Dominik Kahun #72 of Team Germany skates in the first period during the Men's Preliminary Group C match between Germany and Latvia on day eight of the Milano Cortina 2026 Winter Olympic games at Milano Rho Ice Hockey Arena on February 14, 2026 in Milan, Italy. (Photo by Gregory Shamus/Getty Images)

International Ice ist die wöchentliche Serie von NHL.com/de, in der über Spieler mit NHL-Bezug aus den wichtigen europäischen Ligen berichtet wird. Dabei richtet sich der Fokus auf Akteure aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.

In der PENNY-DEL und der Schweizer National League läuft der Spielbetrieb schon seit Mitte September. Mit Dominik Kahun und Tobias Rieder vom EHC Red Bull München, Denis Malgin von den ZSC Lions, Christoph Bertschy von Fribourg-Gottéron haben mehrere frühere NHL-Profis aus Deutschland und der Schweiz mit starken Auftritten in der Startphase von sich reden gemacht. Gleiches gilt für Vinzenz Rohrer, der von den Montreal Canadiens an den EV Zug ausgeliehen ist.

Kahun schnürt Doppelpack bei Rückkehr

Einen Einstand nach Maß erlebte Dominik Kahun bei seiner Rückkehr in die PENNY-DEL. Im ersten Saisonspiel der Red Bulls gegen die Adler Mannheim (4:3 n.P.) im heimischen SAP Garden schnürte er einen Doppelpack. Es waren die Treffer Nummer 49 und 50 (inklusive Playoffs) in der DEL-Laufbahn des Angreifers.

Kahun hatte bereits von 2014 bis 2018 für die Münchner in der DEL gespielt, ehe er danach in die NHL wechselte. Dort lief er für die Chicago Blackhawks, Pittsburgh Penguins, Buffalo Sabres und Edmonton Oilers auf. Ab 2021 war er in der Topliga der Schweiz für den SC Bern und den Lausanne HC aktiv. Im Sommer entschied er sich, die Schlittschuhe wieder für die Red Bulls zu schnüren.

Nach dem glanzvollen Auftakt bekam Kahun ein Sonderlob von Münchens Trainer Oliver David. „Dominik war scharf und bereit für sein erstes Spiel. Er hat eine glänzende Vorstellung geboten. Das betraf nicht nur die Situationen bei den zwei Toren. Er hat auch defensiv dagegengehalten, obwohl er von der Statur her nicht der größte Spieler ist. Er hat die Zweikämpfe mutig angenommen. Das war eine tolle Heimkehr für ihn. Er hat jedem gezeigt, dass er hier einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen und ein neues Kapitel in seiner Karriere aufschlagen will“, sagte der Coach bei der Pressekonferenz nach dem Match.

Im zweiten Spiel bei den Grizzlys Wolfsburg (3:4 n.V.) sorgte Kahun für den zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich. Damit sicherte er seiner Mannschaft zumindest einen Zähler.

Rieder legt Drei-Punkte-Spiel hin

Beim Auswärtssieg am dritten Spieltag bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven zauberte Red-Bulls-Stürmer Tobias Rieder eine Galavorstellung aufs Eis. Er setzte den Schlusspunkt zum 4:1 und bereitete außerdem noch zwei Treffer vor. Beim Duell mit Wolfsburg hatte Rieder ebenfalls bewiesen, dass er weiß, wo das Tor steht und die 1:0-Führung markiert.

Tobias Rieder

Kühnhackl scort in zwei Begegnungen

In zwei der bislang fünf Begegnungen der Adler Mannheim trug sich Tom Kühnhackl als Scorer in den Spielberichtsbogen ein. Bei der knappen Niederlage zum Saisonauftakt in München bekam er einen Assist beim 3:3 gutgeschrieben, mit dem sich die Kurpfälzer in die Zusatzschicht retteten. Beim 4:3-Sieg zu Hause in der SAP Arena gegen die Eisbären Berlin in der zweiten Partie der Mannheimer in dieser Spielzeit zeichnete Kühnhackl für das Tor zum 3:2 verantwortlich.

Sorgen um Adler-Kapitän Michaelis

Unter keinem guten Stern stand der Saisonanfang für Mannheims Kapitän Marc Michaelis. Gleich im ersten Match gegen den EHC Red Bull München zog er sich eine Verletzung zu. Nach nur 9:05 Minuten Einsatzzeit musste er passen. Die folgenden vier Spiele bestritt sein Team ohne ihn. Auf der Adler-Webseite hieß es nach dem Duell in München, dass Michaelis „bis auf Weiteres“ fehlen wird.

Marc Michaelis

Bergmann fehlt noch, Krestan debütiert

Bei den Eisbären Berlin arbeitet Stürmer Lean Bergmann nach seiner im April erlittenen Knieverletzung intensiv am Comeback. Für einen Einsatz in den ersten vier Spielen des amtierenden Meisters reichte es jedoch noch nicht.

Dafür gehörte Tobias Krestan durchweg zum Lineup. Ein Scorerpunkt blieb ihm dabei allerdings verwehrt. Krestan war das einzige deutsche Talent, das beim NHL Draft 2026 ausgewählt wurde. Die Los Angeles Kings zogen den 18-jährigen Angreifer in der siebten Runde an Gesamtposition 209. In der DEL betrat er Neuland. Die zurückliegenden Jahre verbrachte er im Nachwuchsbereich bei HV71 aus dem schwedischen Jönköping.

ZSC Lions marschieren unaufhaltsam voran

Sieben Spiele, sieben Siege nach 60 Minuten – so lautet die eindrucksvolle Bilanz der ZSC Lions in der Anfangsphase der National League. Der Vorsprung auf die Konkurrenz ist jetzt schon beträchtlich. Acht Punkte sind es auf den zweitplatzierten Genève-Servette HC, gar zehn Zähler auf den Dritten Fribourg-Gottéron. Mit Denis Malgin und Sven Andrighetto taten sich zwei ehemalige NHL-Cracks als Punktesammler hervor. Malgin brachte es auf zehn Punkte (drei Tore, sieben Assists) in sieben Partien. Er ist damit der erfolgreichste Schweizer unter den zahlreichen ehemaligen NHL-Akteuren, die jetzt in der National League ihr Geld verdienen. Für Andrighetto wurden sieben Zähler (zwei Tore, fünf Assists) in sieben Begegnungen registriert.

Bertschy schlägt zweimal zu

Fribourg-Gottérons Angreifer Christoph Bertschy konnte am Dienstag seine beiden ersten Saisontore bejubeln. „Ich hatte genug versemmelt – das tut gut“, kommentierte er gegenüber MySports seinen Zweierpack beim 5:2-Heimerfolg gegen den SC Bern.

Rohrer sorgt beim EVZ für Furore

Optimal läuft es derzeit für Vinzenz Rohrer. Der Stürmer, der von den Montreal Canadiens an den EV Zug ausgeliehen ist, sammelte acht Punkte (zwei Tore, sechs Assists) in fünf Spielen. Teamintern rangiert er damit an zweiter Position der Scorerwertung. Die für die Prospects zuständige Abteilung der Canadiens dürfte die positive Entwicklung des Österreichers mit Interesse verfolgen.

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