NYR 5, WSH 3

Ein starkes erstes Drittel brachte den New York Rangers am Dienstag den dritten Sieg in den vergangenen vier Spielen ein. Getragen von ihren Spitzenspielern schickten die Rangers die Washington Capitals mit 5:3 aus dem Madison Square Garden nach Hause. Besonders Toptorjäger Mika Zibanejad drückte dem Spiel bereits früh seinen Stempel auf.

"Wir sind gut aus der Kabine gekommen und haben schnell gespielt", analysierte Zibanejad den Erfolg. "Es ist wichtig, dass wir hier zu Hause wieder ein gutes Gefühl kriegen. Es war kein perfektes Spiel, aber wir haben vieles gut gemacht und können darauf aufbauen."

WSH@NYR: Zibanejad erzielt sein zweites Tor

Die Rangers liegen im Rennen um die Plätze in den Stanley Cup Playoffs in einer relativ komfortablen Position. Sie stehen mit 86 Punkten (38-19-10) auf dem dritten Platz in der Metropolitan Division, acht Zähler hinter den zweitplatzierten New Jersey Devils und acht Punkte vor den Pittsburgh Penguins, die auf Platz vier liegen. Die Capitals drohen hingegen die Playoffs zu verpassen. Sie liegen mit 71 Zählern (32-29-7) fünf Punkte hinter den New York Islanders, die den zweiten Wildcard-Platz in der Eastern Conference belegen.
"Wir waren einfach nicht schnell genug", bemängelte Capitals-Trainer Peter Laviolette, der verletzungsbedingt auf Kapitän Alex Ovechkin verzichten musste. "Wir haben den Puck nicht schnell genug nach vorne gebracht und haben den Puck zu lange gehalten. Wir sind nicht in den offenen Raum gegangen. Wir haben die Pässe, die da waren, nicht genommen. Dann wird man unter Druck gesetzt und sie drehen den Spieß um."
Um New Yorks Chancen auf die K.o.-Runde weiter zu steigern, holte General Manager Chris Drury vor der NHL Trade Deadline namhafte Verstärkung für die Offensive. Von den St. Louis Blues stieß Torjäger Vladimir Tarasenko zum Team, von den Chicago Blackhawks kam Superstar Patrick Kane. Gegen die Capitals machte Zibanejad aber klar, dass trotz aller Verstärkung weiterhin er der gefährlichste Vollstrecker der Rangers ist.

Im ersten Drittel sorgte der Schwede früh für das 1:0 (5.). Zehn Minuten später antwortete er unmittelbar auf den Ausgleich durch Nicolas Aube-Kubel (15.) und eroberte die Führung zurück. Kane (19.) baute den Vorsprung mit einem Powerplaytor noch vor der Pause aus.
"Das erste Drittel war so ziemlich unser bestes der Saison", lobte Trainer Gerard Gallant. "19 Schüsse, drei Tore. Unsere Spielweise. Da haben wir einfach alles richtig gemacht."
Nach dem 4:1 durch Kapitän Jacob Trouba (25.), brachten Matt Irwin (33.) und Nic Dowd (52.) die Gäste zwar wieder auf 3:4 heran, Jimmy Vesey (58.) sicherte den Sieg der Rangers aber mit dem 5:3 ab.
"Da ist noch Luft nach oben, aber wir hatten heute einige Chancen", zog Kane sein persönliches Fazit. Er verzeichnete neben seinem Treffer einen Assist und kommt seit seinem Transfer auf drei Tore und zwei Assists in sechs Spielen. "Unsere Reihe hatte einige gute Wechsel und darauf haben wir aufgebaut und haben uns im Spiel immer wohler gefühlt."

WSH@NYR: Kane nutzt Powerplay im ersten Drittel

An die Torgefahr von Zibanejad kommt jedoch keiner seiner Mitspieler heran. Eine Rolle, die er nur zu gut kennt. Er war in den vergangenen fünf Saisons nur einmal nicht der Toptorjäger Rangers, als Chris Kreider in der vergangenen Spielzeit sensationelle 52 Tore gelangen.
Kreider ist im teaminternen Wettbewerb auch diese Saison wieder Zibanejads härtester Konkurrent. Er kommt bisher auf 28 Tore. Zibanejad führt die Statistik der Rangers mit 34 Treffern an und ist bei seinem bisherigen Tempo auf bestem Weg, seinen persönlichen Bestwert von 41 Toren zu überbieten. Außerdem ist er mit 70 Punkten der zweitbeste Scorer und mit 36 Assists der drittbeste Vorbereiter des Teams. Sein nächster Treffer wird sein 200. Tor für New York sein. Das gelang in der langen Franchise-Geschichte nur zwölf anderen Spielern.
Die nächste Chance auf dieses Tor hat Zibanejad am Donnerstag (7 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 0 Uhr MEZ), wenn die Penguins im Madison Square Garden zu Gast sind. Die Capitals empfangen mit den punktgleichen Buffalo Sabres am Mittwoch (7 p.m. ET; NHL.tv; 0 Uhr MEZ) direkte Konkurrenten im Playoff-Rennen.