DeBrincat

Im Vorfeld des Upper Deck NHL Draft 2022 am 7. /8. Juli in Montreal intensivieren sich die Gerüchte und Spekulationen um mögliche Trades. In der Vorwoche wechselte bereits Kevin Fiala von den Minnesota Wild zu den Los Angeles Kings. Am Wochenende verschafften die Tampa Bay Lightning sich etwas mehr finanziellen Spielraum für die Kaderplanung, indem sie Ryan McDonagh an die Nashville Predators abgegeben haben. NHL.com/de wirft einen Blick auf andere mögliche Wechsel, die in diesen Tagen vollzogen werden könnten:

Chicago Blackhawks
Die Chicago Blackhawks sind dabei, sich komplett neu zu formieren. Alex DeBrincat, der es zuletzt in 82 Einsätzen auf 41 Treffer brachte, steht noch für ein Jahr unter Vertrag, das mit 6,4 Millionen US-Dollar dotiert ist. Für General Manager Kyle Davidson könnte es eine Option sein ihn abzugeben. Als Kandidat für eine Verpflichtung gelten die New Jersey Devils, die ihrerseits versuchen, den eigenen Wiederaufbau zu beschleunigen. Als weitere Interessenten kommen die Philadelphia Flyers, New York Islanders und Los Angeles Kings infrage.

DeBricat Goal

Vancouver Canucks
Diskutiert wird auch, ob sich die Vancouver Canucks Angebote für J.T. Miller anhören, der ebenfalls noch ein Jahr Vertrag hat. Laut TSN.ca ist eine Vertragsverlängerung bei den Canucks unwahrscheinlich. Der Grund dafür ist, dass die Canucks nach Möglichkeiten suchen, sich mehr finanziellen Spielraum zu verschaffen, und eine Vertragsverlängerung mit Miller, die ihm über 9 Millionen Dollar pro Saison einbringen könnte, dem im Wege stehen würde. Miller hat in dieser Saison in 80 Spielen 99 Punkte erzielt. Als mögliche Abnehmer gelten die Washington Capitals, nachdem sich Nicklas Backstrom dort kürzlich einer größeren Hüftoperation unterzogen hat.
Winnipeg Jets
Auch bei den Winnipeg Jets dürften in den kommenden Tagen Veränderungen ins Haus stehen. Blake Wheeler gilt hier als ein möglicher Abgang. Wheeler ist seit dem Umzug der Organisation von Atlanta nach Winnipeg dabei und hat seither in 802 Spielen 740 Punkte erzielt. Auch wenn er leistungstechnisch zuletzt nicht mehr der Spieler war, den er einmal darstellte, hat er in dieser Saison in 65 Spielen doch immerhin noch 60 Punkte angesammelt. Sein Vertrag läuft noch zwei Jahre bei einem Cap Hit von jährlich 8,25 Millionen US-Dollar. Wenn die Jets bereit sind, ein paar finanzielle Abstriche zu machen, könnte ein Konkurrent Interesse haben, der seine Top-Sechs durch einen erfahrenen Akteur verstärken möchte.

