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Greiss und Halak sollen sich gegenseitig pushen

Islanders-Coach Doug Weight heizt Konkurrenzkampf an und hofft auf konstante Leistungen

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Beim Test gegen die New Jersey Devils am Montag war Thomas Greiss ganz in seinem Element: Entschlossen stoppte er mit seinem linken Schoner einen Rebound von Jimmy Hayes und entschärfte einen Schlenzer von Nick Lappin nach dessen Alleingang. Nicht zuletzt mit diesen beiden Glanzparaden sicherte sich der Torhüter der New York Islanders seinen ersten Shutout in der Preseason. Insgesamt hielt er beim 3:0 gegen die Devils 25 Schüsse und empfahl sich so nachdrücklich für den Startplatz zwischen den Pfosten in der Spielzeit 2017/18, die nächste Woche beginnt.

Allerdings hat der 31-jährige Füssener wie bereits in der vergangenen Saison mit Jaroslav Halak einen harten Konkurrenten. Der ein Jahr ältere Slowake präsentierte sich bei seinen zwei Preseason-Auftritten nicht minder überzeugend. Seine Fangquote liegt bei 98,2 Prozent und ist damit sogar ein wenig besser als jene von Greiss mit 97,5 Prozent, ebenfalls nach zwei Einsätzen. Bis zum ersten Hauptrunden-Match am 6. Oktober bei den Columbus Blue Jackets stehen noch zwei weitere Vorbereitungsspiele an. Sollten sich keiner der beiden Goalies verletzen oder entscheidend patzen, gilt es als sicher, dass die Islanders ohne eine klar definierte Nummer eins in die Saison gehen. Islanders-Coach Doug Weight äußerte sich eindeutig in diese Richtung.

"Thomas und Jaro sind beide Profis. Sie verdienen es, bei uns zu sein", sagte der Trainer zu NHL.com. "Ich habe großes Vertrauen, egal wer von ihnen im Tor steht. Sie befinden sich in hervorragender Verfassung und verstehen sich auch untereinander recht gut. Ich werde mich daher im Moment weder für den einen noch den anderen als Nummer eins entscheiden. Sie sollen beide ihre Einsatzzeiten bekommen und sich wohl fühlen. Der Rest ergibt sich dann von allein", fügte er hinzu.

Weights Strategie dürften keineswegs mangelnder Entschlussfreude geschuldet sein, sondern auf den negativen Erfahrungen aus der abgelaufenen Serie beruhen. Nachdem sich Greiss den Stammplatz erkämpft hatte, wurde Halak zwischenzeitlich zur AHL-Filiale der Islanders nach Bridgeport geschickt. Die Rolle als Backup für den Deutschen übernahm Jean-Francois Berube. Er war jedoch zu keinem Zeitpunkt ein gleichwertiger Ersatz. Als Konsequenz bekam Greiss wenig Erholungspausen und wirkte daher im Frühjahr überspielt. Zwar kehrte Halak in der letzten Phase der Hauptrunde nach New York zurück, doch da hatten die Islanders in der Playoff-Qualifikation bereits entscheidend an Boden verloren.

Ein solches Szenario soll sich diese Saison nicht wiederholen. Wenn die Islanders eine realistische Chance haben wollen, benötigen sie konstant gute Torhüterleistungen, zumal in der traditionell starken Metropolitan Division. Dessen ist sich Coach Weight vollkommen bewusst. Er hofft deshalb, dass sich Greiss und Halak über die lange Distanz von 82 Partien gegenseitig pushen. Am Ende werden wohl nur Nuancen und mitunter die Tagesform darüber entscheiden, wer von beiden im Gehäuse der Islanders startet.

In der abgelaufenen Saison hatte Greiss aus den genannten Gründen eindeutig die Nase vorn, was Spiele von Beginn an betraf. Bei 49 seiner 51 Einsätze stand der Allgäuer beim Eröffnungsbully auf dem Eis. Halak startete bei seinen 28 Matches insgesamt 26mal.
Neuer Dritter im Bunde bei den Islanders-Schlussmännern ist der Lette Kristers Gudlevskis. Er kam im Juli dieses Jahres von den Tampa Bay Lightning nach New York. Die letztjährige Nummer drei Berube wechselte im Sommer zu den Chicago Blackhawks.

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