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Bisher war das dritte Drittel der Abschnitt der Florida Panthers in dieser gesamten Saison gewesen und so mutete die 4:1-Führung zur zweiten Pause in Spiel 3 des Stanley Cup Finals 2024 gegen die Edmonton Oilers im Rogers Place wie ein sicherer Sieg an. Florida drehte gerne zum Ende eines Spiels auf und so die eine oder andere Partie noch zu ihren Gunsten.

Eine 1:0-Führung zur ersten Pause verwandelten die Panthers durch ein erfolgreiches zweites Drittel in einen Drei-Tore-Vorsprung, nachdem sie zwischenzeitlich den Ausgleich hinnehmen mussten. Damit haben sie in allen drei Partien das zweite Drittel für sich entscheiden können.

„Ein Schlüssel zum Sieg war heute unser starkes zweites Drittel“, erklärt Floridas Kapitän Aleksander Barkov. „Wir haben ihnen dadurch eines an Wind aus den Segeln genommen. Aber wir wussten, dass wir uns nicht zurücklehnen konnten. Das zeichnet unsere Mannschaft aus. Wir bleiben fokussiert, egal, was passiert.“

Dieses Mal passierte jedoch etwas, womit aufgrund des souveränen Auftritts der Panthers und ihren Zahlen im Schlussabschnitt nur Wenige rechneten. Die Oilers kamen noch einmal auf 3:4 heran und standen knapp davor, die Begegnung auszugleichen. Florida wankte, aber sie fielen nicht und holten die 3:0-Führung in der Best-of-Seven-Serie. So einen Rückstand holten in einem Stanley Cup Finale nur einmal ein Team auf, die Toronto Maple Leafs gegen die Detroit Red Wings im Jahr 1942.

Eine Tatsache, die die Aufholjagd der Oilers noch schwieriger anmuten lässt, als es ohnehin schon ist, liegt in der Tatsache, dass Florida in der gesamten Saison (regulär und Playoffs) nun alle fünf Begegnungen mit Edmonton für sich entschieden hat. Die Panthers gewannen in der regulären Saison gegen die Oilers am 20. November mit 5:3 in Sunrise und am 16. Dezember 5:1 in Edmonton. Spiel 1 der Finals ging mit 3:0 und Spiel 2 mit 4:1 ebenfalls an Florida. Immerhin war das 4:3 in Spiel 3 das knappste dieser Ergebnisse.

„Wir können ihre Offensive nicht komplett ausschalten, aber wenn sie durchkommen, dann macht Bob eine hervorragende Arbeit“, lobt Barkov seinen Torhüter Sergei Bobrovsky, der 32 Torschüsse (91,4 Prozent) abwehren konnte. „Wir sind sehr glücklich ihn zwischen den Pfosten zu haben. Wir unterstützen ihn so gut wie möglich, aber er ist ein Fels in der Brandung.“

Bobrovsky brachte trotz drei Gegentore die Oilers erneut zur Verzweiflung und verhinderte durch eine späte Rettungstat gegen Ryan MacLeod die drohende Verlängerung. Der Panthers-Torhüter ist weiterhin ein Faktor in der Serie und definitiv ein Kandidat auf den wertvollsten Spieler der Playoffs.

„Beide Mannschaften kämpfen sehr hart und blocken Schüsse, das erleichtert den Torhütern ihre Arbeit“, verdeutlicht Panthers-Trainer Paul Maurice. „Es sind zwei großartige Teams, die hier im Finale stehen, wo Kleinigkeiten den Unterschied ausmachen. Wir können froh sein, dass drei Siege eingefahren haben, aber wir müssen weiter bereit sein, bis der Job erledigt wurde.“

Die Panthers waren aber außerdem erneut eiskalt, hielten Leon Draisaitl im Finale weiterhin ohne Scorerpunkt und Connor McDavid (heute zwei Assists) ohne Torerfolg. Sie killten wieder drei Überzahlspiele der Oilers und haben damit die gesamte Saison alle Strafzeiten im Matchup gegen Edmonton schadlos überstanden. Gegen ein starkes Powerplay wie es die Oilers normal haben, bei weitem keine Selbstverständlichkeit.

In einer Szene versagte das defensive System der Panthers allerdings. Beim 1:1-Ausgleich von Warren Foegele konnte Adam Henrique mit einem schnellen Pass seinen Mitspieler mustergültig bedienen, so dass der Torschütze unbedrängt abschließen konnte.

„Wir machen eine gute Arbeit, ihnen Chancen zu vereiteln“, erläutert Sam Bennett. „Sie haben eine außergewöhnlich starke Offensive, die nur schwer zu bändigen ist, doch wir arbeiten als Mannschaft daran, sie zu stoppen und haben das bisher ganz gut hinbekommen.“
Auch in der Serie wollen die Panthers fokussiert bleiben, wie sie einmütig betonten. „Die Aufgabe ist noch nicht erledigt und das wissen wir nur zu gut“, sagt Bennett. „Wir wollen uns jetzt ausruhen und am Samstag wieder bereit sein.“

Die Best-of-Seven-Serie wird mit Spiel 4 am Samstag (8 p.m. ET; NHL.tv, Sky Sport, MySports; So. 2 Uhr MESZ) im Rogers Place von Edmonton fortgesetzt. Die Panthers haben dann ihren ersten von drei Matchpucks.

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