Dementsprechend gemischt war übrigens dann auch die Zusammensetzung der Trauergemeinde am Montag. Versammelt hatten sich ehemalige Angestellte, die von ihrem Chef Abschied nehmen wollten, aber eben auch zahlreiche Eishockey- und Baseballfans. Erinnert wurde bei ihrem Treffen zu Ehren des Toten u.a. an die Titelgewinne, welche er den Red Wings in der NHL ermöglicht hatte, aber eben auch an unzählige kleine mitmenschliche Anekdoten und Erlebnisse, welche die Trauernden mit dem Verstorbenen dauerhaft verbinden.
Michael "Mike" Ilitch, wurde am 20. Juli des Jahres 1929 bereits in Detroit geboren. Ilitchs Eltern stammten jedoch direkt aus dem Gebiet der heutigen Republik Mazedonien, die damals noch ein Teil des Königreichs Jugoslawien war.
Aufgrund der dort damals vorherrschenden politischen Unruhen wanderten sie aber noch vor Mike Ilitchs Geburt bereits in die Vereinigten Staaten aus.
Ilitch war in seiner Jugend selber ein recht vielseitiger und talentierter Sportler und hatte offenkundig eine besondere Begabung für Baseball. Da sich das örtliche Baseballteam, die Detroit Tigers, jedoch zunächst weigerte ihm die ihm vorschwebende Summe für einen Profi-Vertrag, den sie ihm angeboten hatten, zu zahlen, trat er nach Beendigung der Schule zunächst dem United States Marine Corps bei. Dort verpflichte er sich direkt langfristig für den Zeitraum von vier Jahren.
Er spielte dann auch dort für ein Militär-Baseball-Team der Marines. Während dieser Zeit wurde er jedoch dem Vernehmen nach recht stark von den Erlebnissen geprägt, welche er im Zusammenhang mit dem Korea-Krieg machen musste.
Ilitch litt offenbar stark unter den Erlebnissen, welche er seinerzeit in einem Militärhospital machen musste, wo er diverse Verwundete aus dem Korea-Krieg unmittelbar kennenlernte. Er selber war dem Krieg als Soldat zwar entgangen, da er als Baseballspieler aktiv war, doch wirkte sich das Leid der Kameraden offenbar stark auf seine Psyche aus. Deren Leiden konnte auch er insgesamt nur schwer verarbeiten, wie er später schilderte.