Boston Bruins - Florida Panthers 3:1(Serie 1:0)
Titelfavorit Boston Bruins hat sich zum Auftakt der Stanley Cup Playoffs keine Blöße gegeben. Die Mannschaft von Trainer Jim Montgomery bezwang auf eigenem Eis die Florida Panthers 3:1. Die Bruins, die in der regulären Saison Rekorde aufstellten, was Siege (65) und Punkte (135) für eine Spielzeit anbelangt, konnten sich dabei einmal mehr auf ihre Leistungsträger verlassen. Linus Ullmark war, wie schon die gesamte Saison über, ein sicherer Rückhalt. Der Schwede entschärfte 31 von 32 Schüssen, die auf seinen Kasten kamen. Lediglich beim zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Matthew Tkachuk (27.) konnte er nichts ausrichten.
Auch beim Toreschießen war auf die Leistungsträger der Bruins Verlass. David Pastrnak, der in der regulären Saison mit 61 Toren, 52 Vorlagen und 113 Scorerpunkten jeweils persönliche Bestleistungen aufgestellt hatte, hat seine gute Form offenbar mit in die Playoffs genommen. In Überzahl sorgte er bereits in der sechsten Minute zum ersten Mal für Jubel bei den Fans im TD Garden. Wobei dies einer seiner einfacheren Treffer war. Nach einem Schuss von David Krejci legte Tyler Bertuzzi seinem Teamkollegen die Scheibe mit einem feinen No-look-Pass per Rückhand auf. Der Tscheche musste nur noch ins leere Tor einschieben.
Das 2:0 der Bruins ging auf die Kappe von Panthers-Keeper Alex Lyon. Er ließ einen an sich harmlosen Schuss von Brad Marchand über den Fanghandschuh kullern (24.). Ansonsten zeigte der Vertreter von Sergei Bobrovsky eine ordentliche Leistung mit 26 Saves. Kurios dann der Treffer zum vorentscheidenden 3:1 (38.). Da lag die Scheibe nämlich lange auf dem rechten Schoner von Lyon. Im Getümmel vor dem Tor behielt Jake DeBrusk die Übersicht und bugsierte den Puck hinter die Linie.
Im dritten Drittel hatten die Panthers, die noch auf Stürmer Sam Bennett verzichten mussten, die Chance, durch Carter Verhaeghe heranzukommen. Doch er scheiterte an Ullmark. Auf der anderen Seite wurde das vermeintliche 4:1 nach einer Challenge von Panthers-Coach Paul Maurice wegen Torwartbehinderung nicht anerkannt.
"Die Ergebnisse sind jetzt wichtiger als die Art und Weise, wie sie zustande kommen", meinte Montgomery. Mit dem Spiel seines Teams bei fünf gegen fünf sei er nicht zufrieden gewesen. "Da können wir noch besser werden. Aber das Ergebnis war richtig gut." Und das sei hauptsächlich ein paar Spielern zu verdanken, die richtig gut gespielt hätten. "Speziell unser Torwart." Die Intensität der Playoffs habe sei Team etwas überrascht. Und die Nerven seien auch im Spiel gewesen.
"Teile von unserem Spiel waren gut. Ich hatte den Eindruck, dass die Bruins mit zunehmender Spieldauer besser geworden sind", sagte Tkachuk. Wenn man eine Zwei-Tore-Führung habe, tue man sich leichter. Aber er sei zuversichtlich. Er habe viele Dinge im Spiel der Panthers gesehen, auf die man aufbauen könne.