Für den 25-jährigen Colorado-Avalanche-Kapitän Gabriel Landeskog wird die Zeit nach der Karriere immer mehr zum Thema: "Jedes Jahr denkst du häufiger darüber nach. Aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mich schon darauf vorbereitet habe oder weiß, was ich mal machen möchte.", verrät der Stürmer, der auf dem Eis noch sehr viel zu geben hat: "Jetzt im Moment liegt der Fokus darauf, sich als Spieler zu entwickeln, besser und stärker zu werden und am gemeinsamen Ziel, den Stanley Cup zu gewinnen, zu arbeiten."
Bei Tomas Hertl, Stürmer der San Jose Sharks, haben veränderte Lebensumstände zu einer langfristigeren Planung geführt. "Besonders nachdem ich mich mit meiner Freundin verlobt habe und wir heiraten werden, denke ich auch über Kinder nach. Also kannst du dich nicht nur mit Eishockey beschäftigen. Das ist ganz schön hart, denn du willst den Eishockeysport nicht verlieren, denn er war dein ganzes Leben lang ein Teil von dir." Trotzdem bereitet sich auch Hertl schon auf die Zeit nach dem Eishockey vor - vor allem in finanzieller Hinsicht. "Du musst als Spieler so hart arbeiten und willst nicht dein ganzes Geld ausgeben, sonst hast du nach der Karriere fast gar nichts mehr."
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Auch junge Spieler machen sich Gedanken.
Noch weit entfernt vom Karriereende sind der 22-jährige Dylan Larkin von den Detroit Red Wings sowie der gleichaltrige Adrian Kempe von den Los Angeles Kings. Komplett ausblenden können die beiden Stürmer ihre Zukunftspläne aber nicht. "Ich denke schon ein bisschen darüber nach, ja. Ich denke aber eher daran, eine Familie zu haben, dass meine Tochter oder mein Sohn Eishockey spielen werden und ich sie oder ihn trainieren kann. Ich wünschte, ich wäre unsterblich und könnte für immer spielen, aber realistisch betrachtet wird das nicht passieren", gibt sich Larkin als Realist.
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"Manchmal denke ich darüber nach, was ich nach meiner Karriere tun könnte. Es gibt noch ein langes Leben nach dem Eishockey. Gleichzeitig möchte ich aber auch nicht zu sehr in die Zukunft schauen", gibt auch Kempe einen Einblick in seine Gedankenspiele und orientiert sich an anderen: "Du spielst mit vielen Jungs zusammen und kennst Spieler, die ihre Karriere beenden, also schaust du dir an, was sie so machen. Vielleicht mache ich etwas Ähnliches wie sie. Aktuell habe ich aber keine Pläne für die Zeit nach dem Karriereende."
Tipps kann sich der jüngste Spieler im Kings-Kader kurz nach seinem 22. Geburtstag ja von Ilya Kovalchuck holen. Der 35-Jährige ist der Methusalem in L.A. und dürfte schon ein paar mehr Zukunftspläne geschmiedet haben.