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Von wegen abgeschlagen Letzter. Die Ottawa Senators machen seit eineinhalb Wochen im zweitägigen Rhythmus Boden in der Tabelle der Scotia North Division gut. Ottawas Rückstand auf die vorletzten Vancouver Canucks betrug satte acht Punkte. Die Punktgewinnquote der Senators war mit 23,7 Prozent unterirdisch. Und nun, zehn Tage später?

Am Montag fuhren die Senators einen ungefährdeten 5:1-Heimsieg gegen die Calgary Flames ein, und der Rückstand ist auf drei Zähler gegenüber Vancouver und deren fünf gegenüber den Flames geschmolzen. Selbst die Montreal Canadiens auf dem vierten Platz sind mit sechs Punkten Vorsprung in Sichtweite der Senators gekommen, die vier ihrer letzten fünf Auftritte gewannen (4-1-0).
Zu verdanken haben sie ihren Aufwärtstrend unter anderem ihrer jungen Gilde. Von ihren fünf besten Scorern in diesem Zeitraum hat noch keiner das 25. Lebensjahr vollendet. Angeführt werden Thomas Chabot (6 Assists), Tim Stutzle (5 Assists), Brady Tkachuk (4 Tore, 1 Assist) und Colin White (4 Tore, 1 Assist) von Drake Batherson (6 Tore, 3 Assists). Der 22-jährige Stürmer zeichnete sich auch bei Ottawas jüngstem Sieg als Torschütze aus, sogar als zweifacher.

CGY@OTT: Batherson baut Torserie auf sechs Spiele aus

Von Stützle in der neutralen Zone über Josh Norris landete die Scheibe bei Batherson, der aus Halbdistanz, zwischen den beiden Bullypunkten, abzog und mit seinem wuchtigen Handgelenkschuss Calgarys Torhüter David Rittich kaum eine Abwehrchance ließ - 2:0. Stützle durfte sich hierbei über seinen fünften Assist in den letzten vier Spielen freuen. In den vergangenen acht Partien brachte es der 19-jährige Viersener auf ein Tor und sieben Vorlagen. Eine exzellente Ausbeute für einen Mann in seinem NHL Rookie-Jahr.
Nur 84 Sekunden nach dem Anschlusstreffer von Milan Lucic in der 31. Minute packte Batherson einen weiteren Treffer aus. Diesmal profitierte er von einem Fauxpas von Rittich, der ihm bei einem Klärungsversuch den Puck direkt vor die Füße spielte. Aus der Drehung heraus netzte er flach vom rechten Bullykreis ein.
"D.J. Ottawas Trainer Smith] sagt immer, wenn man sich die besten Teams anschaut, sind sie jeden Abend am konstantesten und wissen, wie man eine Führung verteidigt und auch wie man spielt, wenn man mit einem Tor zurückliegt", sagte Batherson. "Wir versuchen, von solchen Mannschaften zu lernen, und wir werden immer besser. Heute Abend haben wir einen tollen Job gemacht. Wir haben uns im dritten Drittel nicht ausgeruht."
Für Batherson war es das siebte Tor in den letzten sechs und das achte Tor in den letzten acht Partien der Senators. In den zwölf Spielen zuvor hatte er gerade einmal getroffen.
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"Man erkennt, wie talentiert er ist", urteilt Ottawas Torwart Matt Murray über Batherson. "Er ist ein großartiger Schütze, er ist ein cleverer Spieler, er steht offensichtlich oft an der richtigen Stelle. Eine der Arten, wie er zu seinen Toren kommt, ist, dass er sich einfach an die richtige Stelle stellt. Der Puck kommt zu ihm und er nutzt seine Chancen."
Batherson baute seine Torserie auf sechs Spiele in Folge aus und stellte damit eine Franchise-Bestmarke ein, die keine Geringeren wie ein Daniel Alfredsson, Dany Heatley, Bob Kudelski und Jason Spezza vor ihm aufgestellt hatten.
"Ich kann nicht erklären, was los ist. Ich habe zu den Jungs gesagt: 'Ich glaube, das letzte Mal, dass ich sechs solche Tore geschossen habe, war vielleicht in der Pike.' Ich weiß es nicht. Alles, was ich gerade schieße, geht rein. Die Jungs machen ein paar tolle Spielzüge und setzen mich damit in Szene", so Batherson.
Die Senators erzielten in jedem ihrer vergangenen sechs Spiele mindestens drei Tore, in der Summe waren es beeindruckende 24. Mit so viel Offensivpower könnte bald das Tragen der Roten Laterne als Tabellenschlusslicht der Vergangenheit angehören.
Bereits am Dienstag treten sie im Bell Centre von Montreal auf (7 p.m. ET; TSN2, RDS, TSN5, NHL.tv; Mi. 1:00 Uhr MEZ) und am Donnerstag gibt es ein Wiedersehen mit den Flames im Scotiabank Saddledome von Calgary (9 p.m. ET; SNW, TSN5, RDS2, NHL.tv; Fr. 3:00 Uhr MEZ). Gegner, die den Senators in der jüngsten Vergangenheit durchaus gelegen waren.