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Michael Raffl blüht in der zweiten Reihe auf

Die Umstellungen in der Offensive der Flyers haben sich für den Villacher ausgezahlt

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Ein im Moment höchster Verzweiflung getätigter Schachzug von Dave Hakstol, Coach der Philadelphia Flyers, hat sich als Volltreffer erwiesen. Nach einer Negativserie mit zehn Niederlagen hintereinander im November und Dezember entschloss sich der verantwortliche Mann an der Bande dazu, die Angriffsformationen neu zu sortieren. Die Maßnahme brachte postwendend Erfolg. Die Flyers starteten eine Aufholjagd aus den Niederungen der Metropolitan Division in Richtung der Playoff-Plätze. Derzeit sind sie mit 48 Punkten lediglich einen Zähler vom zweiten Wildcard-Rang im Osten entfernt.

Ein Ergebnis der Rochade betraf den Villacher Michael Raffl. Er spielte fortan in der zweiten Sturmreihe zusammen mit Jakub Voracek und Valtteri Filppula und blühte in dieser Konstellation regelrecht auf. 11 seiner bislang 14 Scorerpunkte (8 Tore, 6 Assists) in dieser Saison verbuchte der 29-jährige Linksaußen in den 17 Begegnungen seit der Umstellung. Darunter waren drei spielentscheidende Treffer. In den ersten 21 Spielen war er komplett leer ausgegangen.

Den holprigen Beginn der Serie führte Raffl unter anderem auf die Veränderungen im Kader der Flyers zurück. "Wir hatten einige Spieler abgegeben und eine Reihe neuer Leute hinzubekommen. Da mussten wir uns erst finden. Außerdem gab es verletzungsbedingte Ausfälle, die wir kompensieren mussten. Unglücklicherweise haben wir dann noch einige Spiele in der Overtime oder im Shootout verloren", sagte er im Gespräch mit NHL.com/de.

Video: PHI@NJD: Raffl schließt klasse Passspiel ab

Die Neujustierungen in der Offensive kamen dem österreichischen Nationalspieler entgegen. "Ich habe davon enorm profitiert, was sich nicht zuletzt an meiner Scorerpunktzahl ablesen lässt", meinte Raffl. Mit beiden Stürmerkollegen versteht er sich ausgezeichnet. Zu Voracek pflegt er auch privat ein freundschaftliches Verhältnis. So feierten beide dieses Jahr zusammen Weihnachten im Familienkreis.

Beim jüngsten 5:3-Auswärtssieg der Flyers am Samstag bei den New Jersey Devils glänzte das Trio Raffl-Filppula-Voracek mit insgesamt vier Scorerpunkten. Es war der vierte Sieg für Philadelphia in Folge und der fünfte aus den vergangenen sechs Spielen. Der Kärntner markierte den Treffer zum 5:2.

Raffl spielt mittlerweile die fünfte Saison für den zweifachen Stanley-Cup-Champion. Seine Premiere feierte er am 12. Oktober 2013 im Match gegen die Detroit Red Wings. Seitdem absolvierte er 312 Begegnungen in der Hauptrunde und brachte es dabei auf 106 Zähler (59 Tore, 47 Vorlagen). In den Playoffs stehen für ihn weitere 13 Einsätze mit einem Tor und einem Assist zu Buche.

Die Flyers müssen in dieser Woche noch vier schwere Partien bestreiten. Zunächst gastieren sie am Dienstag bei den New York Rangers. Im Anschluss stehen zwei Heimspiele im Wells Fargo Center im Kalender - am Donnerstag gegen die Toronto Maple Leafs und am Samstag gegen die New Jersey Devils. Einen Tag später folgt der Gang zu den Washington Capitals. Trotz der kniffligen Aufgaben würde das Team aus Philadelphia gerne die aktuelle Erfolgsgeschichte fortschreiben.

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