oilers senators

Während manche Teams auf ein ausgeglichenes Team setzen, dass ein konstantes Niveau hält und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung überzeugt, überragt in mancher Mannschaft eine Reihe den Rest. Dank besonderer Einzelspieler können bestimmte Formationen den Unterschied machen und für ihr Team Spiel für Spiel zum entscheidenden Faktor werden. NHL.com/de rückt fünf Reihen ins Scheinwerferlicht, die für ihre Mannschaft besonders unverzichtbar sind.

1. Artturi Lehkonen - Nathan MacKinnon - Mikko Rantanen (Colorado Avalanche)

Seit Jahren ist die erste Reihe der Colorado Avalanche eine der dominanten Formationen der NHL. Für gewöhnlich bildet Kapitän Gabriel Landeskog dort mit Nathan MacKinnon und Mikko Rantanen ein Trio, doch er fiel über die gesamte Saison 2022/23 verletzungsbedingt aus.

Artturi Lehkonen hatte große Fußstapfen zu füllen und überzeugte in seiner neuen Rolle. Er harmonierte mit seinen elitären Partnern, brachte es am Ende auf 51 Punkte (21 Tore, 30 Assists) in 64 Spielen und verhalf den beiden Stammkräften zu einer weiteren grandiosen Saison. MacKinnon führte die Avalanche am Ende mit 111 Punkten (42 Tore, 69 Assists) an, Rantanen folgte knapp dahinter mit 105 Zählern (55 Tore, 50 Assists).

Die drei waren damit für 117 der 274 Tore der Avalanche verantwortlich und trugen sie so in die Stanley Cup Playoffs. Gleichzeitig führte ihre Spielweise, in der sie viel Zeit mit dem Puck verbringen, dazu, dass die Gegner nur selten zum Zug kamen.

COL@CGY: Lehkonen baut Avalanches Führung im 1. aus

2. Jason Robertson - Roope Hintz - Joe Pavelski (Dallas Stars)

In der ersten Reihe der Dallas Stars sieht man eine perfekte Kombination aus schnellen jungen Spielern und einem der besten Veteranen, die die NHL zu bieten hat. Joe Pavelski scheint auch im Alter von 39 Jahren noch längst nicht mit seinen Kräften am Ende und bietet einerseits Stabilität, strahlt andererseits aber auch selbst noch jede Menge Torgefahr aus. Jason Robertson ist ein junger Elitestürmer und Roope Hintz verfügt über ein Niveau, das angesichts des großen Talents bei den Stars oft immer noch unterschätzt wird.

Pavelski war mit 77 Punkten (28 Tore, 49 Assists) der drittbestes Scorer der Stars. Robertson führte das Team mit 109 Zählern (46 Tore, 63 Assists) an und Hintz landete mit 75 Punkten (37 Tore, 38 Assists) auf Rang vier.

Die Reihe präsentierte sich aber auch als besonders zuverlässig in der Defensive. Hintz hatte mit einem Wert von +31 die schlechteste Plus-Minus-Bilanz der drei. Wenn sie auf dem Eis sind, gibt es für Dallas wenig zu befürchten.

NSH@DAL: Robertson und Hintz zum 1. Tor des Abends

Bei den Edmonton Oilers sollte man erwarten, dass Superstar Connor McDavid auf jeden Fall einen Platz in jeder Bestenliste hat. In diesem Fall schafft es aber die Reihe von Ryan Nugent-Hopkins, Leon Draisaitl und Evander Kane unter die Top 3. Immerhin standen hier gleich zwei der neun besten Scorer der Liga auf dem Eis.

Draisaitl ist ohne Frage das Juwel dieser Formation. Die 128 Punkte (52 Tore, 76 Assists) des Kölners wurden in dieser Saison nur von McDavid überboten. Angesichts der beiden Ausnahmestürmer erhielt Nugent-Hopkins aber weniger Aufmerksamkeit, als er verdient hätte. Immerhin steuerte er selbst 104 Punkte (37 Tore, 67 Assists) bei. Kane hatte diese Saison Verletzungspech und konnte nur die Hälfte der Spiele bestreiten, dabei gelangen ihm 28 Punkte (16 Tore, 12 Assists). Wäre er die gesamte Saison über in Topform gewesen, könnten die Statistiken aller drei Spieler vielleicht noch beeindruckender sein.

LAK@EDM: Kane nach Vorlage von Draisaitl

4. Brady Tkachuk - Tim Stutzle - Claude Giroux (Ottawa Senators)

Die Zukunft der Ottawa Senators sieht endlich wieder rosiger aus. Nach Jahren im Tabellenkeller trägt der Neuaufbau Früchte und die großen Talente, die die Senators in den vergangenen Jahren im NHL Draft sammelten, reifen heran. Nach dem Rezept der Pavelski-Reihe in Dallas sicherte sich Ottawa vergangene Saison mit Claude Giroux einen erfahrenen Spitzenspieler, der mit Brady Tkachuk und Tim Stützle eine der schlagkräftigsten Reihen der NHL bilden kann.

Das Niveau von Giroux ist unbestreitbar. Der 35-jährige Stürmer kommt in seiner Karriere in 1.100 Spielen auf 1.002 Punkte (329 Tore, 673 Assists) und enttäuschte auch vergangene Saison nicht, als er 79 Punkte verbuchte. Stützle war mit 90 Zählern (39 Tore, 51 Assists) der Topscorer der Senators und Kapitän Tkachuk ordnete sich teamintern zwischen den beiden mit 83 Punkten (35 Tore, 48 Assists) auf dem zweiten Platz ein.

In dieser Reihe stimmt einfach die Mischung. Tkachuk bringt viel Härte mit, Giroux kann seine Beiträge in der Offensive leisten und zugleich nach hinten absichern und Stützle ist mit seiner Schnelligkeit und technischen Klasse ein gnadenloser Vollstrecker.

NYI@OTT: Giroux versenkt Tkachuks Vorlage

5. Jeff Skinner - Tage Thompson - Alex Tuch (Buffalo Sabres)

Die Buffalo Sabres sind in einer ähnlichen Situation wie die Senators. Sie verpassten vergangene Saison zwar noch die Stanley Cup Playoffs, doch dank des steigenden Niveaus der jungen Spieler zeigten sie, dass in den kommenden Jahren mit ihnen zu rechnen sein dürfte. Besonders Tage Thompson stand im Rampenlicht. Mit Alex Tuch und Jeff Skinner kann er ein Offensiv-Trio bilden, das es in sich hat.

Alle drei Spieler haben gerade die beste Saison ihrer Karriere hinter sich. Die Sabres stellten mit 3,57 Toren pro Spiel die drittbeste Offensive der NHL. Ihre Angriffsbemühungen wurden von Thompson angeführt, der es auf 94 Punkte (47 Tore, 47 Assists) brachte. Skinner folgte mit 82 Punkten (35 Tore, 47 Assists) und Tuch lieferte auf Rang drei weitere 79 Punkte (36 Tore, 43 Assists).

Wenn die Sabres in der kommenden Spielzeit mit wachsender Erfahrung noch einen Zahn zulegen, könnte sich auch die Ausbeute der drei Spitzenstürmer weiter steigern. Mit dieser gewaltigen Torgefahr könnte Buffalo womöglich nach einer Durststrecke von zwölf Jahren endlich die Rückkehr in die Playoffs gelingen.

BUF@MTL: Thompson baut Führung mit schönem Schuss aus