine daran geglaubt hat, dass wir es hierher schaffen können. Das ist alles, was zählt.“

„Wir wussten, dass sie hinter uns in der Tabelle stehen. Von jetzt an ist jede Partie wie ein Playoff-Spiel für uns, denn es geht um wichtige Punkte“, so Verteidiger Brady Skjei. „Wir wissen, wo wir in der Tabelle stehen und wollten ein gutes erstes Drittel spielen, was uns auch gelungen ist.“

Blitzstart im ersten Drittel

Forsberg (3.), Matthew Wood (8.), Roman Josi (12.), Luke Evangelista (13.) und Skjei (17.) sorgten mit ihren Toren für einen 5:1-Vorsprung im ersten Drittel. Besser hätte der Start für die Predators also kaum laufen können.

„Gleich vom ersten Puck-Drop waren wir emotional bereit“, erklärte Skjei. „Unser Spiel hat sich im ersten Drittel richtig gut angefühlt. So zu starten, war wichtig. Wir spielen gerade unser bestes Hockey und es gibt viel Selbstvertrauen in unserer Kabine.“

„Wir waren bereit“, betonte auch Nashvilles Trainer Andrew Brunette. „Die Konzentration und die Einstellung waren sofort da. Wir haben gut zusammengespielt. Dieses Drittel hat Spaß gemacht. Mir hat unsere Einstellung gefallen. Wir haben schnell zu unserem Spiel gefunden und unseren Gameplan gut umgesetzt. Wir haben verstanden, wie wichtig dieses Spiel ist und was es bedeutet.“

„Alle waren bereit waren, alles zu geben“, stimmte auch Forsberg mit ein. „Offensichtlich werden wir dafür belohnt, was schön ist. Ich fand, wir haben vieles richtig gemacht. Wir haben Druck auf ihre Verteidiger ausgeübt, den Puck zurückerobert und so Chancen herausgespielt. Dazu kamen noch ein paar Konter, was für uns enorm wichtig ist. Das hat natürlich den Ton für den Rest des Spiels angegeben.“

Katerstimmung bei den Sharks

Im zweiten Drittel erhöhte Steven Stamkos im Powerplay gar noch auf 6:1 (33.). Sharks-Talent Will Smith griff mit einem Doppelpack (38., im Powerplay; 42.) nur noch kosmetisch ein.

„Wenn du mal vier Tore vorne bist, dann hast du natürlich Momentum“, sagte Skjei. „Wir sind auch danach gut damit umgegangen und waren stark im Penalty Killing.“

Ganz anders war die Stimmungslage bei San Jose.

„Sie schießen fünf Tore auf fünf Chancen. Das passiert nicht oft“, wunderte sich Sharks-Trainer Ryan Warsofsky.

„Wir müssen es als Mannschaft einfach einfacher halten“, forderte Smith. „Wenn wir uns selbst ins Knie schießen, dann wird es schwer, Spiele zu gewinnen.“

„Wir haben uns nicht gezeigt. Wir waren nicht bereit. Dann passiert so etwas“, suchte San Joses Torwart Alex Nedeljkovic nach einer Erklärung. „Du darfst dich keinen Wechsel oder zwei zurücklehnen. In dieser Liga darfst du kein Drittel verpassen. Insbesondere nicht gegen ein Team wie ihres. Wir kämpfen um Punkte, wir kämpfen ums Überleben. Und trotzdem haben wir uns nicht gezeigt.“

SJS@NSH: Josi baut die Predators-Führung nach Forsberg-Pass aus

Brunette: „Wir sind enger denn je“

Ganz anders ist die Stimmungslage in Music City. Obwohl Nashville vor der Trade Deadline eher als Verkäufer aufgetreten war und eigentlich personell geschwächt wurde, ist seitdem irgendetwas passiert.

„Vor der Trade-Deadline haben wir viele wichtige Schlüsselspieler und große Persönlichkeiten abgegeben. Die jungen Spieler, die reingekommen sind, haben viel gute Energie gebracht“, berichtet Skjei.

„Wir sind enger denn je“, sagt Brunette. „Es ist ein Glaube in unserer Kabine entstanden, der es uns erlaubt, auch durch harte Zeiten zu gehen.“

Die Predators empfangen am Donnerstag (8 p.m. ET; Freitag, 1 Uhr MEZ) die New Jersey Devils, wenn es zum großen Schweizer Klassentreffen kommt, wenn Josi seinen Landsmännern Nico Hischier, Timo Meier und Jonas Siegenthaler gegenübersteht.

Die Sharks hoffen derweil auf ein Lebenszeichen auswärts bei den St. Louis Blues (Donnerstag, 7 p.m. ET; Freitag, 1 Uhr MEZ).

Verwandte Inhalte