Nelson und Islanders gewinnen Sp. 3 gg. Lightning 5-3

Am Tag nach der ersten Niederlage im Eastern Conference Finale bemühte sich die Belegschaft der Tampa Bay Lightning nach außen hin Gelassenheit zu demonstrieren. "Wir sind ein erfahrenes Team und wissen genau, wie wir auf diesen Rückschlag zu reagieren haben ", sagte Angreifer Patrick Maroon am Samstag bei einer Pressekonferenz. Nach zwei Siegen zum Auftakt (8:2, 2:1) mussten sich die Lightning den New York Islanders in Spiel 3 der Best-of-7-Serie mit 3:5 geschlagen geben.

Nach Ansicht von Maroon sind Aufs und Abs während einer Finalserie völlig normal. Das ändere aber nichts an der Grundeinstellung. "Wir gehen jedes Spiel so an als wäre es ein Endspiel", betonte er. "Von daher werden wir versuchen, im nächsten Match wieder einen Sieg zu landen."
Verteidiger Zach Bogosian stimmte der Analyse seines Teamkollegen zu. "Leider gib es Tage, an denen der Defensive mal der ein oder andere Lapsus passiert. Gestern war so einer", meinte er. "Aber wir werden alles dafür tun, um die Fehler zu minimieren und ich bin fest davon überzeugt, dass wir das hinbekommen."
Fünf Gegentore wie in Spiel 3 gegen die Islanders hatten die Lightning in den Stanley Cup Playoffs 2020 zuvor noch nicht kassiert. Und wenn sie sich den Titel in der Conference und den Einzug ins Stanley Cup Finale sichern wollen, sollten sie es tunlichst vermeiden, dass dies ein weiteres Mal geschieht. Denn auf so viele Gegentreffer die passende Antwort zu finden, fällt selbst einer in der Offensive bestens bestückten Mannschaft wie Tampa Bay schwer. Vor allem dann, wenn wie am Freitag mit Steven Stamkos, Brayden Point (beider verletzt) und Alex Killorn (gesperrt) gleich drei Top-Stürmer nicht zur Verfügung stehen.

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Für Spiel 4 kehrt zumindest Killorn wieder ins Team zurück. Unklar ist, ob der teaminterne Playoff-Topscorer Point (23 Punkte) rechtzeitig fit wird. Er schied in Spiel 2 mit einer nicht näher spezifizierten Verletzung aus und fehlte in der darauffolgenden Begegnung. Sein Verlust ist besonders schmerzlich, da er sich vor seinem Ausscheiden in blendender Form befand. Ein Einsatz des seit längerem verletzten Stamkos in der Serie gegen die Islanders ist nach Lage der Dinge nicht zu erwarten.
Dass Tampa Bay den Kontrahenten aus Long Island nicht mit einem reinen Offensivfeuerwerk aus dem Wettbewerb kegeln kann, war Trainer Jon Cooper bewusst. Mit Luke Schenn bot er daher in allen drei Duellen einen siebten Verteidiger auf.
Bogosian begrüßt die Maßnahme des Coaches: "Ich finde diese Lösung gut, da die Spiele gegen die Islanders sehr viel Kraft kosten. Mit sieben Leuten in der Verteidigung hat man mehr Möglichkeiten, zwischendurch mal ein wenig durchzuschnaufen."
Trainer Cooper hält große Stücke auf Schenn. "Er ist groß und physisch stark. Das macht ihn zu einem idealen Spieler, wenn es gegen bissige Teams wie die Islanders geht. Außerdem arbeitet er intensiv vor dem Tor und schlägt gute erste Pässe. Es ist toll, einen wie ihn in der Mannschaft zu haben, zumal er auch menschlich super zu uns passt", würdigte er den Verteidiger.
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Cooper hat es gefallen, wie souverän und gelassen seine Schützlinge mit der Niederlage vom Freitag umgegangen sind. "Die Jungs waren nach dem verlorenen Spiel überhaupt nicht frustriert. Ebenso wenig sind sie nach den beiden Siegen vor Freude in der Kabine herumgesprungen. Bei uns herrscht ein ruhiges Selbstvertrauen, wie ich es bezeichnen würde." Generell beeindrucke ihn die Professionalität, mit der seine Spieler ans Werk gingen. "Jeder macht unaufgeregt seinen Job. Das finde ich großartig. Wir haben ein Ziel, auf das wir hinarbeiten und dem wir alles unterordnen."
Im Gespräch mit den Medienvertretern ließ Cooper anklingen, dass er sich in der nächsten Partie von seinen Mannen eine konzentrierte Abwehrleistung wünsche. "Wenn man gegen die Islanders drei Tore schießt, hat man normalerweise eine gute Chance, das Spiel zu gewinnen. Allerdings dürfen dann nicht so viele Pucks in unserem Netz landen", sagte er.
Spiel 4 im Eastern Conference Finale zwischen den Lightning und den Islanders findet am Sonntag (3 p.m. ET, 21 Uhr MESZ; NHLTV, Sport1+, DAZN, Teleclub Sport) im Rogens Place von Edmonton statt.