Goc und Hecht werden im Trainingsalltag auch ihre langjährige NHL-Erfahrung in die Waagschale werfen. Der in Calw im Schwarzwald geborene Goc absolvierte 636 Partien in der regulären Saison für die San Jose Sharks, Nashville Predators, Florida Panthers, Pittsburgh Penguins und St. Louis Blues. Dabei brachte er es auf 188 Scorerpunkte (75 Tore, 113 Assists). In den Stanley Cup Playoffs kamen 15 Punkte (fünf Tore, 15 Assists) in 63 Partien hinzu.
Der gebürtige Mannheimer Hecht trug in der NHL das Trikot der Blues, Edmonton Oilers und Buffalo Sabres. Für ihn stehen 833 Einsätze in der regulären Saison und 463 Punkte (186 Tore, 277 Assists) zu Buche. In den Playoffs sammelte er 32 Zähler (14 Tore, 18 Assists) in 59 Begegnungen.
Goc ist sich sicher, dass die Zusammenarbeit mit Hecht, der zuletzt im Scouting der Adler tätig war, und Stewart problemlos funktioniert. "Jochen und Bill haben ja schon einmal in dieser Konstellation zusammengearbeitet. Beide verstehen sich prima. Ich selbst durfte unter Bill spielen, deshalb kenne ich ihn mittlerweile auch ganz gut. Ich komme mit beiden gut aus", so der ehemalige Angreifer, der 2018 als aktiver Spieler mit Deutschland bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang die Silbermedaille holte.
Nach Ansicht von Hecht bedarf es nicht viel, damit die Adler wieder erfolgreichere Zeiten als in den vergangenen Wochen erleben. "Wir müssen ein paar Kleinigkeiten aus den Jungs herauskitzeln, zum Beispiel den Spaß und dass sie wieder ihren Instinkten vertrauen. Wenn wir das schaffen, wird es sehr weit gehen", prophezeite er im Gespräch mit Mannheim24. Es sei nötig, viel mit den Spielern zu reden und offene Türen zu haben, wenn sie Fragen hätten oder anderweitig Hilfe benötigten.
Stewart, der als Spieler und Trainer über eine NHL-Biografie verfügt und die Adler 2001 als Coach zum Deutschen Meister machte, entfachte sofort neues Feuer innerhalb der Belegschaft. "Die Stimmung war elektrisierend. Jeder saß gespannt auf den vorderen Zentimetern seines Platzes", beschrieb er auf der Klubseite die Szenerie bei der ersten Teamsitzung. "Sicher muss man in dieser Situation, in der sich die Mannschaft befindet, aufpassen, was man sagt und wie man es sagt. Aber die Jungs brennen alle, sind in guter Form. Ich bin mir sicher, dass wir mit ein paar kleinen Anpassungen viel bewegen können. Es geht mehr um die Psyche."