Er ist einer von vielen Geehrten, die beides erreicht haben, denn zum Ende seiner Karriere konnte Andreychuk im Jahr 2004 mit den Tampa Bay Lightning doch noch den ersehnten Stanley Cup gewinnen.
"Ich denke mit dem Stanley Cup war es leichter so lange darauf zu warten", sagte Andreychuk. "Du verstehst den Wert und wie schwer es ist reinzukommen."
"Keiner startet seine Karriere und denkt daran einmal in die Hockey Hall of Fame zu kommen. Du willst dich nur in der Liga behaupten, deiner Mannschat helfen zu gewinnen und wenn am Ende alles erledigt ist, dann schaust du deine Statistiken an und denkst darüber nach, ob du eine Chance hast und die Leute fangen an darüber zu reden. Aber es liegt nicht in deiner Hand."
Obwohl ein Spieler zum Gewinn des Stanley Cups von anderen, wie Mannschaftskollegen, Gegenspieler, Trainer, Manager, Schiedsrichter abhängig ist, so hat er es ein kleines bisschen selbst in der Hand es zu erreichen. Hierin liegt ein wesentlicher Unterschied zur Aufnahme in die Hockey Hall of Fame.
Natürlich ist die Leistung während der Karriere und die erreichten Zahlen eine Voraussetzung, die jeder Spieler beeinflussen kann, doch wie Andreychuk es richtig anführt, liegt die letztendliche Entscheidung zur Aufnahme in die Hockey Hall of Fame außerhalb des eigenen Einflussbereiches.
Andererseits kling in der Aussage des ehemaligen Stürmers ein anderer Aspekt an. So lange jemand in der Karriere aktiv unterwegs ist, werden kaum Gedanken an die Aufnahme in die Hockey Hall of Fame verschwendet, sondern die Jagd auf den ultimativen Preis, den Gewinn des Stanley Cups, beherrscht das Geschehen.
Umso schöner ist die Ehrung in die Ruhmeshalle des Eishockeys aufgenommen zu werden für die Spieler, welche den Stanley Cup in ihrer aktiven Zeit nicht gewinnen konnten. Einer dieser Betroffenen, die 2017 neu hinzukommen, ist Kariya, der lange Zeit mit Selanne ein Traum Duo im Sturm darstellte.
Mit den Mighty Ducks of Anaheim schaffte Kariya 2003 lediglich den Einzug in das Stanley Cup Finale, unterlag aber dort den New Jersey Devils in sieben Spielen, während Selanne mit den Anaheim Ducks 2007 die Meisterschaft einfahren konnte.
"Es ist eine unbeschreibliche Ehre für mich", sagte Kariya. "Ich hätte in eintausend Jahren nicht gedacht, dass ich das erreichen werde. Es wird sicher eine Weile dauern, bis ich das verarbeitet habe."
Sowohl Stanley Cup Gewinn, als auch die Aufnahme in die Hockey Hall of Fame stellen somit für einen Eishockeyspieler das Größte dar. Exklusiver ist natürlich das Zweite, allerdings liegt dann die Karriere bereits mindestens drei Jahre hinter einem und das Ziel Stanley Cup ist als Aktiver nicht mehr präsent.
"Für mich persönlich war es natürlich die Krönung meiner Karriere, aber ich denke, wenn ich den Stanley Cup nicht gewonnen hätte, wäre es nicht viel anders", sagte Andreychuk mit etwas Distanz realistisch eingeschätzt. "Ich habe mit einigen großartigen Spieler zusammengespielt und habe in den Jahren einige großartige Freunde gewonnen. Das ist es, was im Leben wirklich zählt."