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Jake Guentzel macht den späten Siegtreffer

Jake Guentzel erlebte vor dem Stanley Cup Finale seine längste torlose Phase, machte nun aber den Siegtreffer

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Spiel eins des Stanley Cup Finales ist vorbei und die Pittsburgh Penguins haben das glücklichere Ende erwischt. Beim 5-3 Sieg gegen die Nashville Predators kann man tatsächlich von Glück sprechen, denn die fünf Tore der Pens resultierten aus nur 12 Schüssen, ein Tor der Predators wurde aberkannt und bei den Toren der Pens hatte Torwart Pekka Rinne mit einigen undankbaren Aufgaben zu tun.

So auch beim Siegtreffer von Jake Guentzel, der erst 3:17 vor der Schlusssirene beim Stand von 3-3 fiel. Die Predators hatten es zuvor geschafft, die Penguins sagenhafte 37 Minuten des Spiels ohne Torschuss zu halten. Doch dann kam Guentzel.

Die Penguins fingen den Aufbau der Predators in der neutralen Zone ab und Justin Schultz leitete über Matt Cullen zum Toptorjäger Guentzel weiter. Der fuhr ins Drittel Nashvilles und jagte den Puck per Handgelenkschuss aus dem rechten Bullykreis ins kurze Kreuzeck. Es war sicherlich ein gut platzierter Schuss, doch Rinne hatte freie Sicht.

"Ich wollte nur den Verteidiger aus dem Weg haben", erklärte Guentzel. "Ich hatte eine Zeit lang keinen Schuss mehr, da wollte ich den Puck einfach aufs Tor bringen und sehen, was daraus wird."

Allerdings ist es eine undankbare Aufgabe für jeden Torhüter, wenn man so lange nichts zu tun hat und dann gleich so ein Kaliber auf sich zukommen sieht. Es war sicherlich einer der Momente des Spiels. Die Predators hatten eigentlich das Spiel in der Hand, hatten einen 3-0 Rückstand aufgeholt und beherrschten das geschehen.

Video: NSH@PIT, Sp1: Guentzel mit der späten Führung

Doch dann kam Guentzel. Er hatte in der regulären Saison und in den Playoffs bereits bewiesen, wie torgefährlich er ist, doch in den letzten acht Spielen erlebte er eine torlose Durststrecke. Nun war es ausgerechnet er, der dieses wichtige Tor machte.

"Man muss einfach positiv bleiben", sagte Guentzel. "Man bekommt seine Chancen. Manchmal läuft es einfach so. Da muss man nur dran bleiben." 

"Er ist ein wirklich guter Spieler", lobte Trainer Mike Sullivan nach dem Spiel. "Er hat uns heute ein großartiges Tor eingebracht. Ich denke, das zeigt, was für eine Art Spieler er ist und was er für Fähigkeiten hat. Aber ich denke auf jeden Fall, dass er ein Spieler ist, auf den wir uns verlassen können, der uns zu Siegen verhelfen kann."
 
Das hat er in Spiel eins bereits getan und es war ein wichtiger Sieg, in einem Spiel, in dem sein Team dem Spielgeschehen nach unterlegen waren. Ein Moment in dem die ganz großen Spieler zu Helden werden können.

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