Überhaupt stehen die Chancen für den 24-jährigen Münchner gut, die vierte Über-25-Tore-Saison in Serie zu spielen. Dieses Kunststück gelang dem Flügelflitzer bereits zweimal bei den Buffalo Sabres (28 Tore in 2022/23; 27 Tore in 2023/24) und einmal beim Utah Mammoth (25 Tore in 2024/25). Jetzt bildet der 1,83 Meter große Linksschütze eine brandgefährliche Flügelzange mit Scharfschütze David Pastrnak sowie Center Elias Lindholm in der ersten Sturmreihe. Diese Kombination hatte sich in der Preseason empfohlen und wurde vom deutschen Trainer Marco Sturm direkt im ersten Spiel der regulären Saison so aufs Eis geschickt.
Spieler im Abwind
Lukas Reichel muss die Saison 2026/27 in der AHL starten. Die Boston Bruins schickten den 24-jährigen Nürnberger ins Farmteam Providence Bruins. Der Stürmer kennt dieses Auf und Ab nur allzu gut: Seitdem er 2021 in die NHL kam spielte er nur in der Saison 2024/25 komplett in der NHL. Ansonsten musste sich Reichel immer wieder über die AHL empfehlen. So kommt der schnelle 1,83-Meter-Mann in seiner Karriere auf 198 NHL- (23-39-62) und 148 AHL-Einsätze (49-86-135). In Providence wird es für ihn darum gehen, an seiner Defensivarbeit und Konstanz zu arbeiten. Für den flinken Stürmer könnten die nächsten Wochen und Monate die letzte Chance bedeuten, sich in der NHL festzuspielen. Reichels Vertrag läuft 2027 aus.
Teams im Aufwind
Die San Jose Sharks dürften stark im Kommen sein: Die Nord-Kalifornier haben die Stanley Cup Playoffs sieben Jahre in Folge verpasst und einen kompletten Neuaufbau gewagt. Dieser dürfte jetzt Früchte tragen: Alleine Superstar Macklin Celebrini (20) verfügt über enorme Strahlkraft, wurde zum neuen Kapitän ernannt und zählt schon jetzt zu den besten Spielern in der Liga. Im Opening-Night-Roster tauchen weitere Top-Talente wie Torwart Yaroslav Askarov (24), die Verteidiger Sam Dickinson (20) und Luca Cagnoni (21) sowie die Stürmer Ivar Stenberg (19), Michael Misa (19), Will Smith (21), Igor Chernyshov (20) und Collin Graf (24) auf. Wohl keiner erwartet, dass die Sharks-Aktie irgendwo sonst hingeht als steil nach oben.
Teams im Abwind
Die Edmonton Oilers kassierten einen herben Dämpfer zum Auftakt: Gegen die Vancouver Canucks, das abgeschlagene NHL-Schlusslicht der letzten Saison, setzte es eine 5:6-Heimniederlage nach Verlängerung. Das neue System unter dem neuen Trainer Mike Babcock griff noch nicht. Die Defensive und insbesondere Torwart Tristan Jarry (17 Saves, 73,9 Prozent Fangquote) wirkten angesichts von sechs Gegentoren anfällig. Hinzu kamen schwache Special Teams (1/4 im Powerplay, aber ein Überzahl-Gegentor; 1/2 im Penalty Killing). Selbst die beiden Superstars Connor McDavid (0-2-2) und Leon Draisaitl (0-1-1) schafften es nicht, den Fehlstart abzuwenden. Erschwerend kommt hinzu, dass Ryan Nugent-Hopkins das Abschlusstraining abbrechen musste. Er wird als „day-to-day“ eingestuft, soll also von Tag zu Tag neu bewertet werden. Das Form-Barometer der Oilers zeigt also erstmal nach unten - nur ein Ausrutscher oder ein Trend?