Mit 14 Toren und elf Vorlagen ist Fiala nun der zweitbester Scorer von Minnesota. Lediglich Kaprizov erwies sich mit 16 Toren und 18 Assists bislang als noch effektiver. "Sie sind beide ganz besondere Spieler", sagte Wild-Verteidiger Jared Spurgeon. "Wenn sie dieses Selbstvertrauen haben und die Möglichkeit bekommen, um offensiv zu spielen, dann kreieren sie großartige Dinge." Dabei erlebte Fiala, der Erstrunden-Pick aus dem Jahre 2014, in der laufenden Spielzeit auch einige Durststrecken. In den ersten vier Saisonspielen gelang Fiala kein einziger Scorer-Punkt. Zwischen dem 22. Februar und dem 25. März erlebte er gleich zwei Durststrecken mit jeweils sechs Spielen ohne Tor. Ende Januar / Anfang Februar musste er zudem eine Sperre über drei Spiele absitzen, nachdem er im Duell mit den Los Angeles Kings seinen Gegenspieler Matt Roy in die Bande gecheckt hatte.
"Ich denke, Kevin hat in diesem Jahr einige Höhen und Tiefen gehabt. Da haben verschiedene Dinge mit hineingespielt", sagt Trainer Dean Evason. "Es ist natürlich genial, dass er nun seine Tore und Assists macht. Das brauchen wir, um Erfolg zu haben." Fiala hat die schwierigen Phasen offenbar völlig hinter sich gelassen. Alleine in den letzten sieben Spielen gelangen ihm elf Scorer-Punkte. Was das Geheimnis seiner starken Form ist? "Ich denke, ich versuche einfach, mein Spiel ein wenig zu vereinfachen. Ich schieße ein bisschen öfter den Puck einfach auf das Tor. Und im Moment gehen die Pucks oft rein", sagte Fiala und fügte hinzu: "Momentan läuft es gut bei uns, also muss man einfach weitermachen. Es kann auch ganz schnell mal in die andere Richtung gehen. Und wir wollen nicht, dass das passiert." Minnesota hat nun drei der letzten vier Spiele gewonnen und in sieben der letzten neun Spiele gepunktet.
Trainer Evason betont allerdings, dass Fiala nicht nur wegen seiner Tore und Vorlagen wichtig für die Mannschaft ist: "Wir brauchen ihn auch, um keine Pucks zu verlieren und eine starke Verteidigung zu spielen. Man kann in dieser Liga nicht einfach nur ein guter Offensivspieler sein. Dafür ist die Liga zu stark. Wir sind sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie er heute Abend gespielt hat. Offensichtlich hat er die Fähigkeit, zu punkten. Aber wenn er auf dem Eis steht, dann ist er für jeden Hockey-Club über das gesamte Spiel eine Bereicherung."
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Der Sieg gegen Colorado war auch ein Statement im Hinblick auf die Playoffs. Die Avalanche führt mit 56 Punkten die Honda West Division an und wird als heißer Anwärter auf den Stanley Cup gehandelt. Auch Minnesota, die mit 50 Punkten auf Platz 3 der Division stehen, hatten mit Colorado bislang große Probleme. Die vorherigen drei Begegnungen gegen die Avalanche endeten allesamt mit einer Niederlage. Erst am Montag verlor Minnesota mit 4:5. Colorado hatte im bisherigen Saisonverlauf in keinem Spiel mehr als sechs Gegentore kassiert. Dass Minnesota nun das erste Team ist, dass gegen die Avalanche ein Offensiv-Feuerwerk mit mehr als sechs Toren entbrannte, spricht für die hohen Ambitionen dieser Mannschaft.
Vor allem war der Sieg auch eine Botschaft an den Divisionsrivalen aus Colorado. "Wir wollten einfach dieses Spiel gewinnen und auch ein kleines Statement setzen, dass wir gegen diese Jungs spielen können, sollten wir in den Playoffs auf sie treffen", sagte Fiala. "Ich habe das Gefühl, dass wir einen richtig guten Job gemacht haben." Am Freitag kann Minnesota im Spiel bei den St. Louis Blues (8:00 p.m. ET, NHL.tv, DAZN, Sa. 2:00 MESZ) die Erfolgsserie fortsetzen.