Montreal zeigte sich in Spiel 1, das sie mit 1:2 verloren, schon überraschend stark. Das war allerdings nichts im Vergleich zu ihrer grandiosen Vorstellung in Spiel 2, das sie noch dazu ohne Trainer Claude Julien bestritten, da er wegen Herzproblemen im Krankenhaus behandelt werden musste.
Die Candiens gewannen ohne ihn mit 5:0. Torwart Carey Price präsentierte sich in beiden Spielen mit einer Fangquote von 96,7 Prozent von seiner besten Seite und die Offensive feuert aus allen Rohren. Die sechs Tore in den beiden Spielen kamen von Jesperi Kotkaniemi, Tomas Tatar (je 2), Joel Armia und Shea Weber und elf Spieler sammelten bereits Punkte. Mit solchen Leistungen könnten sich die Canadiens zum Favoritenschreck entwickeln.
Blues suchen weiter nach ihrer Form und Tiefe im Angriff
Ähnlich wie die Capitals gegen die Islanders stehen auch die St. Louis Blues in ihrer Serie gegen die Vancouver Canucks unter Druck. Sie verloren ihre ersten beiden Spiele, eine Niederlage in Spiel 3 (10:30 p.m. ET, Mo. 4:30 MESZ; NHL.tv) wäre vermutlich die Vorentscheidung.
Die Blues waren in der regulären Saison mit 94 Punkten aus 71 Spielen (42-19-10) das zweitbeste Team der NHL und das beste Team in der Western Conference. In der Postseason sind sie bisher jedoch kaum wiederzuerkennen. Sie verloren alle ihre fünf Spiele (0-4-1), erzielen 2,2 Tore pro Spiel, haben mit 3,6 Gegentoren pro Spiel die fünftschlechteste Defensive und mit einer Quote von 68 Prozent das schlechteste Unterzahlspiel.
Gegen die junge Offensive der Canucks fanden sie bisher kein Mittel und kassierten in zwei Spielen neun Tore. Der eigene Angriff kam auf fünf Treffer, die ausschließlich aus den ersten beiden Reihen stammten. In Spiel 2 erinnerte die Spielweise zwar mehr an ihr altes Selbst, die hinteren Reihen, die beim Gewinn des Stanley Cups vergangene Saison ein entscheidender Faktor waren, traten bisher jedoch noch nicht nennenswert in Erscheinung.