Josis Predators eröffnen Global Series gegen SC Bern

Für Roman Josi geht ein Traum in Erfüllung. Bei der NHL Global Series 2022 bestreitet er mit den Nashville Predators ein Spiel bei seinem Heimatklub SC Bern. Der gebürtige Berner freut sich ungemein auf den Auftritt am 3. Oktober in der PostFinance Arena. "Das ist extrem cool für mich. Ich bin ja nur fünf Minuten entfernt von der Arena aufgewachsen.

Wir waren dort oft beim freien Eislauf. Ich hatte die Chance, für drei Jahre in der ersten Mannschaft zu spielen und konnte irgendwann meinen Traum von der NHL wahrmachen. Dass ich jetzt mit einem NHL-Team in meiner Heimatstadt gegen mein Heimatteam SC Bern spielen kann, ist ein weiterer Traum, der in Erfüllung geht", sagte er in einem Gespräch mit NHL.com/de.
Der Kapitän der Predators macht keinen Hehl daraus, dass bei diesem Aufeinandertreffen zwei Herzen in seiner Brust schlagen werden. "Ich habe hier mit dem Eishockeyspielen begonnen und alles gelernt. Ich habe so viele super Erfahrungen gemacht, in den Spielen, die ich selbst gespielt habe, aber auch bei jenen, bei denen ich zugeschaut habe. Deshalb sind diese beiden Vereine meine Herzensvereine", gab er einen Einblick in seine Gefühlswelt.

CHI@NSH: Josi macht mit 20. Saisontor den Sack zu

Nicht nur mit dem Umfeld, sondern auch mit der Mannschaft des Gastgebers ist Josi bestens vertraut. "Ich kenne viele Spieler des SC Bern. Ich bin ab und zu im Sommer dort und trainiere mit ihnen. Ich weiß, wie schnell und wie gut das Spiel in der Schweiz ist. Von daher wird es für uns sicher eine schwierige Aufgabe, auf dem großen Eis gegen ein Team wie den SC Bern anzutreten. Hinzu kommt, dass die Stadt sehr eishockeyverrückt ist. Die Fans sind unglaublich, es herrscht eine der besten Atmosphären in Europa. Ich freue mich unheimlich, die Stimmung wieder einmal zu erleben", erzählte er.
Obwohl das Publikum in Nashville bei den Auftritten der Predators enthusiastisch mitgeht, ist Bern noch einmal eine andere Hausnummer, allein schon wegen der legendären Berner Wand, der mächtigen Stehplatz-Tribüne mit dem lautstarken Anhang des SCB. Dessen ist sich Josi bewusst. "In Nordamerika ist man es nicht gewohnt, dass es 10.000 Stehplätze gibt. In Bern ist das schon imposant. Während des gesamten Matches wird gesungen", beschreibt er die besondere Stimmung, die ihn und seine Mannschaftskollegen erwartet.

NSH@OTT: Josi bricht mit drei Assists den Rekord

Die Begegnung mit dem SCB ist für die Predators zugleich eine wertvolle Standortbestimmung vor dem Start in die reguläre Saison 2022/23. Die ersten beiden Partien bestreiten sie am 7. und 8. Oktober in Prag gegen die San Jose Sharks, ebenfalls im Rahmen der NHL Global Series 2022. "Das ist unser letzter Test, bevor es richtig losgeht. Das ist immer ein sehr wichtiges Spiel für unser Team. Von daher werden wir versuchen, unser bestes Eishockey zu zeigen", betonte Josi.
Dass die NHL im Herbst zu mehreren Gastspielen nach Europa kommt, findet er großartig. "Ich denke, das ist super, für die Liga, aber auch für die Leute. Als kleiner Junge war die NHL für mich immer weit entfernt. Ich konnte immer nur die Highlights im Fernsehen schauen. Als die NHL dann einmal einen Lockout hatte, kamen ein paar NHL-Spieler für ein Spiel nach Bern. Ich glaube, Jagr war damals auch dabei. Für mich war das ein unglaubliches Erlebnis. Deshalb ist es super, dass die NHL das macht, nach Europa kommt und in verschiedene Städte geht", sagte er.

MIN@NSH: Josi trifft in Überzahl aus dem Bullykreis

Die Zuschauer in Bern und Prag bekommen vermutlich den besten Roman Josi aller Zeiten zu sehen. In der laufenden Spielzeit präsentierte er sich jedenfalls in der Form seines Lebens. Er stellte Franchise-Rekorde in Sachen Assists und Punkte auf und pulverisierte darüber hinaus den Schweizer Scoring-Bestwert für eine einzelne Saison. Punktbester Akteur seines Landes in der Liga ist er bereits gewesen.
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Was sein Erfolgsgeheimnis ausmacht, ist sich Josi unschlüssig. "Das ist schwierig zu sagen. Unser Team spielt allgemein sehr gut. Wir haben viele Spieler, die ein super Jahr haben. Das hilft enorm. Wenn deine Mitspieler gut drauf sind, bekommst du ab und zu einen glücklichen Punkt und musst selbst gar nicht soviel dafür machen. Aber natürlich bin ich mit meiner Saison sehr zufrieden", hob er hervor. Dass er alles daransetzen wird, um mit den Predators in die Stanley Cup Playoffs einzuziehen und in der Endrunde einen möglichst langen Lauf hinzulegen, versteht sich von selbst.