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Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga mit Blick auf die Saison 2023/24 unter die Lupe. Die zweiteilige Bestandsaufnahme besteht aus einer Analyse der wichtigsten personellen Veränderungen, der Schlüsselspieler, der Stärken und Schwächen, der Playoff-Chancen und einem gesonderten Spielerporträt.

In dieser Ausgabe: JJ Peterka von den Buffalo Sabres

Am Rande der IIHF Weltmeisterschaft im Mai in Finnland und Lettland machte JJ Peterka deutlich, wohin sein Weg im Ligaalltag der NHL einmal führen soll. "Wie jeder Spieler träume auch ich davon, eines Tages den Stanley Cup zu gewinnen. Das wird immer das Ziel Nummer eins sein", ließ er den Korrespondenten von NHL.com wissen.

Die Leistungen des 21 Jahre alten Flügelstürmers der Buffalo Sabres bei der WM waren das Sahnehäubchen auf einer starken Saison. Mit zwölf Punkten (sechs Tore, sechs Assists) avancierte er zum Topscorer der deutschen Nationalmannschaft. Peterka besaß dadurch großen Anteil am Gewinn der Silbermedaille. Entsprechend selbstbewusst dürfte er nach Buffalo zurückkehren, wenn Trainer Don Granato das Team zur Vorbereitung auf die Saison 2023/24 bittet.

Nachdem es für Peterka in seinem ersten Jahr bei den Sabres nur zu zwei NHL-Einsätzen gereicht hatte, erkämpfte sich der Münchner in der abgelaufenen Spielzeit einen Stammplatz. Er lief in 77 Partien auf und brachte es auf 32 Punkte (zwölf Tore, 20 Assists). Vor allem sein Raketenstart trug dazu bei, dass er sich in der Mannschaft festspielte. In den ersten vier Saisonspielen gehörte Peterka jedes Mal zu den Scorern. "Ich habe sehr viel mitgenommen und gelernt", lautete sein Fazit nach Ablauf der Saison.

BUF@WSH: Peterka und Quinn zum Treffer im 1. Drittel

Über weite Strecken wurde der Deutsche in einer Reihe mit Dylan Cozens und Jack Quinn eingesetzt. Schnell war der Name "Kids Line" für die erfolgreiche Formation der Jungspunde geboren. "Die Bezeichnung fand ich cool. Wir haben uns gut ergänzt und hart füreinander gearbeitet. Jack kannte ich schon aus dem Vorjahr, als er mit mir in der AHL gespielt hat", sagte Peterka in einem Gespräch mit NHL.com/de.

In den ersten Monaten der kommenden Saison wird dieses Trio jedoch nicht gemeinsam auf dem Eis zu erleben sein. Quinn zog sich im Training einen Achillessehnenriss zu, musste operiert werden und fällt deshalb nach Prognosen der Ärzte mindestens bis Ende Oktober, vielleicht sogar bis Ende Dezember aus. Casey Mittelstadt oder Victor Olofsson könnten seine Position so lange einnehmen.

Mit seinen Darbietungen in der zurückliegenden Saison war Peterka zufrieden, wenngleich er in einigen Bereichen noch Steigerungspotenzial erkennt. "Das Spiel ohne Scheibe von mir ist deutlich besser geworden. Was meinen Schuss und die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor betrifft, möchte ich aber noch zulegen", erläuterte er.

Vordringliches Ziel für Peterka und seine Mitstreiter ist es, sich 2023/24 für die Stanley Cup Playoffs zu qualifizieren. Zuletzt mischten die Sabres 2011 in der Postseason mit. In der abgelaufenen Spielzeit waren sie nahe dran, die lange Durststrecke zu überwinden. Schlussendlich fehlte ein winziges Pünktchen auf die zweite Wildcard in der Eastern Conference.

"Wir haben ein junges Team beieinander und sind alle hungrig", betonte Peterka. Dass es dieses Jahr nicht ganz für die Playoffs reichte, sei im ersten Moment natürlich enttäuschend gewesen. "Mit ein wenig Abstand muss man allerdings sagen, dass es vorher keiner erwartet hatte, dass wir eine so gute Saison hinlegen würden. Wir haben einen großen Schritt gemacht und sind noch stärker zusammengewachsen. Darauf können wir stolz sein."

2023/24 wollen Peterka und die Sabres die positive Entwicklung fortsetzen und weiter attraktives Eishockey anbieten. Mit 3,57 Toren im Schnitt stellte Buffalo in der Vorsaison die drittbeste Offensive der Liga. "Das hat eine Menge mit unserem System zu tun. Die Coaches wollen, dass wir uns viel zutrauen und den Puck schnell nach vorne spielen."

Durch die offensive Grundhaltung sind die Sabres allerdings offen für Konter. Diese Schwachstelle zu beseitigen, ist nach Ansicht von Peterka enorm wichtig, wenn es mit den Playoffs klappen soll. "Wir müssen mehr auf die Defensive achten", hat er sich und seinen Teamkollegen deshalb ins Stammbuch geschrieben.