CGY@WPG: Wheeler trifft in den letzten Sekunden

Edmonton Oilers
Gut möglich, dass Jesse Puljujärvi sein letztes Spiel für die Edmonton Oilers bereits bestritten hat. Puljujärvi ist in diesem Sommer ein RFA, und da die Edmonton Oilers nur knapp unter dem Salary Cap rangieren (gut 7 Mio. US-Dollar), ist ein Trade eine Option. Um Kailer Yamamoto und Evander Kane mit neuen Verträgen ausstatten zu können, wäre ein Abgang von Puljujärvi eine nachvollziehbare Aktion. Falls Mike Smith in den Ruhestand geht, muss zudem auf der Torhüterposition etwas geschehen. Wenn die Oilers Puljujärvi auf dem Markt anbieten, wird es wahrscheinlich viele Interessenten für den 24-jährigen Flügelstürmer geben.
Montreal Canadiens
Dem Vernehmen nach basteln die Montreal Canadiens immer noch an einem Deal für Jeff Petry, der vor Monaten um einen Wechsel gebeten hatte, um näher bei seiner Familie in den Vereinigten Staaten zu sein. Petry hatte eine schwache Saison 2021/22. In seinen drei vorangegangenen Spielzeiten erzielte er durchschnittlich 50 Punkte in 82 Spielen. Sein Vertrag läuft noch drei Jahre bei einem Cap Hit von jährlich 6,25 Millionen US-Dollar, so dass die Canadiens vielleicht ein wenig Gehalt werden mittragen müssen. Die Detroit Red Wings und die Dallas Stars gehören dem Vernehmen nach zu den interessierten Teams.
Anaheim Ducks
Die Anaheim Ducks könnten sich von Torhüter John Gibson trennen. Er gehörte einst zu den besten Goalies der Liga, aber seine Leistungen sind in den letzten drei Jahren deutlich zurückgegangen. Seine Fangquote von 90,4 Prozent in diesem Zeitraum ist gerade einmal Liga-Durchschnitt, und er hat noch fünf Jahre Vertrag bei einem Cap Hit von jährlich 6,4 Millionen US-Dollar. Die Ducks müssten wahrscheinlich etwas Gehalt übernehmen, damit ein Deal funktionieren kann, aber es wird in der Liga Teams geben, die an einen erfahrenen Goalie interessiert sind und auf ein Comeback von Gibson hoffen. Interessiert sein könnten unter anderem die Toronto Maple Leafs, die in der Vergangenheit schon Interesse an Gibson hatten. Aber auch Teams wie die Devils und die Oilers, die auf der Suche nach einem neuen Torhüter sind, könnten Gibson zumindest in Betracht ziehen.

ANA_losing

New Jersey Devils
Pavel Zacha, der im NHL Draft 2015 von den Devils als insgesamt sechster Spieler des Jahrgangs ausgewählt wurde, ist seinem Ruf bisher nicht wirklich gerecht geworden. Allerdings hat er sich in den letzten beiden Spielzeiten in den Statistiken etwas verbessert und erzielte im Durchschnitt 49 Punkte in 82 Spielen. In der Saison 2021/22 ging seine Leistung zwar zurück, aber er erzielte in dieser Saison immer noch 18 Tore und 42 Punkte. Er kann sowohl auf dem Flügel als auch in der Mitte spielen. Zacha ist ein RFA mit Arbitration-Rechten in diesem Sommer. Die Devils haben viel finanziellen Spielraum, aber wenn sie vorhaben sollten, zum Beispiel einen Spieler vom Kaliber eines Johnny Gaudreau in der Free Agency zu verpflichten, werden sie Platz schaffen müssen. Das macht Zacha zu einem wahrscheinlichen Kandidaten für einen Trade. Den Canucks und die Canadiens wurde zuletzt Interesse nachgesagt.
Arizona Coyotes
Jakob Chychrun von den Arizona Coyotes stand vor der Deadline 2022 bei den meisten Tauschbörsen ganz oben auf der Liste, aber Arizonas Preisvorstellung für den 24-jährigen Linksverteidiger mit dem vergleichsweise günstigen Vertrag (drei weitere Jahre zu einem AAV von 4,6 Millionen US-Dollar) war für alle potenziellen Interessenten zu hoch. Das könnte sich jetzt ändern. Zahlreiche Teams (Los Angeles, St. Louis usw.) könnten einen möglichen Top-Spieler auf der linken Seite gebrauchen, der in der Lage ist, viele Minuten zu spielen. Chychrun kam in einer verletzungsbedingt verkürzten Saison 2021/22 mit 47 Spielen für die Coyotes auf durchschnittlich 23 Minuten Eiszeit pro Spiel.

ARI@TOR: Chychrun trifft in OT per Direktschuss

Vegas Golden Knights
William Karlsson konnte nicht mehr an seine bahnbrechende erste Saison bei den Vegas Golden Knights anknüpfen, in der er 43 Tore erzielte. Vegas belohnte Karlsson mit einer Vertragsverlängerung über acht Jahre und einem Salär von 47 Millionen US-Dollar, die in der Saison 2019/20 begann und noch fünf Jahre zu einem AAV von 5,9 Millionen US-Dollar läuft. In der teaminternen Hierarchie ist er inzwischen zurückgefallen und daher ein potenzieller Trade-Kandidat. Karlsson, der zuletzt in 67 Begegnungen zwölf Treffer zum Teamerfolg beisteuerte, wäre für jedes Team ein teurer Neuzugang. Auf der anderen Seite ist er ein zuverlässiger Zwei-Wege-Center, der für jedes Team, das in der Mitte dünn besetzt ist, von Wert wäre.