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Kühnhackl in den Special-Teams gefragt

Penguins-Angreifer bekommt in der Preseason viel Einsatzzeit - Kleine Unsicherheit bleibt

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Die Verantwortlichen der Pittsburgh Penguins stehen vor einer schwierigen Entscheidung. Bis Dienstag haben sie Zeit, ihren 23 Mann starken Kader zu benennen, mit dem sie den Saisonauftakt 2017/18 bestreiten wollen. Da sich aktuell 25 Spieler im Trainingscamp befinden, müssen sie noch zwei Namen von der Liste streichen. Gerade jene Akteure unter den Verbliebenen, die in der vergangenen Saison nicht durchgängig zur Stammbesetzung gehörten, werden die Entwicklung in den nächsten Tagen daher aufmerksam verfolgen. Zu ihnen zählt auch der zweifache Stanley-Cup-Gewinner Tom Kuhnhackl.

Aus sportlichen Gründen deutet wenig darauf hin, dass der 25-jährige Landshuter zu den beiden Streichkandidaten gehören könnte. In der Preseason lief es bis dato gut für ihn. Kühnhackl ist körperlich fit und bekam von Coach Mike Sullivan viel Einsatzzeit eingeräumt. Vor allem im Powerplay und im Penalty-Killing schickte ihn der Trainer in den Testpartien regelmäßig aufs Eis. Beim 6:5 nach Verlängerung gegen die New Jersey Devils verbuchte er einen Assist in Überzahl. Dass für Kühnhackl dennoch eine kleine Unwägbarkeit bleibt, hängt mit taktischen Überlegungen zusammen, die Sullivan am Freitag gegenüber der Pittsburgh Post-Gazette äußerte.

Als nahezu sicher gilt zunächst einmal, dass Tryout-Stürmer Jay McClement nicht in den NHL-Kader übernommen wird. Sollten die Penguins wie in der Liga üblich, mit sieben Verteidigern in die Saison gehen, würde neben McClement entweder Derrick Pouliot oder Chad Rudwedel als letzter Spieler gestrichen. Wenn der Titelverteidiger jedoch wie von Sullivan angedeutet, den Kader zum Start mit acht Defensivspielern bestückt, müsste ein weiterer Stürmer weichen. Das liefe dann auf einen Showdown zwischen Kühnhackl und Josh Archibald hinaus, die sich in den vergangenen Tagen in der vierten Reihe auf Linksaußen abwechselten. Doch selbst in diesem Fall sollte der Landshuter nicht zuletzt wegen seiner höheren Qualitäten für die Special-Teams die Nase vorne haben.

"Es ist klar, dass wir bald eine Entscheidung fällen müssen", sagte Coach Sullivan. "Wir werden dabei sehr sorgfältig vergehen und eine ganze Reihe an Überlegungen und Fakten einfließen lassen."

Für Kühnhackl ist die aktuelle Situation nichts Unbekanntes. Er weiß, dass er sich bei der enormen Kadertiefe der Penguins nicht auf vergangenen Meriten ausruhen kann, sondern sich immer wieder neu anbieten muss. Gerade im Angriff bleiben nicht viele vakante Positionen übrig, wenn alle Stars gesund sind. Doch der deutsche Nationalspieler hat sich nie beklagt, sondern stets mit offenem Visier für seine Einsatzchancen gekämpft. Deswegen ist er im Team und bei den Fans der Penguins äußerst beliebt.

Video: PIT@CBJ, Sp4: Kühnhackl findet den freien Puck

Kühnhackl hat sich in der Branche den Ruf des harten Arbeiters erworben. Seine Hauptaufgabe als defensiv ausgerichteter Stürmer ist es, den Gegner im Zweikampf aufzureiben und vom eigenen Tor fernzuhalten. Spektakulär ist bisweilen auch, wie schonungslos er sich in Schüsse der Kontrahenten wirft. 42 Blocks und 121 Checks sind für ihn in der Saisonstatistik 2016/17 ausgewiesen. Wenn es ihm gelingt, diese kämpferischen Tugenden über die gesamte Saison abzurufen, er verletzungsfrei bleibt und sich gut ins schnelle Spiel der Penguins einpasst, führt im Grunde kein Weg an Kühnhackl vorbei.

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