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Fiala erweist sich als die erhoffte Verstärkung

Der Schweizer belebt die Offensive der Wild und will mit dem Team noch auf den Playoff-Zug aufspringen

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

Wenn die Minnesota Wild und ihr Stürmer Kevin Fiala die Wahl hätten, würden sie die verbleibenden vier Begegnungen der regulären Saison 2018/19 wohl am liebsten ausschließlich in fremden Gefilden bestreiten. Der Grund: Auswärts spielt die Mannschaft in dieser Saison wesentlich erfolgreicher als im heimischen Xcel Energy Center. Den jüngsten Beleg dafür lieferte sie am Samstag in der T-Mobile Arena bei den Vegas Golden Knights. Nach einer couragierten Vorstellung gewannen die Wild beim Tabellendritten der Pacific Divison mit 3:2 und wahrten damit ihre minimale Chance auf die Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs.

In der Partie gegen die Golden Knights zeigte sich zudem, dass Minnesota mit dem Schweizer Fiala bei der NHL Trade Deadline einen guten Fang gemacht hat. Der 22 Jahre alte St. Galler gehörte zu den Aktivposten in der Offensive und erzielte seinen dritten Treffer für die Wild. In der 32. Minute setzte er im Powerplay entschlossen nach und überwand Vegas-Schlussmann Malcom Subban mit einem Lupfer aus kurzer Distanz zur zwischenzeitlichen 3:0-Führung. Im Anschluss ging er wie immer nach besonderen Toren in die Knie, stieß einen Jubelschrei aus und holte sich die Glückwünsche seiner Teamkollegen ab.

Video: MIN@VGK: Fiala erhöht Führung im Powerplay

Die Wild hatten Fiala wenige Stunden vor Ablauf der Wechselfrist am 25. Februar von den Nashville Predators verpflichtet und dafür Mikael Granlund an den Kontrahenten aus der Central Division abgegeben. Seitdem kam der Schweizer Angreifer auf 15 Einsätze und sieben Scorerpunkte. Die ersten beiden Zähler gelangen ihm ausgerechnet bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte nach Nashville. Bei der 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen am 5. März in der Bridgestone Arena schnürte er einen Doppelpack. Mit seinem Ausgleichstor zum 4:4 kurz vor Ende der regulären Spielzeit sicherte er den Wild zumindest einen Punkt, der in der Endabrechnung noch einmal ganz wichtig werden könnte.

Den anfänglichen Schock über den für ihn zu diesem späten Zeitpunkt unerwarteten Trade hatte Fiala schnell verdaut. "Ich habe gemerkt, dass es an der Sache auch eine positive Seite gab. Schließlich bin ich bei einem Team gelandet, das um die Playoffs kämpft. Es hätte auch schlimmer kommen können", sagte er wenige Tage nach dem Deal in einem Gespräch mit NHL.com/de.

Video: MIN@NSH: Fiala gleicht nach Bully aus

Seine neuen Mitspieler empfingen Fiala mit offenen Armen, was ihm den Start bei den Wild erleichtert hat. "Alle sind sehr nett zu mir gewesen und haben es mir einfach gemacht, dort anzukommen", betonte er.

Im engen Rennen um die Playoff-Qualifikation in der Western Conference setzen die Verantwortlichen in den noch ausstehenden Spielen große Hoffnungen auf die Scoring-Qualitäten des Flügelstürmers. Für ihn ist die Situation, in der sich die Wild befinden, nicht gänzlich unbekannt. 2016/17 hatten sich die Predators ihre Playoff-Teilnahme ebenfalls mit Hilfe einer Wildcard gesichert. Danach marschierten sie bis in die Finalserie um den Stanley Cup durch, in der sie sich den Pittsburgh Penguins knapp geschlagen geben mussten.

 

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An einen solchen Coup denkt im Lager der Wild momentan allerdings niemand. Zunächst einmal gilt es, überhaupt auf den Playoff-Zug aufzuspringen. Eine herausfordernde Aufgabe, die Minnesota bei vier Punkten Rückstand auf den zweiten Wildcard-Platz nicht aus eigener Kraft bewerkstelligen kann. Die Schützlinge von Trainer Bruce Boudreau sind dafür auf Patzer der Konkurrenz, sprich der Arizona Coyotes und der Colorado Avalanche, angewiesen.

Am Sonntag kommt es für die Wild zu einem vorgezogenen Endspiel gegen die Coyotes. Schauplatz des Aufeinandertreffens ist die Gila River Arena von Glendale. Ein Umstand, der bei der Mannschaft aus Minnesota aufgrund ihrer Auswärtsstärke kein Unbehagen auslöst. 21 Spiele entschied die Vertretung aus St. Paul auf ihren Dienstreisen für sich. Zu Hause hat sie dagegen bisher lediglich 15 Siege eingefahren.

 

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Trotz der günstigen Bilanz bei Auftritten außerhalb der eigenen Arena ist sich Coach Boudreau darüber im Klaren, dass das Match in Arizona alles andere als ein Zuckerschlecken wird. "Wir müssen uns voll auf diese Partie fokussieren. Es ist das vielleicht härteste Spiel in diesem Jahr. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass der Verlierer am Ende nicht in die Playoffs einziehen wird", sagte er im Vorfeld des Duells.

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