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Die NHL Free Agency hat am 1. Juli begonnen. NHL.com/de hat die bisherigen Aktivitäten genauer unter die Lupe genommen und analysiert, welche Teams sich in der Free Agency zu den Gewinnern zählen dürfen.

Nashville Predators

Für die Predators verlief die Saison 2022/23 alles andere als zufriedenstellend mit dem Verpassen der Stanley Cup Playoffs. Als bereits Ende Februar abzusehen war, dass das Erreichen des Saisonziels Nummer 1, sich für die Postseason zu qualifizieren, in Gefahr ist, wurde von der Organisation verkündet, dass Barry Trotz ab dem 1. Juli das Amt des General Managers von David Poile übernehmen werde. Am 31. Mai wurde Andrew Brunette als neuer Cheftrainer verpflichtet. Angesichts der Wechsel in der Führungsriege war abzusehen, dass die Predators die Free Agency nutzen werden, um ihrem Kader punktuell ein neues Gesicht zu geben.

Gleich zum Free-Agency-Auftakt am Samstag konnte Nashvilles Management verkünden, dass es sich mit Verteidiger Luke Schenn (3-Jahres-Vertrag; 8,25 Millionen Dollar) sowie den Stürmern Gustav Nyquist (2-Jahres-Vertrag; 6,37 Millionen Dollar) und Ryan O'Reilly (4-Jahres-Vertrag; 18 Millionen) einig wurde. O'Reilly war einer der begehrtesten Spieler zum 1. Juli.

Die drei Unrestricted Free Agents haben bereits das 30. Lebensjahr überschritten und bringen eine Menge Erfahrung und Erfolge mit nach Tennessee. Schenn, 33, gewann mit den Tampa Bay Lightning in den Jahren 2020 und 2021 den Stanley Cup, Nyquist, 33, sammelte in 703 Spielen der regulären Saison 428 Punkte (175 Tore, 253 Assists) und O'Reilly, 32, der 2019 den St. Louis Blues zur Stanley Cup Championship verhalf und mit der Conn Smythe Trophy als MVP der Playoffs ausgezeichnet wurde, zählte als ausgezeichneter 2-Wege-Stürmer zu den begehrtesten vertragslosen Spielern.

Trotz der 21 Spieler, die die Predators für die kommende Saison bereits unter Vertrag haben, stehen ihnen bis zum Erreichen der Gehaltsobergrenze noch gut 8 Millionen Dollar zur Verfügung.

Ryan O´Reilly

Detroit Red Wings

Die Detroit Red Wings haben bereits in der vergangenen Saison angedeutet, dass mit ihnen als Playoff-Teilnehmer wieder zu rechnen ist, nachdem sie sieben Jahre hintereinander keinen Platz für die Postseason ergattern konnten.

Mit dem 35-jährigen Torwart James Reimer (Einjahresvertrag; 1,5 Millionen), Verteidiger Shayne Gostisbehere (Einjahresvertrag; 4,125 Millionen), 30, und Stürmer J.T. Compher (5-Jahres-Vertrag; 25,5 Millionen), 28, fanden sie Verstärkung für jeden ihrer drei Mannschaftsteile. Es sind Neuzugänge, die vor allem den Prospects in der Organisation behilflich sein können, sich in der NHL zu etablieren.

Für Reimer sind die Red Wings bereits das fünfte NHL-Team, bei dem er den Kasten hütet, nach den Toronto Maple Leafs (2010-16), den San Jose Sharks (2015/16; 2021-23), den Florida Panthers (2016-19) und Carolina Hurricanes (2019-21).

Gostisbehere, der zuletzt mit den Hurricanes bis in das Eastern Conference Finale einzog, ist ein vielseitig einsetzbarer Linksschütze, der sowohl die rechte, wie auch die linke Verteidiger-Position ausfüllen und als Vorlagengeber im Powerplay der Mannschaft große Dienste leisten kann.

Compher stellte vergangene Saison bei den Colorado Avalanche eine persönliche Punkte-Bestmarke auf. In 82 Spielen brachte er es auf 52 Punkte (17 Tore, 35 Assists). Er gewann 2022 den Stanley Cup mit dem Team aus Denver.

Weitere Neuverpflichtungen der Red Wings sind die Stürmer Klim Kostin, Daniel Sprong und Christian Fischer sowie Verteidiger Justin Holl und Torwart Alex Lyon.

2022 GS: Compher fälscht im Powerplay ab

Anaheim Ducks

Als Tabellenletzter der Western Conference und als punktschlechtestes Team der Liga (23-47-12, 58 Punkte) hatten die Anaheim Ducks in der Schlussabrechnung der Saison 2022/23 das Ende der Tabelle erreicht. Sie schossen die zweitwenigsten Tore (206) und ließen die meisten Gegentore (335) aller 32 NHL-Teams zu. Handlungsbedarf gibt es an allen Ecken und Enden.

Fortan soll es mit dem Klub aus dem Süden Kaliforniens wieder aufwärts gehen und dessen Management setzte mit der Verpflichtung von Stürmer Alex Killorn (4-Jahres-Vertrag; 25 Millionen), 33, und den Verteidigern Radko Gudas (3-Jahres-Vertrag; 12 Millionen), 33, und Robert Hagg (Einjahresvertrag; 775.000), 28, erste Akzente.

Der zweifache Stanley Cup Champion Killorn, der seit 2012 für die Lightning in der NHL auf Punktejagd ging, gelangen vergangene Saison Karriere-Bestwerte bei den Punkten (64), Toren (27) und Assists (37), womit er bewies, dass er seinen Leistungszenit noch nicht erreicht hatte.

Gudas vollbrachte mit den Florida Panthers das Kunststück, in den Stanley Cup Playoffs 2023 bis ins Finale einzuziehen. Auf dem Weg dorthin leistete der defensivstarke Tscheche (1,83 Meter; 94 Kilogramm) zu drei Treffern die Vorarbeit.

Bekannt für sein kompromissloses Abwehrverhalten beim Setzen von Checks und Blocken von Schüssen ist ebenso Hagg. Der Schwede wird seine Physis ins Spiel der Ducks mitbringen. In 338 Spielen mit den Philadelphia Flyers (2016-21), Buffalo Sabres (2021/22), Panthers (2021/22) und Red Wings (2022/23) brachte er es auf 63 Punkte (16 Tore, 47 Assists) und 284 Strafminuten.

Jene Zeiten, in denen gegnerische Stürmer ohne spürbaren Widerstand durch das Verteidigungsdrittel der Ducks spazieren können, dürften kommende Saison vorbei sein.

TBL@STL: Killorn haut Hagels schönen Pass rein