Eine Verbindung nach Deutschland können die San Jose Sharks nicht leugnen: Kein anderes NHL-Team draftete mehr Deutsche als die Sharks: Marcel Goc (Draft 2001, 1. Runde, 20. Stelle), Marco Sturm (1996, 1., 21.), Timo Pielmeier (2007, 3., 83.), Thomas Greiss (2004, 3., 94.), Christian Ehrhoff (2001, 4., 106.), Dimitri Pätzold (2001, 4., 107.), Patrick Ehelechner (2003, 5., 139.), Manuel Wiederer (2016, 5., 150.), Konrad Abeltshauser (2010, 6., 163.), Dominik Bielke (2009, 7., 207.) und Kai Hospelt (2003, 7., 216.) . Mit diesen elf Spielern darf San Jose durchaus als Anlaufstelle Nummer 1 für deutsche Talente bezeichnet werden. Viele davon, aber nicht alle, schafften in der Bay Area auch den Sprung zum NHL-Spieler.
Sturm, der Pionier
Als der ultimative Pionier darf Sturm bezeichnet werden. Er war der erste Spieler aus dem deutschsprachigem Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz), der die Schlittschuhe für das seit 1991 in der NHL spielende Franchise schnürte. Bis heute absolvierte kein deutschsprachiger Spieler mehr Partien für die Sharks als der Flügelstürmer (591 Spiele, 134 Tore, 154 Assists, 288 Scorerpunkte). 1997 schaffte der Dingolfinger den Durchbruch und blieb bis Dezember 2005, ehe ihn San Jose zusammen mit Brad Stuart und Wayne Primeau im Austausch für Center Joe Thornton zu den Boston Bruins transferierte.
Nachdem der spätere deutsche Bundestrainer in 13 NHL-Jahren nur für zwei Klubs spielte, sollten es in den zwei letzten Jahren noch vier Teams (Los Angeles Kings, Washington Capitals, Vancouver Canucks, Florida Panthers) werden - jeweils immer mit denkbar weit entfernten Coast-to-Coast-Wechseln. Die längste Zeit aber verbrachte Sturm in San Jose.