Sie könnten nachrücken
Bei Nachrückern wandert der Blick meist auf Spieler, die noch wenig oder keine Erfahrung in der NHL gesammelt haben. In Montreal liegt der Fokus jedoch auf zwei Akteuren, die bereits 2019/20 die Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben und in der kommenden Saison die Lücke auf Montreals Mittelstürmer-Position schließen könnten. Jesperi Kotkaniemi brachte es 2019/20 auf 36 Einsätze in der NHL. Seine sechs Tore und zwei Vorlagen waren allerdings noch nicht das, was sich die Canadiens von ihrem Nummer-Drei-Pick beim NHL Draft 2018 erhofft hatten. In den Playoffs zeigte der 20-Jährige dann aber, dass er das Zeug hat, sich in der NHL festzusetzen. Vier Tore in zehn Partien waren eine deutliche Aufwärtsentwicklung. Wenn sich bei Kotkaniemi dieser Trend fortsetzt, wird er der zweite Hoffnungsträger nach Nick Suzuki.
Der mittlerweile 21 Jahre alte Suzuki wurde 2017 an 13. Position von den Vegas Golden Knights gedraftet und 2018 nach Montreal getradet. In der vergangenen Saison absolvierte er seine NHL-Premierensaison und wusste dabei mit 41 Punkten (13 Tore, 28 Vorlagen) in 71 Hauptrunden-Partien deutlich vernehmbare Akzente zu setzen. In der Postseason schlug dann endgültig seine Stunde. Sieben Punkte (vier Tore, drei Assists) in zehn Partien und eine auffällige, teilweise dominante Spielweise lassen hoffen, dass Montreals Sorgen auf der Center-Position der Vergangenheit angehören.
Neben Suzuki und Kotkaniemi stehen auch noch die Angreifer Jake Evans, Ryan Poehling und Cole Caufield in den Startlöchern. Besonders Poehling wird für die kommende Saison ein großer Schritt nach vorne zugetraut. Der 21-Jährige könnte die verbleibende Center-Position der vierten Reihe einnehmen, während Caufield und Evans eher mit sporadischen Einsätzen rechnen dürfen.