Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Philadelphia Flyers und den Pittsburgh Penguins

Die Pittsburgh Penguins sind mit einem fulminanten 7:0-Auswärtssieg im Pennsylvania-Derby bei den Philadelphia Flyers in die neue Saison gestartet und sorgten am Mittwochabend für ein gellendes Pfeifkonzert in der Xfinity Mobile Arena. Schon beim Puck-Drop sorgte Pittsburghs Kapitän Sidney Crosby für Aufsehen, danach ließ es die nächste Welle an Penguins-Talenten krachen.

„Ein unglaublicher Meilenstein“

Crosby (0-1-1) hatte vielleicht nur einen Assist beim Kantersieg in Philadelphia verbucht, doch schrieb er schon bei Spielbeginn Schlagzeilen: Der 39-jährige Superstar ist jetzt der dienstälteste Kapitän in der NHL. Seit der Saison 2007/08 trägt der Kanadier das „C“ auf der Brust. Der Start in seine 22. NHL-Saison ist die 20. als Kapitän.

„Niemand sollte das als selbstverständlich ansehen. Es ist fantastisch. Das ist ein unglaublicher Meilenstein“, adelte Penguins-Trainer Dan Muse. „Er hat den Ton angegeben. Das sollte keine Überraschung für die sein, die ihn seit Jahren verfolgen.“

Crosby spulte 17:39 Minuten Eiszeit ab, lieferte einen Assists, gab drei Torschüsse ab und teilte zwei knackige Checks aus. Auch centerte er die erste Sturmreihe neben Rickard Rakell (0-1-1) und Neuzugang Nicholas Robertson (2-0-2), die es kumuliert auf vier Scorerpunkte brachte (2-2-4).

„Er redet viel. Wenn du neben ihm spielst, dann fällt auf, dass er das Spiel anders sieht als die Jungs, die ich gewohnt bin“, sagte Robertson über Crosby. „Er ist ein ganz besonderes Talent und einer der härtesten Arbeiter. Ich bin gesegnet, dass ich in diese Reihe gesteckt wurde. Das versetzt mich in eine Position, in der ich erfolgreich sein kann. Jetzt ist es mein Job, da rauszugehen und meine Leistung zu bringen.“

Pittsburgh explodiert mit sieben Toren

Genau diese Linie war es, die den Stein ins Rollen brachte. Nach Querpass von Crosby spielte Routinier Kris Letang einen scharfen Pass rechts neben das Tor, wo Robertson per Tip-in auf 1:0 stellte (8.).

PIT@PHI: Robertson trifft per Tip-in zum 1:0 für die Penguins

„Dieser Start war wichtig, denn du willst dich gut mit deinem Spiel fühlen und dass sich Gewohnheiten einspielen“, so Crosby. „Insbesondere nach einem kurzen Training Camp und den einzigartigen Umständen in dieser Saison, ist es wichtig, so schnell wie möglich an einem Strang zu ziehen. Das haben wir heute fast über die komplette Spielzeit gezeigt.“

Ville Koivunen explodierte nach einem Breakaway-Pass und stellte per Rückhand-Tunnel auf 2:0 (16.). „Eine tolle Bewegung und ein toller Abschluss“, lobte Muse.

Der Grundstein für ein erfolgreiches Derby war somit gelegt, doch Pittsburgh wuchs regelrecht über sich hinaus: Evgeni Malkin im Powerplay (26.), Neuzugang Hendrix Lapierre (28.) und Filip Hallander (31.) erhöhten im zweiten Durchgang auf 5:0.

PIT@PHI: Malkin trifft mit einer Direktabnahme im Powerplay zum 3:0

Im dritten Abschnitt machte Robertson mit einem Unterzahl-Treffer das halbe Duzend voll (52.). Den Schlusspunkt setzte Egor Chinakhov mit einem Tip-in im Powerplay zum 7:0 (57.). Die Flyers-Fans quittierten den Kantersieg des Erzrivalen mit lauten Pfiffen.

Eine Einheit

„Das ist aus mehreren Gründen großartig“, freute sich Muse über das Secondary Scoring in seiner Mannschaft. „Wir wollen Beiträge von allen Spielern haben. Aber auch persönlich war es für diese junge Spieler gut, direkt so zu starten.“

Crosby stimmte mit ein: „Das war wichtig. Insbesondere die neuen Spieler sollen sich in der neuen Mannschaft und in einem neuen System gut fühlen. Ein guter Start sorgt dafür, dass du Selbstvertrauen aufbauen kannst. Das wollen wir fortsetzen. Es braucht jeden Einzelnen, egal wie alt man ist. Wenn du ein konkurrenzfähiges Team sein willst, dann brauchst du jeden: Torhüter, Verteidiger, Stürmer. Es ist eine Einheit - jeder ist ein Teil davon.“

Torwart Arturs Silovs (19 Saves) feierte seinen dritten NHL-Shutout. „Er war ausgezeichnet und da, als er gebraucht wurde“, goutierte Muse.

Fünf von sechs Verteidigern sowie neun von zwölf Stürmern sammelten mindestens einen Scorerpunkt. Hallander (1-2-3, +4), Lapierre (1-2-3, +3) und Robertson (2-0-2, +2) ragten dabei heraus.

Vladar 09/30

Robertson macht neue Freunde

Insbesondere Robertson machte Lust auf mehr. Der 25-jährige US-Amerikaner kam im Sommer von den Toronto Maple Leafs, wo die Entwicklung des Zweitrunden-Picks (NHL Draft 2019, 53. Stelle) stagniert hatte. Mit einem Doppelpack machte sich der Stürmer gleich neue Freunde in der Penguins-Kolonie.

„Ich glaube, sie wären auch ohne Tore meine Freunde gewesen“, lachte Robertson. „Die Jungs hier waren bislang überragend. Ich fühle mich wohl. Ich rede viel mit den Jungs, was sich auch auf dem Eis zeigt.“

„Er ist ein wahrer Kämpfer: hartnäckig, schnell, er drückt im Forecheck und Backcheck aufs Tempo“, sagte Muse über Robertson. „Es ist schön zu sehen, dass er sich mit ein paar Toren selbst belohnen konnte. Er steckt so viel Arbeit rein.“

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