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Weitere russische Legende kommt in die Hall of Fame

Sergei Makarov wird als weiterer russischer Export in die Ruhmeshalle der NHL aufgenommen.

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Wie immer Anfang November wird die Hockey Hall of Fame auch in diesem Jahr neue Persönlichkeiten des Eishockeys in die Ruhmeshalle aufnehmen. Die Gala hierzu findet am 14. November in Toronto statt. Wir ehren die Ausgezeichneten durch eine Berichterstattung über spezielle Themen in dieser Woche.

Sergei Makarow war einer der ersten russischen Spieler, die in späten Jahren noch ihr Glück in der NHL versuchten. Im Jahr 1989, als ihm die Ausreise offiziell genehmigt wurde, war der legendäre Stürmer bereits 31 Jahre alt. Doch sein Ruf eilte ihm voraus.

Zusammen mit Igor Larionov und Vladimir Krutov bildete er die gefürchtete sowjetische KLM-Reihe, die als eine der besten in der Geschichte des Eishockeys angesehen wird. Von 1978 bis 1989 spielte er für ZSKA Moskau und wurde zu dieser Zeit acht Mal sowjetischer Spieler des Jahres und war neun Mal der beste Scorer der Liga.

Die Calgary Flames hatten bereits beim NHL Entry Draft 1983 Makarov an 241. Stelle gezogen und sich die Rechte an ihm gesichert. Deswegen war die kanadische Stadt in Alberta seine erste Station in Nordamerika.

Mit 86 Punkten bei 24 Toren und 62 Assists in 80 Spielen holte sich Makarov die Calder Trophy als der beste Rookie der NHL. Wegen ihm wurden daraufhin die Regeln geändert und seitdem dürfen nur noch Spieler unter 26 Jahren diese Trophäe gewinnen. Diese Vorgabe wurde als Makarov-Regel bezeichnet.

Nach drei weiteren Jahren in Calgary, wo er im Schnitt fast einen Punkt pro Spiel erzielte, führte ihn sein Weg 1993 bis 1995 zu den San Jose Sharks, wo er noch einmal mit Larionov zusammenspielen konnte. Nach 30 Toren und 68 Punkten in 80 Spielen seiner ersten Saison in Kalifornien, kam er im zweiten Jahr verletzungsbedingt nur auf 43 Einsätze und 24 Punkte.

1996/97 versuchter er zwar ein Comeback bei den Dallas Stars, doch die NHL Karriere war nach vier weiteren Spielen und insgesamt 424 beendet. Am Ende standen 134 Tore und 250 Assists für 384 Punkte auf seinem Konto.

Makarov wurde in seiner aktiven Zeit mit der UdSSR acht Mal Eishockey-Weltmeister (1978, 1979, 1981, 1982, 1983, 1986, 1989 und 1990), sowie zwei Mal Olympiasieger (1984 und 1988) und einmal Silbermedaillengewinner (1980), als die Russen in Lake Placid legendär gegen Team USA den Kürzeren zogen.  

Gemeinsam mit Vladislav Tretjak, Vjatscheslav Fetissov, Börje Salming, Valeri Charlamov und Wayne Gretzky wurde Makarov im Jahr 2008 vom Internationalen Eishockey-Verband IIHF ins All-Star Team des 20. Jahrhunderts gewählt.

Nun wird der Makarov, der heute wieder in Moskau lebt und im Sportministerium arbeitet, am 14. November in die Hockey Hall of Fame aufgenomen. Eine Entscheidung die wohl über jeden Zweifel erhaben ist, denn der Russe gilt definitiv als einer besten Eishockeyspieler alles Zeiten, auch wenn seine Zeit in der NHL bedingt durch die politische Situation begrenzt war.

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